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Der TSV Cadolzburg ist wieder auf Kurs

Schwächephase beendet

Der TSV Cadolzburg fand vor zwei Wochen, nach drei Niederlagen in Folge, zurück in die Spur. Am Sonntag galt es, die ansteigende Form in der Kreisklasse 3 zu bestätigen. Beim heimschwachen SV Großhabersdorf wusste die Truppe um Trainer Manfred Krimm zwar nicht durchgehend zu überzeugen, gewann am Ende aber verdient mit 2:0.

Der Großhabersdorfer Dennis Ünlü (blau) kann den Sporcher Sebastian Bieber in dieser Szene nicht am Schuss hindern. Am Ende klauten die Gäste aus Cadolzburg die Punkte. 

 / © Sportfoto Zink /J.Rauh

Der TSV Cadolzburg steht mit 20 Punkten aus zehn Spielen auf dem dritten Tabellenplatz der Kreisklasse 3. Trotzdem war es für Manfred Krimm bislang eine durchwachsene Saison. „Wir haben große Leistungsschwankungen. Einfach, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben.“ Damit erklärt sich der Trainer auch die kleine Niederlagenserie gegen Ende der Hinrunde. „Das wird nicht unser einziges Tief bleiben“, prophezeit er. Die jungen Spieler machen ihm zwar im Training großen Spaß, bräuchten aber einfach noch ein bisschen Zeit. Der älteste Spieler im Team der Cadolzburger am Sonntag war 25 Jahre jung. Ein bisschen mehr Erfahrung würde sich Krimm zwar wünschen, aber „wir können uns ja keinen Veteranen schnitzen“. Die jungen Spieler müssen einfach mit der Zeit in die Rolle hineinwachsen, auf dem Spielfeld auch verbal zu überzeugen.

Fußballerisch ist der TSV bereits auf einem guten Weg. Die Sporcher zeigten in Großhabersdorf von Beginn an, dass sie gewinnen wollten. Über die schnellen Außen kamen viele Bälle in den Strafraum der Gastgeber und sorgten dabei meistens für Gefahr. Die mangelnde Chancenverwertung der zahlreichen Kopfballmöglichkeiten ist womöglich einmal mehr auf die fehlende Erfahrung zurückzuführen.

Die Gastgeber taten sich an der Fernabrünster Straße zunächst gewohnt schwer. Bislang konnte der SV Großhabersdorf noch nicht einen einzigen Punkt vor heimischer Kulisse holen. Trotzdem kämpften sie sich in die Partie und setzten über Konter immer wieder Nadelstiche. Nach gut einer halben Stunde scheiterte Fritz Ammon freistehend am Gästekeeper. In der zweiten Hälfte gab es zunächst kaum Torchancen.

Beide Mannschaften verteidigten gut und ließen wenig zu. Cadolzburg wurde daraufhin noch offensiver und wollte die Führung unbedingt erzwingen. In der 76. Minute gelang das auch. Einen langen Ball aus dem Halbfeld konnte Adrian Lindner per Kopf verwerten. Praktisch mit dem Schlusspfiff machte Michael Stiller mit einem direkt verwandelten Freistoß endgültig den Deckel drauf. Er hob den ruhenden Ball über die Mauer unhaltbar ins Kreuzeck. Für den SV Großhabersdorf bedeutet das nach fünf Heimspielen eine Ausbeute von null Punkten und 0:10 Toren. Relegationsplatz zwölf ist die logische Konsequenz.

Der TSV Cadolzburg hingegen ist als Tabellendritter aktuell wieder auf Aufstiegskurs. Bereits in der vergangenen Spielzeit hat das Team die Aufstiegsplätze nur um einen Punkt verpasst. Diese Saison soll es nach Möglichkeit noch besser werden. Mithelfen soll dabei auch der Wechsel von der Kreisklasse 5 in die Kreisklasse 3.

Allerdings gehen bei der Zielsetzung die Meinungen der Verantwortlichen etwas auseinander. Während der Spielleiter den Aufstieg als Zielvorgabe formuliert hat, wünscht sich der Trainer mehr Geduld. Er sieht das Projekt mit dieser unerfahrenen Mannschaft als ein langfristiges an und will vor allem „jeden Einzelnen weiterbringen“. Er gesteht jedoch ein: „Nach Möglichkeit wollen wir schon mal oben anklopfen.“ Nicht mithelfen kann dabei Torjäger Florian Bieber. Er fällt mit einem Kreuzbandriss noch lange aus. Das ist bitter, denn in der Vorsaison gelangen ihm 34 Tore. „Florian ist für uns nicht zu ersetzen“, sagt Manfred Krimm. Ein Nachfolger hat sich zumindest für den Moment dennoch herauskristallisiert: Adrian Lindner war auch am Sonntag wieder erfolgreich.

Und er steht für die gute Zusammenarbeit und auch Durchlässigkeit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft der Sporcher. „Adrian hat sich über Wochen in der zweiten Mannschaft angeboten und durch seine guten Leistungen die Chance in der Ersten bekommen“, erklärt Krimm. Das Zusammenspiel der beiden Teams wird auch in gemeinsamen Übungseinheiten und Freizeitaktivitäten gefördert. Im Training ist eine Zusammenlegung zum Teil auch nötig. Der Coach gibt zu, dass aus seinem Team da manchmal nur acht Spieler auf dem Platz stehen. Das Ganze sei allerdings kein Motivationsproblem, sondern liege an Verpflichtungen im Berufsleben.

Krimm weiß, dass trotz akribischer Arbeit der Spaß nicht zu kurz kommen darf. So ist an Allerheiligen zwar eine Trainingseinheit geplant, aber „im Anschluss gibt es Weißwürste für alle“. Vorher müssen die Sporcher noch diesen Sonntag zu Hause gegen den SV Bürglein ran, bevor nächste Woche der Spitzenreiter aus Langenzenn wartet.

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