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Post SV: Mit 60 Prozent auf Rang sechs / Stefan Kühnlein als Vorbild

Kreisliga 2

Der Post SV überwintert auf Rang sechs. Coach Birol Pirdal stellt das bisherige Abschneiden nur bedingt zufrieden. Vor allem die vielen Unentschieden (8 an der Zahl und damit Rekordwert der Liga) verhinderten eine bessere Platzierung. In der zweiten Saisonhälfte soll sich dies nun ändern. Nicht weniger als der Relegationsrang wird angepeilt.

Birol Pirdal (l.) mit Motivationsmonster Stefan Kühnlein, für den auch ein Leistenbruch keine Ausrede ist. 

 / © Wolfgang Zink / Sportfoto Zink

Drittbeste Abwehr, viertbester Sturm, zweitwenigste Niederlagen: Statistisch gesehen müsste der Post SV besser platziert sein als der derzeitige Rang sechs aussagt. Mit acht Remis belegt die Pirdal-Elf Rang eins in dieser ungeliebten Kategorie und diese ist auch der Grund dafür, dass der Relegationsrang sechs Punkte weg ist. Deshalb ist Coach Birol Pirdal auch "nicht ganz zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Wir stehen vielleicht bei 50 oder 60 Prozent. Insgesamt haben wir zu viele Punkte liegengelassen." Einzig bei den Niederlagen gegen Falke und Mögeldorf gingen die Jungs vom Ebensee seiner Meinung nach verdient als Verlierer vom Platz.

Auf der anderen Seite liegen die Remis gegen Germania, Fischbach und Hajduk doch schwer im Magen. "Vor allem das 1:1 gegen Hajduk tut noch weh. Wir dominieren das Spiel und Hajduk schießt einmal per Fernschuss auf das Tor und trifft zum 1:1." Hätte man diese Spiele für sich entscheiden können, stünde der Post SV punktgleich mit dem SV Hagenbüchach auf dem Aufstiegsrelegationsrang, der nun auch als Ziel ausgegeben wird. "Wir sind die Jäger und wollen uns noch den Relegationsplatz sichern."

Kühnlein als Motivationsmonster

Optimistisch stimmt Pirdal, dass seine Jungs gegen die Spitzenmannschaften immer gut gespielt und gepunktet haben. Nur ausgerechnet im Derby gegen Mögeldorf setzte es eine 2:3-Niederlage. Drei Abgänge gibt es im Winter zu verzeichnen. Rechtsverteidiger Rocky Kind legt aus beruflichen Gründen eine Pause ein. Die Talente Anthony Janin und Ciaran Carpenter verlassen den Verein mit noch unbekanntem Ziel. Auf der anderen Seite kehrt Florian Rädeke, der in der vergangenen Saison einen starken Rechtsaußen spielte, von seinem Auslandssemester zurück. Nach ihren schweren Verletzungen steigen Pferdelunge Tom Faltermeier und Goalgetter Dominique Müller in der Vorbereitung wieder ein. Alle drei gelten als Leistungsträger und sollen dabei mithelfen aus den vielen Remis möglichst viele Siege zu machen.

Als Vorbild in Sachen Motivation kann man dabei Torjäger Stefan Kühnlein heranziehen. Der routinierte 37-Jährige, der bislang zwölffach traf, spielte in den letzten vier Partien mit einem Leistenbruch, den er zu Beginn der Winterpause operativ behandeln lassen musste. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass er im letzten Spiel 2018 in Burggrafenhof trotz der Verletzung den Siegtreffer erzielte. Sein Kommentar dazu: "Jetzt kann ich leider nicht in der Halle spielen." Mit der Einstellung ist der Relegationsplatz sicherlich nicht unrealistisch.

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