Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Im Sommer: Eduard Hulm verlässt die DJK Falke

Kreisliga 2

Die DJK Falke muss sich auf die Suche nach neuen Trainern machen. Eduard Hulm schlug das Angebot zur Vertragsverlängerung aus. Der zweifache Vater will sich ab Sommer ganz der Familie widmen. Auch bei der zweiten Mannschaft wird ein Tapetenwechsel vollzogen. Die DJK und Michael König trennen sich in beiderseitigem Einvernehmen.

Eduard Hulm will sich ab Sommer ganz der Familie widmen.

 / © Sportfoto Zink

Die DJK Falke befindet sich aktuell im vielzitierten gesicherten Mittelfeld der Kreisliga 2. Auf die beiden Relegationsränge nach oben und nach unten beträgt der Abstand acht Zähler. Mit den Leistungen der Mannschaft waren die Verantwortlichen zufrieden. Nun stand die Vertragsverlängerung mit Eduard Hulm an, die dieser allerdings nach langen Überlegungen ausschlug. "Die Trennung mit Edi fällt uns sicher nicht leicht. Er passt menschlich perfekt in unser Umfeld und seine Trainerarbeit war super. Doch die Familie geht selbstverständlich vor, das verstehen wir komplett", lässt sich Abteilungsleiter Daniel Hager zitieren, der gleich noch eine andere Personalie anspricht, die die zweite Mannschaft betrifft. "Michael König ist dem Verein schon seit langer Zeit tief verbunden. Er hat die Mannschaft vor zwei Jahren in größter Not ohne Wenn und Aber übernommen und sehr engagiert gute Arbeit geleistet. Dennoch sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass für die Mannschaft ein sportlicher Tapetenwechsel ganz gut ist. Michael hat das gut aufgenommen und teilt diese Ansicht, auch wenn er natürlich gerne weitergemacht hätte. Genau wie Edi wird er die Truppe nach hoffentlich erfolgreichem Abstiegskampf im Sommer abgeben." Aktuell ziert die Zweitvertretung der Falken nach einem großen Umbruch im Sommer das Tabellenende der A-Klasse 6. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang, vier Zähler ist das rettende Ufer entfernt.

Familie geht vor

"Meine private Situation lässt den Zeitaufwand leider nicht mehr zu. Ich hätte gerne weitergemacht, aber 100 % sind nicht mehr drin. Entweder mache ich etwas ganz oder gar nicht", erklärt Eduard Hulm auf Nachfrage. Der 31-Jährige wurde während der Vorrunde zum zweiten Mal Vater und möchte mehr Zeit für die Familie haben. Da er den Mehraufwand mit zwei Kindern nicht abschätzen konnte, hat er im Sommer auch bewusst nur für ein Jahr unterschrieben. "Bei Falke passt es sehr gut, mir wird vieles abgenommen. Meine Frau hat in den letzten Jahren aber schon so viele Opfer gebracht, da möchte ich jetzt auch etwas zurückgeben." Bis zu seinem Ausscheiden will er noch einmal die Kräfte bündeln. Der Klassenerhalt ist und bleibt das vorrangige Ziel. "Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich eintüten und die guten Spiele aus der Vorrunde bestätigen." Bekanntlich nicht mehr dabei sein werden die beiden Eckpfeiler Jonas Bohner und Moritz Dorer, die sich beruflich Richtung München verabschiedet haben. Dafür wurden Ozan Alp (aus Roßtal) und Abdu-Rahman Ahmed (SpVgg Zabo Eintracht) verpflichtet. "Die Beiden machen sich sehr gut und haben sich in schnellster Zeit integriert. An ihnen werden wir noch viel Freude haben", ist sich Hulm sicher. Nun kamen noch zwei weitere Neuzugänge hinzu. Keeper Jonas Fleischmann kommt vom TSV 1910 Uettingen aus Unterfranken und hat dort Bezirksliga gespielt. Er wird mit einem Zweitspielrecht für die DJK auflaufen und Stammkeeper Marius Steger entlasten. Der bisherige Rückhalt der Hulm-Truppe, der erst in der B-Jugend ins Tor ging, will wieder aufs Feld und wird die Zweitvertretung in der Offensive verstärken. Außerdem wurde der ehemalige Feuchter Jugendspieler Fabian Schott reaktiviert, der in den letzten Jahren eine Auszeit nahm. Im Vorbereitungsspiel gegen den TSV Buch II erzielte er den Treffer zum 3:1-Endstand, brach sich aber auch zwei Rippen, weshalb noch nicht absehbar ist, wann er im Punktspielbetrieb eingreifen wird.

Die Nachfolgersuche ist angelaufen

Nun wird hinter den Kulissen daran gearbeitet eine passende Nachfolgelösung für beide Trainerposten zu finden. Vollzug konnte freilich noch nicht vermeldet werden. "Was die Nachfolge der beiden betrifft, sind wir noch ziemlich am Anfang. In den nächsten Tagen werden die ersten Gespräche stattfinden", gibt Hager einen kurzen Einblick. Ob es wieder ein Spielertrainer sein soll oder ein Coach, der ausschließlich neben dem Platz agiert, ist nicht definiert. "Es muss einfach passen."

Mehr zum Thema