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Möller: "Können auch gegen ein Spitzenteam wie Hagenbüchach bestehen"

Vorschau Kreisliga 2 20. Spieltag:

Am Wochenende wird erstmals auch der Spitzenreiter Turnerschaft Fürth eingreifen, der beim KSD Hajduk zu Gast ist. Verfolger Hagenbüchach reist nach Fischbach zum Dreierpacker-Duell. Raitersaich hat mit Peter Meier vom SV Poppenreuth erneut einen Ex-Trainer zu Gast. Während die SpVgg Mögeldorf 2000 die SGV Nürnberg-Fürth 1883 im Fusionsduell fordert, misst sich der FC Stein mit dem Post SV. Damit wären zwei Verfolgerduelle perfekt. Außerdem empfängt der SC Germania die DJK Falke, der SV Burggrafenhof hat die DJK Eibach zu Gast und im Kellerschlager stehen sich der SV Wacker und Tuspo Roßtal gegenüber.

Daniel Möller (l.) rechnet sich auch gegen den SV Hagenbüchach seine Chance aus.

 / © Matthias Janousch

Hajduk-Coach Ivica Batinic fügt sich im Duell mit der Turnerschaft in die Außenseiterrolle. „Am Sonntag erwarten wir den Spitzenreiter unserer Liga. Als Gastgeber würden wir die Turnerschaft gerne ärgern, wir müssen fair und bei klarem Kopf das Kind beim Namen nennen. Dieser Gegner ist das Maß aller Dinge in der Liga. Sie haben tolle Spieler, einen breiten Kader und einen Trainer, der mit gerade mal 30 Jahren seinen x-ten Aufstieg souverän dirigiert. Ich bin überzeugt, dass wir Adrian in höheren Ligen als Trainer sehen werden“, doch genug des Lobes für den Gegner, die eigene Chancen will er beim Schopfe packen. Schließlich gewann der KSD die Debütpartie, während die Turnerschaft noch kein Pflichtspiel bestritten hat. „Mit etwas Glück, dosiert mit einem guten Tag, wäre ein Pünktchen in unserer Situation Gold wert. Für die Turnerschaft ist es eine Routineaufgabe, für uns hingegen das symbolische Spiel mit dem Rücken zur Wand.“ TS-Coach Adrian Mesek rechnet nicht mit einem Sieg im Vorbeigehen. „Hajduk hat in der Winterpause aufgerüstet und sie wollen natürlich um jeden Preis die Liga halten. Durch den Sieg gegen die SGV Nürnberg herrscht bei denen Hochstimmung. Sie sind eine technisch starke Mannschaft und haben den Torgaranten Jelec vorne, außerdem als Vorteil den Kunstrasen.“ Allerdings verfügt auch die Turnerschaft über einige Erfahrung auf diesem Terrain, schließlich wich man des Öfteren in dieser Saison auf den Kunstrasen des ASV Fürth aus, wenngleich sich dieser anders anfühlt. „Unser Ziel wird es sein sich schnell an den Kunstrasen zu gewöhnen und mit guter Defensivarbeit die Offensive von Hajduk auszuschalten. Das sollte die halbe Miete sein.“

Nach dem 4:1 in Eibach kann der TSV Fischbach am Wochenende die Rote Laterne nach vielen Wochen wieder abgeben. „Es war natürlich ein Auftakt nach Maß gegen Eibach. Wir haben uns viel vorgenommen und wenn es nach 40 Minuten 4:0 steht, wird man natürlich auch in einer gewissen Art und Weise bestätigt für die sehr gute Wintervorbereitung, die wir hatten. Die Jungs haben es sich verdient gehabt und wurden für ihre gute Leistung endlich belohnt“, erklärt ein zufriedener Daniel Möller nach dem Auftaktsieg, bei dem Nino Häberlein mit einem lupenreinen Hattrick herausragte. „Der Sieg hätte in der zweiten Halbzeit noch deutlich höher ausfallen müssen, da haben wir noch einige 100-prozentige Bretter liegengelassen. Nun gilt es natürlich nachzulegen und die gute Form zu bestätigen, damit wir den Anschluss schnellstmöglich schaffen.“ Vielleicht war der Sieg nur der Anfang einer Serie, die dringend benötigt wird. „Unser nächstes Endspiel haben wir zu Hause im Karpfenteich und das wollen wir natürlich wieder genauso angehen wie letzte Woche. Die Einstellung muss passen, der Wille und die Geschlossenheit vom Team muss genau so wieder abgerufen werden, dann können wir auch gegen ein Spitzenteam, wie es Hagenbüchach ist in der Liga, absolut bestehen. Personell können wir aus dem Vollen schöpfen, was für uns ein ungewöhnliches Bild ist und wir in der Vorrunde nur selten hatten.“ Mit Hagenbüchach wartet allerdings eine hohe Hürde, das ebenfalls einen Dreierpacker in seinen Reihen hat. Beim 5:2 über den SC Germania imitierte Bilel Marrouki Häberlein und drehte, ebenfalls mit einem lupenreinen Hattrick, die Partie von einem 2:3 in einen 5:2-Sieg. SVH-Coach Ahmet Dönmez schaut erst gar nicht auf die Tabelle, sondern sieht „zwei Teams, die am Wochenende mit drei Punkten In die Rückrunde gestartet sind. Bei einem wird die Serie reißen. Beide hätten aber einen Dreier nötig, unten spielen die Konkurrenten gegeneinander und oben nehmen sich die Verfolger auf Platz zwei ebenfalls Punkte gegenseitig weg. Für uns ist es ganz wichtig den Abstand auf Platz drei auszubauen und aktuell haben wir sogar die Möglichkeit an die Tabellenspitze zu springen. Denke dies ist nochmal ein Anreiz mehr für die Jungs.“ Torwart Simon Kraus wird allerdings berufsbedingt fehlen und muss ersetzt werden. Ein Vorteil für die Karpfen?

Ein Abstiegsduell werden sich der SV Wacker und der Tuspo aus Roßtal liefern. Während die Uebel-Fuchs-Truppe einen Zähler bei der Post einfuhr, unterlag die Gündogan-Truppe den „Hiefer Jungs“ deutlich mit 0:5. „Das Spiel gegen die Post war ein Schritt in die richtige Richtung, mehr aber noch nicht. Der Punkt war sehr wichtig für die Moral und die Stimmung in der Mannschaft. Das Spiel gegen Roßtal ist natürlich für uns wichtig und wir wollen hier auch die Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen, aber von einem Endspiel um den Klassenerhalt zu sprechen, da sind es einfach noch zu viele Restspiele“, nimmt Wacker-Coach Marco Fuchs der Partie etwas die Brisanz. „Unsere Gäste haben sich das erste Spiel natürlich auch anders vorgestellt und werden jetzt voll auf Wiedergutmachung aus sein. Wir rechnen mit einer kampfstarken Truppe, die wir auf keinen Fall unterschätzen werden. Wird bestimmt ein spannendes Spiel auf der Wacker-Alm werden“, ist sich Fuchs sicher. Tuspo-Coach Özcan Gündogan redet gar nicht um den heißen Brei herum. „Leider haben wir einen sehr schwarzen Tag erwischt zum Rückrundenauftakt. Momentan ist es brutal, jeder Fehler wird aktuell direkt mit einem Gegentor bestraft. Dies gilt es nun gegen Wacker vom Einsatz und Einstellung her besser zu machen. Ich erwarte einen harten Kampf um jeden Zentimeter auf dem Platz. Darauf bereiten wir uns dementsprechend vor und hoffen, dass wir das Spielglück wieder in unsere Richtung drehen können.“

Beide Kontrahenten konnten zum Auftakt keinen Sieg einfahren. Während Stein trotz 1:0-Führung gegen Raitersaich noch mit 1:2 verlor, behielt der Post SV gegen Wacker beim 1:1 immerhin einen Zähler am Ebensee. „Leider haben wir es am vergangenen Wochenende versäumt mögliche Punkte aus Raitersaich zu entführen. Nun gilt es gegen das nächsten Spitzenteam Post SV über 90 Minuten konzentriert zu arbeiten, um die ersten Punkte in 2019 einzufahren“, gibt Steins Coach Thomas Eckert die Richtung vor. Sein Gegenüber Birol Pirdal will dem Remis gegen Wacker nicht lange nachtrauern. „Wir hätten uns natürlich über drei Punkte zum Auftakt gefreut, aber es war uns auch klar, dass uns schwere Spiele bevorstehen. Nun erwartet uns ein sehr erfahrener Gegner, der es uns sicherlich nicht einfach machen wird. Außerdem haben wir jedes Jahr dasselbe Problem, dass wir uns nach sehr langer Zeit auf dem Kunstrasen erst anpassen müssen.“

Mit einem satten 5:0 über Roßtal startete der SV Burggrafenhof in das Spieljahr 2019. Kein Wunder also, dass SVB-Coach Juri Judt dies bestätigt haben will. „Die Leistung vom vergangenen Sonntag wollen wir bestätigen und weiterhin Punkte gegen den Abstieg sammeln.“ Drei Zähler beträgt der Vorsprung auf die bedrohliche Zone. Den gleichen Abstand hat die DJK Eibach auf die Abstiegszone, der Motor stotterte zum Auftakt beim 1:4 gegen Fischbach doch deutlich hörbar. „Nach der Heimniederlage gegen den TSV Fischbach müssen wir am Sonntag in Burggrafenhof wieder alle Kräfte bündeln, um etwas Zählbares mitzunehmen. Gerade die individuellen Fehler, die haarsträubend waren, müssen minimiert werden. Wir waren im Spielaufbau zu unkonzentriert und luden den Gegner förmlich zum Toreschießen ein. Die starke Offensive um Schottenhamml, Singer und Raab werden dies eiskalt ausnutzen und jeden Fehler sofort bestrafen“, fordert DJK-Coach Christian Hüttl ein anderes Gesicht seiner Truppe ein. Der Spielmacher fiel nach dem Aufwärmen aus, er könnte bis Sonntag aber wieder einsatzfähig sein: „Personell hoffe ich, dass wir wieder auf Kalli Wiesenmayer zurückgreifen können. Auch David Bernreuther und Jo Hofmann werden wieder dem Kader angehören.“

Eine zweifache Führung brachte der SC Germania am vergangenen Sonntag nicht ins Ziel. Am Ende unterlag die Elf von Serdar Dinc in Hagenbüchach mit 3:5. „Nach der sehr bitteren und unnötigen Niederlage beim Tabellenzweiten heißt es einfach weitermachen! Wir dürfen nicht das Jammern anfangen, denn Jammern hilft nicht in solchen Situationen. Ich wünsche mir weitere solch engagierten Auftritte meiner Jungs. Dann werden wir uns zu 100 Prozent belohnen“, zieht Dinc ein positives Fazit. Das Hinspiel gewannen die Germanen im Übrigen mit 3:1. „Im Hinspiel war es auch eine ähnliche Konstellation und wir haben dort über 90 Minuten überzeugen können. Mit der gewissen Konsequenz in einigen Situationen und der absoluten Leidenschaft werden wir am Sonntag unseren ersten Auftritt in Schniegling mit drei Punkten feiern können, um den Anschluss an das rettende Ufer zu halten bzw. den Druck auf die Vorplatzierten zu erhöhen.“ Während die Germanen bereits ein Spiel unter Wettkampfbedingungen bestreiten konnten, sieht das im Lager der DJK Falke bislang anders aus. „Nachdem wir letzte und vorletzte Woche unfreiwillig pausieren mussten, wird es gegen Germania spannend zu sehen, wo wir nach der Vorbereitung stehen. Germania hat gegen Hagenbüchach bereits Wettkampfpraxis sammeln können und hätte gegen den Aufstiegsaspiranten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. Sie werden diese verlorenen Punkte mit Sicherheit gegen uns holen wollen. Wir hingegen hoffen, uns für die Hinspielniederlage revanchieren zu können und peilen mindestens einen Punkt an, um die Germanen auf Abstand zu halten.“

Für den SV Raitersaich steht das zweite Duell in Folge gegen einen Ex-Trainer an. Gegen Thomas Eckert und den FC Stein reichte es gerade so zu einem 2:1. Nun kommt Peter Meier mit dem SV Poppenreuth an den Zuckermandelweg. „Wir hatten einen zähen, dennoch erfolgreichen Start gegen Stein. Wo Poppenreuth nach der Winterpause steht, werden wir erst am Sonntag erfahren. Da wir oben dranbleiben wollen, spielen wir aber natürlich auf Sieg und haben noch was gutzumachen aus dem Hinspiel“, meint SVR-Coach Dietmar Kusnyarik, dem die 1:2-Niederlage in Poppenreuth noch gut in Erinnerung ist. Für den SVP wird die Partie nach dem Ausfall am Wochenende das erste Pflichtspiel im Jahr 2019 sein. „Nachdem unser Spiel ausgefallen ist, wissen wir natürlich nicht, wo wir stehen, müssen uns aber beim SVR nicht verstecken. Wir wollen auf jeden Fall punkten“, will Peter Meier die alte Wirkungsstätte nicht ohne Zähler verlassen.

Für Mögeldorf-Coach Norbert Frey geht der Blick weiterhin nach unten, obwohl seine Truppe nach zugegebenermaßen katastrophalem Start inzwischen in der Verfolgergruppe platziert ist. „Wir wollen zunächst die 40-Punkte-Marke erreichen. Bis dahin schauen wir nach hinten“, zeigt sich der erfahrene Coach gewarnt und gebrandmarkt vom Saisonstart. Im Hinspiel holte seine Truppe nach 0:2-Rückstand den ersten Zähler der Saison. „Wir wollen verhindern noch einmal unten hineinzurutschen. Das will ich gar nicht als Tiefstapelei verstanden wissen, denn ein Abstiegskampf wäre fatal mit unserer jungen Truppe.“ Am liebsten wäre ihm freilich ein Sieg zum Auftakt. Der KSD Hajduk hat es gegen die SGV 83 schon vorgemacht. „Erst einmal machen wir unsere Hausaufgaben nach hinten, dann können wir immer noch nach vorne schauen.“ Das Hinspiel endete bekanntlich mit 2:2 und das ist auch SGV-Coach Michael Lauth noch in Erinnerung. „In der Vorrunde haben wir uns gegen Mögeldorf sehr schwergetan, wir müssen an unsere Leistungsgrenze gehen, um was Zählbares mit nach Hause zu nehmen“, erwartet er eine schwere Auswärtshürde.

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