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Gliscinski verlängert und will "den zweiten Schritt machen"

Kreisklasse 5

Der ASV Weinzierlein-Wintersdorf wird seiner Favoritenrolle in der Kreisklasse 5 im kleinen Derby gegen die DJK Oberasbach nicht gerecht. Die Gäste gewinnen mit 1:0 und sammeln wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weinzierlein hingegen verliert drei Punkte im Aufstiegsrennen. Trotzdem ist die Stimmung in Wintersdorf gut.

Engagiert, aber mit wenig Torgefahr; Weinzierlein (in gelb) und Oberasbach (in weiß-schwarz) neutralisierten sich die meiste Zeit.

 / © Sportfoto Zink / J.Rauh

Ein Blick auf die Tabelle der Kreisklasse 5 und die Rollenverteilung ist klar: Der ASV Weinzierlein- Wintersdorf steht oben in der Tabelle und befindet sich im Aufstiegsrennen. Die DJK hingegen muss eher nach unten schauen und aufpassen, nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Auch die Auftaktpartien nach der Winterpause spiegeln dieses Bild wider. Während Weinzierlein KSD Croatia Nürnberg schlagen konnte, unterlag Oberasbach gegen den Tabellenletzten ATV 1873 Frankonia Nürnberg.

Klare Vorzeichen also, die – wie so oft im Fußball – Lügen gestraft wurden. „Jeder erwartet einen Sieg von uns. Die Frage ist nur noch wie hoch“, beschreibt ASV-Trainer Damian Gliscinski die Erwartungshaltung vor dem Spiel. Eine ungewohnte Situation für seine junge Mannschaft.

Auch eine, die sie sich mühsam erarbeiten musste. Einen solchen Saisonverlauf haben vor einem halben Jahr sicher nur die Wenigsten so prophezeit, fand sich Weinzierlein-Wintersdorf in der vergangenen Spielzeit doch noch am anderen Ende der Tabelle wieder. Mit Coach Gliscinski kam der Aufschwung. Eine starke Hinrunde sorgte für gute Stimmung, aber auch für einen gewissen Druck, diese Leistung bestätigen zu müssen. Auch wenn der Trainer betont, dass der Aufstieg weder vor der Saison, noch jetzt das Ziel ist. Stattdessen geht es ihm darum, „den zweiten Schritt mit diesen jungen Spielern zu machen“. Dabei muss das Team eine 0:1-Heimniederlage gegen die DJK Oberasbach hinnehmen. Das Spiel war schnell, intensiv und gleichzeitig arm an Torszenen. Der gefährlichste Versuch der ersten Halbzeit kam sogar aus den eigenen Reihen, als ASV-Spieler Björn Fischer seinen Keeper prüfte, indem er einen langen Ball gefährlich aufs eigene Tor verlängerte.

Langweilig war die Partie trotzdem nicht, denn beide Mannschaften waren engagiert. Die Einsatzfreude bekam DJK-Torwart Mohamed Souifi zu spüren. Im Eins-gegen-Eins-Duell erwischte ein Angreifer den Keeper hart. Er konnte nach einer mehrminütigen Unterbrechung weiterspielen, war aber sichtlich angeschlagen. Auch in der zweiten Halbzeit blieben Torraumszenen Mangelware. So zog sich die umkämpfte Partie bis in die Nachspielzeit. Bis die DJK Oberasbach Julian Stahlmann einwechselte. Kaum auf dem Platz brachte er sich für einen langen Pass in Position. Mit seinem ersten Kontakt überhaupt nahm Stahlmann den Ball volley und versenke ihn aus zwanzig Metern sehenswert zum Siegtreffer.

Der Coach hat verlängert

Die Oberasbacher feierten den späten Erfolg ausgiebig. Nachdem sie vergangene Woche noch gegen das Tabellenschlusslicht ATV Frankonia Nürnberg verloren hatten, konnten sie jetzt einen Aufstiegsanwärter schlagen. „Wir haben in der Hinrunde viele Punkte hergeschenkt. Heute hatten wir das Quäntchen Glück. Eine Steigerung zur Vorwoche musste her und sie kam“, so Oberasbachs Trainer Heiko Thiel nach dem Schlusspfiff.

Bei den Gastgebern kam angesichts der Niederlage zwar keine Feierlaune auf, aber die positive Grundstimmung überwiegt weiterhin. Die Weinzierleiner haben sich im Laufe der Saison ein gutes Polster erarbeitet. Sowohl in der Tabelle, als auch emotional. Außerdem wissen sie um ihre Stärken. Die Testspiele in der Winterpause konnten beinahe alle gewonnen werden. Beim ASV hat sich eine eingeschworene Truppe gebildet.

Ein Zeichen dafür ist das Vertrauen in den Trainer, der seinen Vertrag in der vergangenen Woche vorzeitig um ein Jahr verlängert hat. Damian Gliscinski will am Liebsten ganz ohne Druck seine Mannschaft weiterentwickeln und die Saison in Ruhe zu Ende spielen. Zur nächsten Spielzeit würde er gerne neue Ziele formulieren. Am Sonntag hat der ASV Weinzierlein-Wintersdorf die Chance auf Wiedergutmachung. Der TSV Zirndorf bittet zum Derby. „Die warten schon auf uns“, glaubt Coach Gliscinski.

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