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Raßbach: "Ein fader Beigeschmack bleibt hängen"

A-Klasse 3

Die SG Meinhardswinden und der TSV Lichtenau sind wieder für den Spielbetrieb zugelassen, der Kreisspielleiter hat aber den Verbandsanwalt eingeschaltet. Wie das Sportgericht den Abbruch bewertet, ist noch nicht entschieden.

Thomas Raßbach musste wegen eines Abbruchs in der A-Klasse 3 tätig werden.

 / © Zink / DaMa

Im Hinblick auf das abgebrochene Spiel zwischen der SG Meinhardswinden/Obereichenbach und dem TSV Lichtenau ergeht seitens der Kreisspielleitung folgender Beschluss:

1. Beide Mannschaften werden für die nächsten drei Heimspiele unter kostenpflichtige Verbandsaufsicht gestellt. Darüber hinaus werden weitere Heim- und Auswärtsspiele der Mannschaften von Verbandsfunktionären besucht, die die geringsten Vorfälle gegen das sportliche Fairplay melden werden, was zu unverzüglichen weiteren Sanktionen führen kann/muss.

2. Beide Mannschaften werden zusammen mit den Konfliktmanagern des Bayerischen Fußballverbandes zusammenarbeiten, um künftig in Krisensituationen besser reagieren zu können.

3. Hinsichtlich der weiteren Vergehen, insbesondere hinsichtlich des allgemein bekannten Videos, wird der Verbandsanwalt des BFV eingeschaltet.

4. Die Mannschaften werden wieder für den Spielbetrieb zugelassen. Die ausgefallenen Spiele des TSV Lichtenau werden von Spielleiter Wolfgang Stocker im eigenen Ermessen neu angesetzt.

5. Vorstehende Entscheidungen haben keinerlei Zusammenhang mit den Ermittlungen des Kreissportgerichtes. Dieses urteilt hinsichtlich der vorliegenden Anzeigen und des Spielabbruches selbstständig. Dies heißt, dass in diesem Zusammenhang durchaus weitere Sanktionen für die beteiligten Vereine möglich sind.

"Ich erlaube mir", fügt Spielleiter Thomas Raßbach der Meldung an, "abschließend noch eine persönliche Anmerkung: Die Stellungnahmen beider Vereine zu den Vorfällen ab Videobeginn decken sich weitestgehend. Bemerkenswert bleibt jedoch, dass gerade die wenigen Augenblicke ohne ,Videobeweis' völlig unterschiedlich interpretiert werden. Für mich bleibt da schon ein fader Beigeschmack hängen, insbesondere in dem öffentlich geäußerten Bedauern beider Vereine. Ohne Widerspruch bleibt jedenfalls, dass beide Vereine eingesehen haben, dass sie in vielen Bereich noch an sich arbeiten müssen. Dieser Einsicht wird sich das Konfliktmanagement des BFV insbesondere annehmen. Die Annahme beider Vereine, dass mit Sanktionen gegen einzelne "Störer", die eigentlich selbstverständlich sein sollten, oder mit Rücktritten zu arbeiten, trifft jedenfalls definitiv nicht das strukturelle Problem der Vereine."

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