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Dinc: "Das Schlimmste wäre, nicht alles zu tun, um es abzuwenden"

Vorschau Kreisliga 2 25. Spieltag

Die Turnerschaft Fürth soll gegen Wacker nach der Niederlage in Burggrafenhof eine Reaktion zeigen, denn dahinter hat der SV Raitersaich womöglich leichtes Spiel bei Falke. Der SV Hagenbüchach lädt den Post SV zum Verfolgerduell ein, während Mögeldorf Schlusslicht Fischbach zu Gast hat. Michael Lauth nimmt es mit seinen Jungs der SGV 83 mit seinem Ex-Klub FC Stein auf, für den er noch in der AH hält. Eibach und Roßtal bestreiten das Kellerduell des Spieltags und auch im Duell zwischen Hajduk und Burggrafenhof geht es um Punkte gegen den Abstieg. Außerdem gibt es eine Neuauflage des Stadtgrenzenderbys zwischen dem SV Poppenreuth und dem SC Germania.

Serdar Dinc trifft mit seinem SC Germania auf den SV Poppenreuth.

 / © Sportfoto Zink

Da die beiden Verfolger SV Raitersaich und SV Hagenbüchach am vergangenen Spieltag direkt aufeinandertrafen, hätte die Turnerschaft Fürth zumindest ein Team distanzieren können. Allerdings lieferte der Primus selbst nicht, sondern leistete sich eine 4:6-Niederlage in Burggrafenhof. Nun ist der SVR nach dem 2:0 über den SVH bis auf einen Punkt dran an der Tabellenführung. Kein Wunder also, dass sich Turnerschaft-Coach Adrian Mesek wenig amüsiert zeigt. „Mal sehen, ob sich die Einstellung von uns am Samstag ändert. Mehr gibt es nicht zu sagen.“ Gegen den SV Wacker muss also gewonnen werden, den unnötigen Druck hätte sich Mesek wohl gerne erspart. Doch auch Wacker musste sich zuletzt mit 0:1 geschlagen geben, was Coach Marco Fuchs einordnen kann. „Das Spiel gegen die SG war sehr ernüchternd, aber auch ein Abbild der letzten zwei Wochen, wo man eine gewisse Bequemlichkeit bei der Mannschaft feststellen musste, gerade in Sachen Trainingsbeteiligung. Hoffentlich war es ein Warnschuss zur rechten Zeit.“ Durch die Niederlage ist die Uebel-Fuchs-Elf wieder auf den Abstiegsrelegationsplatz abgerutscht. „Die Rollen gegen den Tabellenführer sind ja klar verteilt, aber wir freuen uns trotzdem auf das Spiel. Hier kann sich jeder wieder beweisen und die Niederlage vom Wochenende vergessen machen. Es gibt nichts zu verlieren, wir können dort befreit aufspielen. Wir wollen der Turnerschaft einen guten Fight liefern und wie in jedem Spiel auch versuchen was mitzunehmen.“

Immens wichtig war der 1:0-Sieg der Eibacher beim Post SV. Nun soll gegen Schlusslicht Roßtal nachgelegt werden. „Am vergangenen Sonntag konnten wir endlich den langersehnten Dreier einfahren. Man merkte, dass doch der eine oder andere Spieler in der Vergangenheit angeschlagen, bzw. nicht zur Verfügung stand“, konnte DJK-Coach Christian Hüttl feststellen. „Nun gilt es gegen Tuspo Roßtal nachzulegen, um auch vor heimischem Publikum einen Sieg zu erlangen. Es wird sicher nicht einfach, aber wir müssen wieder 100 Prozent auf den Platz bringen, um weiter aus der Gefahrenzone zu entkommen.“ Drei Punkte Vorsprung hat die Hüttl-Elf auf den Abstiegsrelegationsrang. In Roßtal dagegen müsste schon ein mittleres Wunder geschehen, um dem drohenden Abstieg noch zu entgehen angesichts der zehn Zähler Rückstand. Doch die Vergangenheit zeigt: im Fußball ist vieles möglich. Unaufgeregt geht Tuspo-Coach Özcan Gündogan an die kommenden Aufgaben heran. „Wir möchten jedes Spiel in der verbleibenden Saison nutzen, um die Mannschaft der neuen Saison zu formen. Dabei liegt mein Augenmerk auf unseren jungen Spieler. Philip Schuster und Joshua Richter aus unserer A-Jugend haben im letzten Spiel gezeigt, welch tolles Potential in den Jungs steckt. Es fehlt in unserem Spiel nicht mehr viel, um endlich den ersten Dreier der Rückrunde einzufahren. Offensiv müssen wir einfach kaltschnäuzig unsere Chancen nutzen, aber auch das ist erst mal ein Lernprozess.“

Ein besonderes Spiel wartet auf Michael Lauth. Er ist nicht nur der Coach der SGV 83, sondern steht auch im Tor des FC Stein bei der AH-Mannschaft. Zudem war er auch schon als Trainer der Steiner aktiv. „Nach dem wichtigen Sieg über Wacker und dem deutlichen Sieg der Steiner gegen Falke, wird es bestimmt eine interessante Partie. Ich freu mich wie immer gegen die Steiner Jungs zu spielen! Aber erstmal werde ich mit der Steiner AH am Freitag versuchen die drei Punkte für Stein zu holen. Bestenfalls werden es sechs Punkte für mich am Wochenende“, erklärt er mit einem Schmunzeln.

Der KSD Hajduk hat das Kellerduell gegen den TSV Fischbach für sich entschieden und kann nun ein bisschen durchatmen. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. „Wir spielen zuhause, und das ist vollkommen 'Wurst'. Jetzt kommt die Phase, in der es nicht nur für uns um die goldene Ananas geht. Wir kennen diesen Zustand seit Beginn der Saison und haben deshalb keinerlei Druck die Liga um jeden Preis halten zu müssen“, will KSD-Coach Ivica Batinic den Druck von seiner Truppe nehmen. „Burggrafenhof ist ein ernster und guter Gegner, das wissen wir sehr wohl, dennoch sind wir gedanklich nur bei KSD Hajduk. Wir dürfen ohne Druck Fußball spielen und darüber sind meine Spieler und ich sehr froh. Wir werden alles geben, aber am Ende liegt die Wahrheit bekanntlich immer auf dem Platz.“ Der SV Burggrafenhof überraschte am vergangenen Wochenende mit einem 6:4-Sieg über den aktuellen Tabellenführer Turnerschaft Fürth. Mit einem weiteren Erfolg am Sigena-Platz könnten Juri Judt und seine Jungs schon fast für die nächste Kreisligasaison planen. „Wir wollen versuchen zu punkten, um weiterhin von den gefährlichen Plätzen Abstand zu halten.“ Auch ein Remis könnte angesichts der drei Punkte auf Hajduk und deren sieben auf den Schleuderplatz schon weiterhelfen.

Vierter gegen Tabellen-15.: Die Rollen scheinen im Vorfeld klar verteilt, wenn die SpVgg Mögeldorf 2000 den TSV Fischbach begrüßt. Dementsprechend will SpVgg-Trainer Norbert Frey die Partie auch angehen. „Wir wollen gegen einen Gegner, der unbedingt gewinnen muss, einen Heimsieg einfahren. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, da dieser alle Register ziehen wird, um bei uns zu gewinnen und um die Chance auf den Klassenerhalt aufrecht erhalten zu können“, stellt er sich auf einen harten Kampf ein. „Wir wollen für unsere treuen Heimfans den nächsten Dreier einfahren, um damit den vierten Tabellenplatz zu sichern.“ Zuletzt klappte es bei der Fusionself gut, denn mit einem 4:1-Sieg bei Germania trat man die Heimreise an. Unzufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs beim 2:3 gegen Hajduk war dagegen Daniel Möller. „Das Wochenende war ein Rückschritt in alte Fahrwasser aus der Vorrunde. Keine Einsatz- sowie Laufbereitschaft in so einem wichtigen und richtungsweisenden Spiel. Wir hatten uns viel vorgenommen und konnten es aber nicht zum richtigen Zeitpunkt abrufen. Wir sind als verdienter Verlierer vom Platz“, fällt sein Resümee dementsprechend ernüchtert aus. Sechs Punkte gilt es wettzumachen, um zumindest auf den Abstiegsrelegationsrang zu springen. „Am Wochenende sind wir bei der Spielvereinigung Mögeldorf zu Gast. Die haben die letzten vier Spiele gewonnen und werden mit breiter Brust gegen uns auflaufen. Wir werden weiter alles versuchen und müssen uns wieder auf unsere Stärken konzentrieren, die wir zweifelsfrei haben, dann ist auch eine Überraschung möglich. Es sind noch 18 Punkte zu vergeben und unser Rückrundenslogan #aufgebenistkeineoption wird bis zur letzten Sekunde verfolgt.“

Der SV Hagenbüchach verlor am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel in Raitersaich mit 0:2 und hat nun fünf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang. Unter der Woche wurde auch bekannt, dass sich die Wege mit Spielertrainer Ahmet Dönmez am Saisonende trennen werden. Nun wartet mit dem Post SV die nächste schwere Aufgabe, wenngleich die Elf von Birol Pirdal am Samstag gegen Eibach mit 0:1 unterlag. „Wir haben gegen die DJK Eibach eine schlechtere Leistung gezeigt. Viel zu viele Individuelle Fehler haben wir gemacht, viele Fehlpässe gespielt. Wir wissen, dass Hagenbüchach oben dabeibleiben will. Wir wollen aber auch am Ende Saison eine bessere Platzierung vorweisen und spielen wir bis Saisonende voll konzentriert weiter.“ Nach dem Ausrutscher gegen Eibach belegt der Post SV aktuell den sechsten Rang.

Die DJK Falke geht nicht zuletzt nach dem 0:6 in Stein als klarer Underdog in die Partie gegen die Spitzenmannschaft aus Raitersaich, die das Team der Stunde stellt. Im Jahr 2019 gab die Elf von Dietmar Kusnyarik noch keinen einzigen Punkt ab und ist Spitzenreiter Turnerschaft Fürth bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt. Zuletzt gewannen Müller, Paulus und Co. das Sptzenspiel gegen Hagenbüchach mit 2:0. „Wir haben am vergangenen Wochenende einen großen Sprung gemacht und haben Blut geleckt. Jetzt wollen wir die Turnerschaft noch ein bisschen ärgern. Gegen Falke erwartet uns nun ein sehr schweres Spiel, da 'die' was gutzumachen haben vom letzten Wochenende und wir das Ganze nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen“, mahnt Kusnyarik zur Vorsicht.

Das Zaungrenzenderby steht vor der Tür. Im Hinspiel trennten sich die beiden Kontrahenten diesseits und jenseits der Stadtgrenze mit einem 2:2-Remis. Ein neuerliches Remis würde SVP-Coach Peter Meier wahrscheinlich unterschreiben. „Derby-Time und das mit dem letzten Aufgebot, sollten auf jeden Fall punkten.“ Sein Gegenüber Serdar Dinc dagegen kann nur ein Dreier das Ziel sein. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, konnten noch kein Spiel 2019 gewinnen. Wir hatten ordentliche Leistungen, haben uns aber dafür nie belohnt. Pech, Unvermögen, knifflige Entscheidungen: die ganze Palette haben wir erleben müssen. Trotz allem sind wir selbst für unsere Lage verantwortlich. Nur wir können diesen Trend aufhalten, ihm noch die andere Richtung geben.“ Am besten wäre da natürlich ein Derbysieg, der noch einmal einen Schwung mitbringen könnte. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Schleuderplatz, fünf sind es schon zum rettenden Ufer. „Sechs verbleibende Spiele - wieviel Siege hierfür noch nötig sind, um den Gang in die Kreisklasse noch abzuwenden, ist absolut egal. Wir haben in den letzten Wochen auch bei den Profis gesehen, dass die Tabellenposition irrelevant ist, wenn David auf Goliath trifft. Einsatz und Wille sind die Grundlagen. Hierzu benötigen wir noch ein hohes Maß an Konzentration, die Leidenschaft zu diesem wundervollen Spiel. Sollte es dennoch nicht reichen, wollen wir uns erhobenen Hauptes verabschieden. Aber das Schlimmste wäre nicht alles dafür zu tun, um das abzuwenden.“

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