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SC Obermichelbach: Wo geht es denn hier zum Aufstieg?

A-Klasse 9

Beim SC Obermichelbach wird das Sportgelände aufpoliert, das fußballerische Glanzstück soll erst noch folgen.

Mit Zug zum Tor und zumindest von den Gegnern des SV Weiherhof nicht zu stoppen: Vor allem dank der drei Treffer von Oliver Hemmeter siegte der SC Obermichelbach mit 5:3.

 / © Jürgen Rauh/ Zink

Die Saison begann für den SC Obermichelbach eigentlich wie im Bilderbuch: Die Fußballabteilung erfuhr so viel Zuspruch, dass es plötzlich für eine zweite Mannschaft im Spielbetrieb reichte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lieferte die dann auch immer bessere Leistungen und Ergebnisse ab. Die erste Mannschaft startete sogar regelrecht furios in die Punkterunde. In den ersten Partien verließ jeweils der SCO als Gewinner das Feld, teils wurden die Gegner mit Kantersiegen abgefertigt. Nicht wenige erwarteten zu diesem Zeitpunkt einen klaren Durchmarsch der Obermichelbacher.

Doch dann geriet das Projekt Aufstieg ins Stocken. „Wer hoch fliegt, der tief fällt“, so SCO-Trainer Tibor Antal. „Es ist von Woche zu Woche ein Kampf, um oben zu bleiben.“ Das mussten seine Spieler wohl erst lernen. Denn: Die Leistungen ließen nach und die Ergebnisse stimmten auch gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht immer.

Die Gründe sind jedoch vielfältig. Neben der Unerfahrenheit der jungen Truppe spielen auch Verletzungen eine große Rolle. Außerdem ist der SCO II nicht nur ein Segen. „Wir sind stolz, dass wir die zweite Mannschaft etabliert haben. Aber wir müssen immer schauen, dass die auch wettbewerbsfähig ist“, so der Trainer. Und das geht zum Teil zu Lasten der Ersten. Nicht selten muss der ein oder andere Spieler doppelt spielen – erst in der Reserve, dann noch in der ersten Mannschaft.

Aktuell steht der SCO in der A-Klasse 9 auf Platz fünf. Zum Thema Aufstieg sagt der Trainer: „Wir wollen schon mal irgendwann rauf. In den letzten Jahren war es bereits knapp.“ Heuer, glaubt er, sei der Aufstieg nur noch theoretisch möglich. Die Tendenz spricht klar gegen sein Team, obwohl es mit dem Sieg am Sonntag zumindest ergebnistechnisch wieder in die richtige Richtung ging. Gegen den stark abstiegsbedrohten Gast aus Weiherhof gab es ein 5:3. Das endgültig entscheidende fünfte Tor durch David Schweiger fiel erst in der Nachspielzeit. Vorher sahen die Fans über 90 Minuten eine ausgeglichene Partie, in der der SCO spielerische Vorteile besaß. In der ersten Halbzeit konnten sich die Michelbacher aber nicht entscheidend absetzen. Der Führung von Oliver Hemmeter folgte wenige Minuten später der Ausgleich. Mit dem Halbzeitpfiff legten die Gastgeber durch Fabian Enders allerdings wieder vor. Nach Wiederanpfiff ging es dann Schlag auf Schlag: Oliver Hemmeter erhöhte zunächst auf 3:1. Nur wenige Minuten später gelang den Weiherhofern aber der Anschlusstreffer. Daraufhin schlug Hemmeter ein drittes Mal zu. Doch Weiherhof kontertekurze Zeit später mit einem erneuten Gegentreffer durch den eingewechselten Spielertrainer Max Grell. Große Chancen auf beiden Seiten blieben in der Folge ungenutzt, bis die Partie in der Nachspielzeit dann endgültig entschieden wurde.

Spätestens nächste Saison wollen sie in Obermichelbach das Ziel Aufstieg mit Nachdruck angehen. So sollen zwei Spieler aus der eigenen Jugend integriert und die Mannschaft auch anderweitig verstärkt werden. Außerdem werden sich die Rahmenbedingungen verbessern: Dank des langfristigen Engagements finanzstarker Investoren können die Plätze grundlegend überholt werden, mit neuen Bewässerungsanlagen, Flutlichtern und allem, was dazu gehört. Die Beregnungsanlage auf dem A-Platz ist bereits eingebaut, wie an den Furchen im Rasen unschwer zu erkennen ist. Der B-Platz ist zumindest schon aufgegraben. Das Motto beim SCO lautet: „Mittelfristig soll hier was entstehen.“

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