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Mesek: "Es war extrem schade"

Kreisliga 2

Es war ein spektakulärer Einbruch, den die Turnerschaft Fürth im Frühjahr 2019 hingelegt hat. Lange Zeit schien der Durchmarsch von der B-Klasse bis in die Bezirksliga möglich. Wochenlang führten die Fürther Südstadt-Kicker die Kreisliga Frankenhöhe 2 an. Doch dann nahm das Hoch ein jähes Ende.

Adrian Mesek schrieb mit der Turnerschaft Geschichte.

 / © Zink / OGo

Eine rationale Erklärung dafür fällt schwer. Sicher ist nur: Die Mannschaft brach ausgerechnet endgültig ein, als die Turnerschaft ihren Spielertrainer Adrian Mesek nach internen Unstimmigkeiten vor die Tür setzte.

Nur mit seinem Abgang will der 30-Jährige die sportliche Misere allerdings nicht erklären. Mesek weist darauf hin, dass schon vor seiner Ablösung in manchem Spiel der Schlendrian drin war. „Wir hatten besonders in der Rückrunde ein paar unnötige Unentschieden. Viele haben geglaubt, der Aufstieg kommt von selber und haben nachgelassen.“ In der Tat fällt auf: Viele Punktverluste setzte es gegen Vereine aus der unteren Tabellenhälfte. Zwar hatten sich die Gegner laut Mesek im Laufe der Saison besser auf sie eingestellt, dennoch waren einige Spiele dabei, in denen die Turnerschaft schlicht zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte. Dann folgte Anfang Mai der große Knall. Mesek gab bekannt, sich zum Saisonende zurückzuziehen. Der gebürtige Kroate war unzufrieden mit den Umständen im Verein. Vor allem die fehlende Unterstützung intern stieß ihm sauer auf, die Liste seiner Aufgaben wurde immer länger. Zudem gab es mit dem Vorstand Meinungsverschiedenheiten.

Die Reaktion, Mesek vor die Tür zu setzen, kam trotzdem überraschend, auch für ihn selbst. Das Bedauern darüber ist ihm jetzt noch anzuhören. „Es war extrem schade, weil ich überzeugt bin, dass wir den Aufstieg trotzdem hätten schaffen können.“ Am Ende hatte Mesek das Gefühl, dass die persönliche Enttäuschung bei der Turnerschaft über seinen Abgang überwog und er deshalb noch vor Saisonende ausgedient hatte.

Duell mit Hajduk

Es wird spannend, ob die Turnerschaft auch ohne ihren Erfolgstrainer wieder um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielt. Akin Bölük, seit 2017 als Stürmer im Verein, hat die Nachfolge angetreten und möchte das Erfolgsmodell des Spielertrainers fortsetzen.

Zwei besondere Duelle stehen jetzt schon fest: Wenn die Turnerschaft gegen Hajduk Nürnberg spielt, trifft sie dort auf ihren ehemaligen Trainer, Mesek hat dort den Posten als Spielertrainer übernommen. Trotz des abrupten Abschieds findet Adrian Mesek versöhnliche Worte. „Ich bin dem Verein sehr dankbar für die dreieinhalb Jahre und die Möglichkeit, meine Trainerausbildung voranzutreiben. Ich habe dort viele Freunde gewonnen und wünsche den Jungs alles Gute.“

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