Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Burggrafenhof bleibt fest in Weißer-Hand

Kreisliga 2

Der SV Burggrafenhof stellt sich im Umfeld breiter auf. Stephan Weißer, der bis dato die Fußballabteilung sowie die Jugendleitung innehatte, konzentriert sich künftig auf die Jugend und gibt den Abteilungsleiterposten an Bruder Florian ab. Der will weiter als Spieler aktiv bleiben und nimmt sich dabei ein Beispiel am STV Deutenbach.

Stephan Weißer (l.) gibt den Job des Abteilungsleiters an Bruder Florian ab.

 / © SVB

Der Aufwand war letztlich etwas zu groß. Stephan Weißer führte die Fußballabteilung des SV Burggrafenhof quasi im Alleingang, war Abteilungsleiter und Jugendleiter in einem. „Im Winter habe ich den Entschluss gefasst, dass ich die Verantwortung teilweise abgeben möchte.“ Der Vorstand war informiert, die Suche nach einem passenden Nachfolger konnte beginnen. „Es war klar, dass ich bis Saisonende weitermachen werde, ich wollte den Verein natürlich nicht im Regen stehen lassen und meinem Nachfolger als Abteilungsleiter Fußball ein bestelltes Feld überlassen.“ Freilich stand auch schnell ein Familienmitglied im Fokus des Interesses. Als Florian Weißer, der beinharte Verteidiger des SVB, gefragt wurde, ob er sich den Posten des Abteilungsleiters vorstellen könnte, musste er nicht lange überlegen. „Ich identifiziere mich voll mit dem Verein. Zeitlich bin ich einigermaßen flexibel und ich trau mir den Job zu. Dass es funktionieren kann als Abteilungsleiter und Spieler in Personalunion, macht ja der STV Deutenbach mit Daniel Bergmann vor. Näher an der Mannschaft kann man nicht sein.“

Florian Weißer will also weiterhin als Spieler aktiv bleiben, was die gegnerischen Stürmer sicherlich mit einem Augenrollen quittieren. Dass er nun über Wohl und Wehe von Spielertrainer Juri Judt entscheiden kann, lässt ihn kalt. „Bei anderen Vereinen wird es in drei Monaten vielleicht einen Trainerwechsel geben, bei uns ist das anders“, stellt er die familiäre Atmosphäre in Burggrafenhof in den Vordergrund und Ex-Profi Judt quasi eine Jobgarantie aus. Judt steht sowieso nicht zur Debatte. Für die neue Saison haben sich die Hufer Jungs das gleiche Ziel wie in jedem Jahr vorgenommen. Der Klassenerhalt soll es sein, im Idealfall ein einstelliger Tabellenplatz. Nicht mehr dabei mithelfen wird Timo Tirschner, dessen nahezu tragische Verletzungsgeschichte ihn zum Karriereende zwingt. Keeper Adam Pöll befindet sich bis Januar noch auf Weltreise, soll danach aber wieder angreifen. Neu im Team sind Alexej Braunagel, der fast schon zum Inventar des FC Bayern Kickers gehörte, sowie Tim Hessel, der aus Hessen nach Langenzenn gezogen ist. Ebenfalls als Neuzugang gilt Lukas Engelhardt. Der Linksverteidiger hat zum Ende der vergangenen Saison schon drei Spiele absolviert. Der Youngster kommt aus der Jugend der SGV 83 und ist nach Cadolzburg gezogen.

Neben Stephan und Florian Weißer hat Schwester Friederike den Job als Berichterstatterin inne. Fehlt nur noch Manuel Weißer, der Vierte im Bunde der Geschwister. „Für ihn finden wir auch noch einen Job“, erklären Stephan und Florian unisono mit einem Schmunzeln. Dann wäre Burggrafenhof tatsächlich vollkommen in Weißer-Hand.

Mehr zum Thema