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Fischer: "Am Sonntag beim Tuspo beginnt für uns das Rettungsschwimmen"

Vorschau Kreisliga 2 1. Spieltag

Am Freitag geht es endlich wieder los. Die SpVgg Mögeldorf, der in dieser Saison viel zugetraut wird, darf das Eröffnungsspiel bestreiten und suchte sich dafür Derbygegner DJK Falke aus. Im einzigen Samstagsspiel stehen sich der SV Burggrafenhof und der TSV Cadolzburg im Landkreisderby gegenüber. Am Sonntag erwartet dann der Post SV Vatanspor, die hochgehandelte SGV 83 bekommt es mit dem FC Stein zu tun, Kreisliga-Dino DJK Eibach bekommt es mit den jungen Wilden des TSV Buch um Geburtstagskind Jörg Awerkow zu tun, Tuspo Nürnberg nimmt es mit dem ASV Fürth auf und die Turnerschaft Fürth kreuzt mit dem SV Poppenreuth die Klingen. Mit Detlef Lorenz (DJK Falke), Ahmet Dönmez (Vatanspor), Dirk Wagler (SGV 83), Reinhold Fischer (ASV Fürth) feiern vier Trainer ihr Debüt. Soner Calisir (TSCS II) und Adrian Mesek (KSD Hajduk) müssen sich noch gedulden, Mesek gar bis zum 4. Spieltag. BaKi ist spielfrei.

Reinhold Fischer erwartet eine schwere Saison mit dem ASV Fürth. Vom Aufstieg spricht an der Magazinstraße niemand.

 / © Wolfgang Zink / Sportfoto Zink

Zwei Teams, die in der oberen Tabellenhälfte erwartet werden, stehen sich am Ebensee gegenüber. Post-Coach Birol Pirdal kann den Start gar nicht mehr erwarten. „Nun ist es wieder soweit, die Saison geht endlich los! Ich denke dieses Jahr wird die Liga noch spannender und noch schwerer, da sich einige ambitionierte Mannschaften gesammelt haben. Ich bin leider am ersten Spieltag nicht da, aber ich vertraue meiner Mannschaft. Sie haben alle super die Vorbereitung durchgezogen und ich denke wir werden stark in die Saison starten“, schreibt er aus dem Türkei-Urlaub und hat für alle Teams noch einen Wunsch parat. „Ich wünsche allen eine tolle, verletzungsfreie Saison und viele spannende Spiele.“ Gegner wird Vatanspor sein. Der Kreisklassenmeister konnte einige bekannte Gesichter für die Mission Kreisliga an Land ziehen. Engin Kalender, Behlül Memet oder Amornwut „Iki“ Schmidt seien hier beispielhaft genannt. Auch der Trainer ist neu. Dass er weiß, wie man aus der Kreisliga in die Bezirksliga aufsteigen kann, hat Ahmet Dönmez mit dem SV Hagenbüchach in der vergangenen Saison bewiesen. Ob ihm dieser Coup erneut gelingen kann?

Einige Leistungsträger sind gegangen, einige potentielle Leistungsträger sind neu hinzugekommen: Es wird spannend sein zu sehen, ob die Truppe von Neu-Spielertrainer Akin Bölük erneut bis zum Schluss um die Aufstiegsplätze mitspielen wird. „Wir sind froh, dass es nach vier bis fünf Wochen wieder in den Wettkampfmodus geht. Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei. Mit Poppenreuth haben wir eine eingespielte Mannschaft vor uns. Wir haben uns vorgenommen nicht den Gegner zum Maßstab unseres Spiels zu machen. Vielmehr wollen wir unsere Spielidee auf den Platz bringen und gut starten“, setzt sich Bölük ein erstes kurzfristiges Ziel. Beim SV Poppenreuth steht ein Umbruch ins Haus. Trotzdem will Coach Peter Meier nichts mit dem Abstieg zu tun haben und auch bei der Turnerschaft punkten. „Ein schweres Auftaktspiel, da werden wir gleich wissen, wo wir stehen“, lautet sein knapper Kommentar.

Auch bei der SGV 83 ist ein neuer Trainer am Ruder. Dirk Wagler, der bisher vor allem in der Jugend beachtliche Erfolge feiern konnte, steht neu auf der Kommandobrücke an der Regelsbacher Straße. Druck verspürt er jedenfalls nicht. „Die Vorfreude, nach fünf intensiven Wochen der Vorbereitung, mit einer Trainingsbeteiligung von immer mindestens 15 Spielern, ist riesig. Trotz Urlaubszeit und einiger Verletzungen blicke ich dem ersten Spiel gegen den FC Stein optimistisch entgegen. Es stehen ausreichend Spieler zur Verfügung, sodass ich auf der ein oder anderen Position die berühmte Qual der Wahl habe.“ Ein Segen, wenn man auf einen großen Kader zurückgreifen kann. Mit Respekt begegnet er dem FC Stein um Thomas Eckert. „Unser Auftaktgegner, der FC Stein, ist ein schwer einzuschätzender Gegner. Die Ergebnisse in der Vorbereitung waren sehr unterschiedlich. Sie haben sehr viel Erfahrung in der Mannschaft und sind immer für eine Überraschung gut. Wenn es uns gelingt die Konzentration hochzuhalten, sollte ein guter Start trotzdem möglich sein.“ Für Eckert stellt die SGV 83 eine hohe Hürde dar. „Gleich ein harter Brocken, der uns da mit der SGV zum Saisonauftakt erwartet, gegen die wir letzte Saison schon zweimal deutlich unter die Räder kamen.“ Jeweils 0:4 hieß es da aus Sicht des FC Stein. „Unser Gegner hat sich gezielt verstärkt, um in dieser Saison wieder ein gewichtiges Wörtchen um den Bezirksligaaufstieg mitzureden und wird dies mit Sicherheit gleich auf dem Platz zeigen wollen. Dass uns dann gleich zum Auftakt so gut wie die komplette Offensivabteilung ausfällt, macht die Aufgabe sicherlich nicht einfacher. Ich werde mir bis Sonntag noch einige Gedanken machen müssen, wie wir den Gegner bestmöglich ärgern können.“ Nun ist der Ideenreichtum des erfahrenen Trainers gefragt.

Im einzigen Samstagsspiel stehen sich der SV Burggrafenhof und der TSV Cadolzburg im Landkreisderby gegenüber. Beide Teams gehen mit nur wenigen Änderungen im Vergleich zur vergangenen Spielzeit in die neue Saison. „Ein Erfolgserlebnis zum Auftakt wäre wünschenswert“, weiß SVB-Spielertrainer Juri Judt rundum das Auftaktspiel zu berichten. Vor einer „ungewissen Zukunft“ steht derweil Sporch-Coach Manfred Krimm, für den die Liga fast Neuland ist. „Gegen die SGV 83 und den SVB haben wir zwar beim Tucher-Cup gespielt, doch das war nicht aussagekräftig. Als Aufsteiger zählt für uns nur der Klassenerhalt. In Burggrafenhof wollen wir das Beste herausholen und nicht punktlos wieder heimfahren.“ Während Franko Hummel seine Karriere für beendet erklärt hat, steht Dominik Mayer, der vom TSV Altenberg zurückkehrt, wieder im Kader. Ebenfalls neu sind mit Felix Dorn vom TSV Ammerndorf und Manuel Pires, der eigentlich noch in der U19 kicken dürfte, zwei weitere Offensivkräfte. Dagegen wird sich Dominik Sandler nach der Partie bis in den Winter ins Ausland verabschieden.

Begonnen wird die Saison am Freitagabend unter neuem Flutlicht mit dem Derby zwischen Mögeldorf und Falke. „Wir freuen uns alle in Mögeldorf, dass es wieder los geht. Für uns gleich mit dem Eröffnungsspiel der Liga, wo unser neues LED-Flutlicht zum Einsatz kommen wird. Nach Ende der Vorbereitung können wir leider nicht auf alle Spieler zurückgreifen. Urlauber und Verletzte haben wir zu beklagen. Aber das - denke ich - geht allen so“, mit der Einschätzung liegt SpVgg-Coach Norbert Frey nicht daneben. „Wir wollen natürlich im „Nachbarschaftsderby“ einen Sieg einfahren. Wir wissen aber um die Schwierigkeit dieser Aufgabe. Es ist ein 50:50-Spiel. Unser Ziel ist es deutlich besser zu starten als in der letzten Saison.“ In der vergangenen Spielzeit hagelte es für den damaligen Aufsteiger gleich vier Niederlagen in Serie. „Wir freuen uns auf viele Zuschauer. Es ist angerichtet.“ Für Freys Gegenüber Detlef Lorenz ist das Derby das Debüt auf der Trainerbank der DJK Falke. Für ihn stehen gleich mehrere Komponenten im Mittelpunkt. „Zum einen ist es das Eröffnungsspiel, das viele Zuschauer anlocken wird. Dann ist es ein Derby und Mögeldorf gehört nicht nur für mich zum erweiterten Favoritenkreis.“ Den vormaligen Aufsteiger haben gleich mehrere Trainer im Vorfeld zum Aufstiegsanwärter in einer ausgeglichenen Liga auserkoren. „Das wird eine gute Standortbestimmung.“ Mit der Vorbereitung ist Lorenz nicht gänzlich zufrieden. „Wir konnten nie mit der Mannschaft spielen, die am Freitag auf dem Platz stehen wird.“

„Dino gegen Neuling“ heißt es im Eibacher Waldsportpark, wenn die heimische DJK die Zweitvertretung des TSV Buch in Empfang nimmt. „Unter Trainer Jörg Awerkow spielten die Bucher eine solide Runde, die mit dem direkten Aufstieg gekrönt wurde. Bemerkenswert ist sicher die tolle Tordifferenz und da besonders die erzielten Tore von 91 in 26 Spielen“, hat sich DJK-Coach Christian Hüttl genau mit dem Gegner beschäftigt. „Wir hatten eine durchwegs normale Vorbereitung, in der wir wieder alle Schwerpunkte anreißen und im Detail verbessern wollten. Auch im taktischen Bereich wurden Veränderungen vorgenommen. Inwieweit diese zum Tragen kommen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Da aufgrund immer wieder abwesender Spieler in den Testspielen nie etwas einstudiert werden konnte, wird der Prozess noch etwas dauern.“ Ein Gutes hatte die Vorbereitungszeit aber auch. „Zum Glück haben alle Spieler die letzten fünf Wochen verletzungsfrei überstanden, so dass wir „nur“ auf die Urlauber verzichten müssen. Wir freuen uns auf die neue Saison, mit dem Ziel, die Klasse zu halten und dafür am kommenden Sonntag die ersten drei Punkte einzufahren.“ Völliges Neuland ist die Kreisliga für die jungen Wilden des TSV Buch. Zum ersten Mal überhaupt in der langen Historie des TSV Buch tritt die Zweitvertretung im Kreisoberhaus an. „In Eibach treffen wir auf einen gestandenen Kreisligisten. Das wird gleich eine gute Hausnummer. Verlieren wollen wir nicht“, stellt Aufstiegscoach Jörg Awerkow klar. Vor der Saison haben die Bucher mit Axel Ottmann (nach Hagenbüchach) ihren besten Torschützen verloren (17) und mit Toni Rößner (11, nach Kalchreuth) steht auch der drittbeste Schütze nicht mehr im Kader. Da trifft es sich gut, dass der Genesungsprozess von Landesligatorjäger Philip Lang schneller voranschreitet als erwartet. Er soll sich die nötige Spielpraxis holen. Schließlich steht auch Neuzugang Mike Weiß urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Als durchwachsen bezeichnet Awerkow die Ergebnisse in der Vorbereitung. „Hier stand ganz klar das Einstudieren eines zweiten Systems im Vordergrund. Bisher haben wir meist im 4-3-3 agiert, da wollten wir uns breiter aufstellen.“ Pünktlich zum Pflichtspielstart am Sonntag feiert Awerkow übrigens seinen 30. Geburtstag, also auch noch einen Runden und hat dabei gewisse Erwartungen. „Ich hoffe auf ein Geschenk von der Mannschaft“, erklärt er mit einem Lachen aus Mailand.

Der Tuspo Nürnberg ist nach langen Jahren in den Niederungen des Amateurfußballs wieder im Kreisoberhaus angelangt. Über die Relegation gelang der Aufstieg in die Kreisliga. Beim Tuspo bleibt man sich treu und verzichtet auf große Transfers. Stattdessen wird weiter auf die eigene Jugend gesetzt. Fast der komplette Kader konnte gehalten werden, nur Wirbelwind Geraint Harries zog es zurück in die Heimat Wales. Freilich steht der Klassenerhalt im Vordergrund für die Elf von Trainer Metin Kett, der gerade seinen verdienten Urlaub genießt. Zum Spieltag ist er aber voller Tatendrang wieder zurück. Beim ASV Fürth ist Reinhold Fischer zurück auf der Trainerbank. Er führte die Jungs von der Magazinstraße einst bis in die Bezirksliga. Einen neuerlichen Aufstieg schiebt er dagegen ins Land der Fabeln. „Natürlich kann ich noch keine Beurteilung des Gegners machen, denn etliche ihrer Vorbereitungsspiele fanden nicht statt. Ich bin mir aber sicher, dass sie die breite Brust des Aufstiegs immer noch haben und diese Euphorie werden sie mit Sicherheit auf den Platz bringen. Des Weiteren sind mir natürlich einige Spieler nicht unbekannt und ich erwarte einen motivierten Gegner, der seine Premiere natürlich gewinnen will“, erwartet Fischer in Bezug auf den kommenden Gegner. „Bei uns geht der Blick dahin, dass für uns mit Beginn am Sonntag beim Tuspo das Rettungsschwimmen beginnt. Durch diverse Umstände sind mir einige Spieler abhandengekommen und dadurch ist der Kader nicht sonderlich breit.“ Dem Vernehmen nach standen einige potentielle Neuzugänge trotz Unterschrift nicht zu ihrem Wort und suchten woanders ihr Glück. „Wir werden über das Kollektiv und die Einstellung kommen müssen, um was mit nach Fürth zu nehmen und das ist keine Tiefstapelei. Aber die Truppe hat was.“

Das Spiel wird auf Wunsch der Gäste und mit Einverständnis der Gastgeber erst im Oktober ausgetragen.

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