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Eckert: "Man kann und darf sich nicht so präsentieren wie wir"

Vorschau Kreisliga 2 2. Spieltag

Nach dem ersten Spieltag grüßt die SGV 83 von der Spitze. Die Wagler-Truppe bekommt es nun mit TSCS II zu tun, der Zweitvertretung von Türkspor/Cagrispor, die erstmals eingreift. Ebenfalls zum ersten Mal am Ball ist der FC Bayern Kickers, wo Trainer Saim Kök, Tamas Dencs, Sercan Celik und Maurice Blanton an die alte Wirkungsstätte zurückkehren. Bei der DJK Falke wird außerdem die SDN-Arena offiziell eingeweiht. Ebenfalls ein Wiedersehen gibt es für Manfred Krimm, der mit Cadolzburg gegen seine ehemaligen Schützlinge von der SpVgg Mögeldorf 2000 antritt. Deren Trainer Norbert Frey hat auch eine Verbindung nach „Sporch“. Daneben spielt der ASV Fürth gegen den SV Burggrafenhof, der SV Poppenreuth erwartet den Post SV, Vatanspor trifft im Aufsteigerduell auf Tuspo Nürnberg und der Tabellenletzte FC Stein will gegen die Turnerschaft eine Reaktion zeigen. Eibach ist spielfrei. Die Partie TSV Buch II – KSD Hajduk wurde auf den 17.09.2019 verlegt.

Thomas Eckert war alles andere als zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe bei der SGV 83, wo man sich eine 0:6-Abreibung abholte.

 / © Wolfgang Zink / Sportfoto Zink

Erstmals greift nun auch die zweite Mannschaft von Türkspor/Cagrispor ins Geschehen ein, nachdem das Duell mit Hajduk am ersten Spieltag verlegt worden war. Dabei geht es gegen keinen Geringeren als den aktuellen Tabellenführer SGV 83. Die Tabelle hat nach einem Spieltag freilich noch keine große Aussagekraft, jedoch war das 6:0 der Truppe von Trainer Dirk Wagler zumindest schon ein deutliches Ausrufezeichen. TSCS-Coach Soner Calisir fügt sich in die Rolle des Underdogs. „Wir sind der klare Außenseiter, werden trotzdem versuchen mit unserer sehr jungen Mannschaft dagegenzuhalten und uns von Spiel zu Spiel steigern.“ Ein Kinderspiel erwartet Wagler derweil nicht. „Nach unserem gelungenen Auftakt gehen wir mit Selbstvertrauen, aber auch Respekt ins Match gegen Türkspor/Cagrispor II. Wie bereits die beiden Ergebnisse ihrer ersten Mannschaft (3:0 und 1:6) aufzeigen, ist nicht abzuschätzen, was uns dort erwartet. Fakt ist, dass es ein gänzlich anderes Spiel als gegen den FC Stein wird“, erwartet er keinen Sieg im Vorbeigehen. „Egal wie die Besetzung des türkischen Vereins auf Grund evtl. fehlender Spieler wegen Urlaub oder Verletzungen aussehen wird, sie finden mit Sicherheit elf richtig gute Fußballer aus ihrem riesigen Spielerpool.“ Wagler hat derweil die Qual der Wahl. „Bei uns kehren einige Spieler zurück, welche letzte Woche noch gefehlt haben. Ich gehe davon aus, dass sich der ein oder andere auch entsprechend zeigen und präsentieren will.“

Im Duell zweier Verlierer des ersten Spieltags stehen sich der ASV Fürth und der SV Burggrafenhof gegenüber. „Die Niederlage beim Tuspo war verdient, weil wir nicht so aufgetreten sind, wie es sich für eine "Mannschaft" gehört. Es wird im Heimspiel gegen Burggrafenhof keineswegs einfacher für uns, da uns das Verletzungspech und Urlaub gewaltig in die Suppe spucken“, erwartet ASV-Coach Reinhold Fischer keine leichte Aufgabe. „Dass die Hufer gegen Sporch als Verlierer vom Platz gingen, hat mich etwas überrascht. Ihr Personal ist schon nicht von schlechten Eltern. Mit Raab, Singer, Judt oder Schottenhamml haben sie gute Qualität, ich habe es mit "Stetten" selbst erlebt“, spielt er auf die Duelle mit seinem Ex-Verein SV Gutenstetten an. „Wir werden mit unserer jungen und unerfahrenen Mannschaft versuchen mit Einsatz und Kampfkraft was Zählbares bei uns zu lassen.“ Auch SVB-Spielertrainer Juri Judt will nicht mit leeren Händen nach Burggrafenhof zurückfahren müssen. Für ihn gilt das Ziel „Fehlstart vermeiden.“

Wenn der Aufsteiger TSV Cadolzburg auf die SpVgg Mögeldorf trifft, kommt es auch zum Duell zwischen TSV-Coach Manfred Krimm und seinem Ex-Verein, bei dem er auf viele bekannte Gesichter treffen wird. „Ich kenne noch genügend von den Jungs und freue mich auch sie wiederzusehen.“ Deshalb will er daraus aber kein besonderes Spiel ableiten. Derweil hat sich der Sporcher Kader just zu diesem Duell ausgedünnt. Luca Engelhart, Dominik Sandler, Manuel Pires und der Dreifachtorschütze gegen Burggrafenhof, Felix Dorn, haben sich in den Urlaub verabschiedet. „Wir wissen, dass wir mit Mögeldorf einen der spielstärksten Gegner in der Liga vor der Brust haben. Wir suchen unsere Chance genauso wie gegen jeden anderen Gegner. Auch wenn Mögeldorf favorisiert ist, wollen wir in unserem ersten Heimspiel etwas mitnehmen.“ Auch die SpVgg Mögeldorf fand gut aus den Startlöchern und besiegte die DJK Falke im Eröffnungsderby mit 6:2, was die Fusionself nach Meinung vieler gleich in die Riege der Aufstiegsanwärter emporkommen ließ. Das Ziel in Cadolzburg ist für Trainer Norbert Frey klar formuliert. „Nach dem Derby-Sieg gegen Falke wollen wir den sehr positiven Saisonstart in Cadolzburg unbedingt fortsetzen. Wir werden den Aufsteiger sicherlich nicht unterschätzen, der die Aufstiegseuphorie mit ins erste Punktspiel nahm und in Burggrafenhof souverän gewann. Vorsicht ist geboten im „vermeintlichen“ Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter“, schließlich kann die Tabelle noch nicht viel aussagen. „Besondere Situation: Meine Mannschaft trifft auf Ex-Trainer Manfred Krimm, die er vor zwei Jahren trainiert hat. Außerdem kehre ich nach Cadolzburg zurück, wo ich vor einigen Jahren als Stützpunkttrainer tätig war.“ Auch Frey wird demnach auf einige bekannte Gesichter treffen.

Den Auftakt vermasselt hat die DJK Falke beim 2:6 in Mögeldorf. Nun wartet das erste Heimspiel der Saison in der SDN-Arena, die am Sonntag offiziell eingeweiht wird. Zudem kommt es zum Wiedersehen mit Saim Kök, dem einstigen Aufstiegstrainer, und ein paar ehemaligen Spielern. „Am vergangenen Wochenende durften wir das Eröffnungsspiel der diesjährigen Kreisligasaison in Mögeldorf bestreiten. Dabei sind wir böse unter die Räder geraten. Der Sieg als solches geht aus meiner Sicht völlig in Ordnung, wenn auch die Höhe und die Entstehung der Tore aus meiner Sicht - zumindest der Elfmeter zum 1:0 - sehr fragwürdig waren“, erinnert sich DJK-Coach Detlef Lorenz an sein erstes Spiel auf der Falke-Bank. „Entscheidend für uns muss es nun sein, wie man nach so einer Niederlage wieder aufsteht. Die Aufgabe an diesem Wochenende gegen den Bezirksliga-Absteiger wird sicherlich keine leichte Aufgabe.“ Lorenz selbst wird urlaubsbedingt nicht anwesend sein können, dafür wird sein „Co“ Andreas Luber das Regiment führen. „Wir hoffen auf eine Reaktion, denn ein Derby verliert niemand gern. Ein paar Urlauber kehren zurück und damit sind wir breiter aufgestellt. Wir rechnen uns auf jeden Fall etwas aus“, gibt sich Luber optimistisch. Auf der Gegenseite wird Saim Kök beim FC Bayern Kickers das Sagen haben, der Trainer, der die DJK vor zwei Jahren zurück in die Kreisliga führte. Für BaKi ist es das erste Spiel der Saison, denn am vergangenen Wochenende waren die Blau-Weißen spielfrei. „Wir freuen uns, dass es losgeht und wir in den Wettkampf mit einsteigen. Klar ist es ein besonderes Spiel für mich und auch für einige Spieler.“ Schließlich stehen bei BaKi gleich drei Spieler im Kader, die den Aufstieg ins Kreisoberhaus mit Falke feierten: Tamas Dencs, Kapitän Sercan Celik und Maurice Blanton freuen sich ebenfalls auf ein Wiedersehen. „Das war eine coole Zeit, schön und erfolgreich. Falke wird bei mir immer einen besonderen Platz haben“, gibt Kök zu, der eine interessante Partie erwartet und dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen kann.

Nicht nach Wunsch verlief der Auftakt für Vatanspor. Der Aufsteiger wird als sogenannter Geheimfavorit gehandelt, musste aber am ersten Spieltag beim Post SV ein 2:5 quittieren. Auf eigenem Platz wollen es die Jungs von Ahmet Dönmez, der dem Vernehmen nach erneut von Co-Trainer Ilker Koc vertreten wird, besser machen. Auch der Tuspo Nürnberg ist ein Aufsteiger, hat aber bereits den ersten Dreier einfahren können. Maßgeblichen Anteil am 3:0-Erfolg über den ASV Fürth hatte René Bernardez. Der Stürmer erzielte alle drei Treffer und avancierte somit zum Matchwinner.

Der SV Poppenreuth erzwang in der vergangenen Woche erst kurz vor Spielende mit dem 2:2-Ausgleich bei der Turnerschaft noch einen Zähler. „Mit Post kommt der nächste schwere Gegner, müssen unbedingt die persönlichen Fehler abstellen, die wir gegen die Turnerschaft gemacht haben“, gibt SVP-Trainer Peter Meier die Richtung vor. Schwer wird die Aufgabe allemal, schließlich schlug der Post SV den starken Aufsteiger Vatanspor mit 5:2 und setzte damit ein erstes Ausrufezeichen. Nun will die Pirdal-Elf auch im zweiten Spiel nicht mit leeren Händen die Rückfahrt an den Ebensee antreten.

Eine schallende Ohrfeige bekam der FC Stein beim Auftakt verpasst. Beim Schlusspfiff hieß es 0:6 bei der SGV 83. Klar, dass Coach Thomas Eckert mit dem Auftritt seiner Truppe unzufrieden war. „Selbst wenn uns ein paar Spieler am vergangenen Wochenende gefehlt haben, kann und darf man sich nicht so präsentieren wie wir bei der SGV. Wir müssen schlagartig alle Hebel in Bewegung setzen und ich erwarte am kommenden Sonntag von meiner Mannschaft eine Reaktion in "jeglicher" Hinsicht, wenn uns dann der nächste Brocken mit der Turnerschaft erwartet.“ Wenig Mut kann der FC Stein aus der Statistik ziehen, denn beide Vergleiche mit der Turnerschaft gingen in der vergangenen Saison verloren (0:1, 2:5). Akin Bölük schoss dabei vier Tore und führt die Turnerschaft nun als Spielertrainer an. Am ersten Spieltag reichte es am Ende nur zu einem Punkt beim 2:2 gegen Poppenreuth. „Wir haben gegen Poppenreuth eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und hätten den Sieg auch verdient gehabt. Wir müssen dort anknüpfen“, will er sich die erste Stunde als Maßstab nehmen. „Stein ist eine kompakte Mannschaft. Wir lassen uns vom 0:6 gegen die SGV 83 definitiv nicht täuschen. Wir müssen nochmal eine Schippe drauflegen und wollen das Spiel gewinnen!“

Die Partie wurde in gegenseitigem Einvernehmen auf Dienstag, 17.09.2019, verlegt. Anpfiff ist um 19 Uhr.

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