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Bölük vs Calisir: Das türkische Derby steht vor der Tür

Vorschau Kreisliga 2 3. Spieltag

Am 3. Spieltag kommt es zum türkischen Derby zwischen der Turnerschaft Fürth und TSCS II um die beiden Trainer und ehemaligen Teamkollegen Akin Bölük und Soner Calisir. Spitzenreiter SpVgg Mögeldorf hat den ASV Fürth zu Gast und hat ein besonderes Augenmerk auf Daniele Ballatore. Eibachs Coach Christian Hüttl misst sich im DJK-Duell mit seinem Ex-Verein DJK Falke. Der Post SV hat Aufsteiger Tuspo Nürnberg zu Gast. Die SGV 83 will gegen den TSV Buch II in die Erfolgsspur zurück. Der FC Bayern Kickers lechzt nach den ersten Punkten gegen den TSV Cadolzburg. Der SV Poppenreuth hat den FC Stein zu Gast und Ahmet Dönmez will mit Vatanspor in Burggrafenhof endlich den ersten Sieg in seine Statistik schreiben. Der KSD Hajduk ist spielfrei und greift damit noch immer nicht ins Geschehen ein.

Im direkten Duell: Akin Bölük (links) und Soner Calisir kennen sich noch aus ihrer Zeit bei Dergahspor.

 / © Zink / Janousch (Montage: nbA)

Zwei Spiele, null Punkte: Der Saisonstart des SV Burggrafenhof hätte besser laufen können. Nicht umsonst hat Spielertrainer Juri Judt die Zeichen der Zeit erkannt und sagt "wir brauchen ein Erfolgserlebnis". Das soll es nun im Vergleich mit dem Aufsteiger Vatanspor geben, der nach der Niederlage beim Post SV noch auf die ersten Auswärtspunkte wartet. Das Heimspiel gegen TuSpo Nürnberg konnte derweil gewonnen werden. "Nachdem wir unser erstes Auswärtsspiel in dem Sand gesetzt haben, gilt es nun auch erstmalig in der Vereinsgeschichte einen Auswärtsdreier in der Kreisliga zu landen. Wie schwer das sein wird, zeigen die letzten Ergebnisse von mir gegen Burggrafenhof. Ich konnte in den letzten Jahren leider noch kein Spiel gewinnen", resümiert Ahmet Dönmez seine spärlichen Erfolge gegen die Hufer Jungs. Einfach wird es auch diesmal nicht, denn urlaubsbedingt fehlen Sahin Turan, Enes Avci, Ibrahim Avci, Tolga Öztas und Timotei Pintoiu. Zudem fällt Leo Lugbunari verletzt aus. "Wir haben einige Urlauber zu ersetzen und kommen jedoch immer besser in Fahrt, Woche für Woche verinnerlichen die Spieler immer mehr das Spielsystem und die Philosophie, die verlangt wird. Ich freue mich auf ein tolles und faires Spiel auf dem schönen Platz in Burggrafenhof. Wir werden jedoch alles versuchen, um weitere Punkte sammeln zu können im August." Danach wird sich die Personalsituation erwartungsgemäß wieder bessern.

Die Rückkehr zur DJK Falke hatte sich Saim Kök anders vorgestellt. Mit seinem FC Bayern Kickers unterlag er unglücklich bei der Eröffnung der SDN-Arena mit 1:2. "Eine bittere Niederlage. Zufrieden bin ich mit dem Engagement und der Leistung der Mannschaft vom Sonntag, leider war es eine Katastrophe, was die Chancenverwertung angeht. Jetzt freuen wir uns auf das erste Heimspiel gegen Cadolzburg." Einen Wunsch hat er dafür auch parat. "Vielleicht haben wir etwas mehr Glück und sind effizienter vor dem Tor." Nicht unzufrieden war Cadolzburgs Coach Manfred Krimm mit dem Auftritt seiner Jungs gegen Mögeldorf, auch wenn man sich knapp mit 0:1 geschlagen geben musste. "Gegen den Meisterschaftsfavoriten Mögeldorf haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit gut mitgehalten. Mit etwas mehr Spielglück hätten wir uns vielleicht auch einen Punkt verdient gehabt. War lehrreich für uns, vor allem die ersten 20 Minuten, danach war es ein Duell auf Augenhöhe." In der Rolle des Underdogs fühlt man sich in Cadolzburg wohl. "Beim Bezirksligaabsteiger Bayern Kickers sind wir auch wieder Außenseiter. Nach der Niederlage bei Falke werden sie mit aller Macht den Dreier beim ersten Heimspiel erreichen wollen. Wir werden unser Möglichstes tun, dass wir wenigstens ein Pünktchen mitnehmen. Bis auf zwei Urlauber und einen Verletzten ist der Kader komplett."

Nach dem Auftaktsieg gegen Vatanspor brachte der Post SV am vergangenen Wochenende eine 2:0-Führung gegen Poppenreuth nicht ins Ziel. Am Ende musste sich die Elf von Trainer Birol Pirdal mit einem 2:2-Remis begnügen. "Trotz der guten Leistung, die wir gegen Poppenreuth geleistet haben, konnten wir am Sonntag leider nur mit einem Punkt nach Hause fahren. Auch wenn die zwei Gegentore auf unseren eigenen individuellen Fehlern basieren, kann man insgesamt sagen, dass das Unentschieden für beide Mannschaften in Ordnung geht. Auch wenn uns der Start in die neue Saison gelungen ist, müssen wir uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln, da die Kreisliga in der Saison 2019/20 mit der Qualität von allen Mannschaften und den vier direkten Abstiegsplätzen ein Kampf wird und jeder Punkt wichtig ist." Nun wartet mit dem TuSpo Nürnberg ein Aufsteiger, der mit einem Sieg und einer knappen Niederlage anreist. "Auch wenn wir derzeit - wie wahrscheinlich die meisten Mannschaften in der Liga - Probleme mit Urlaubern und Verletzten haben, haben wir uns bestens auf die junge und dynamische Mannschaft des TuSpo Nürnberg vorbereitet." Der TuSpo hat bisher in beiden Spielen je dreimal getroffen. Unter dem Strich führte nur das 3:0 gegen den ASV Fürth zu einem Dreier, während man am vergangenen Wochenende wie schon in der Vorsaison Vatanspor mit 3:4 unterlag. "Mit denen haben wir immer unsere Probleme", scherzt TuSpo-Coach Metin Kett, der auf eine holprige Vorbereitung zurückblickt, da er eigentlich nie mit dem kompletten Kader arbeiten konnte. "Die Niederlage arbeiten wir jetzt auf. Jeder Punkt ist wichtig für uns gegen den Abstieg. Die Urlaubszeit müssen wir wie viele andere auch überbrücken, dann sind wir so stark, dass wir gegen jeden bestehen können", ist er sich sicher. Ende September trifft dann noch ein Neuzugang ein. Der Engländer Frederik Bloem gab schon einmal ein Gastspiel beim TuSpo und hat nun eine feste Arbeitsstelle in Herzogenaurach ergattert.

Nach dem fulminanten 6:0 gegen Stein ist die SGV 83 nach der knappen 2:3-Niederlage gegen die Zweite von Türkspor/Cagrispor auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Dabei musste die komplette Innenverteidigung ersetzt werden. "Nach einer sehr schmerzlichen und absolut vermeidbaren Niederlage am letzten Spieltag gegen Türkspor/Cagrispor II möchten wir gegen den TSV Buch II unbedingt die drei Punkte daheim behalten. Urlaubs- und verletzungsbedingt wird es wieder zu dem ein oder anderen Wechsel im Team kommen", weiß SGV-Coach Dirk Wagler zu berichten. "Trotzdem bin ich guter Dinge, dass wir wieder eine gute Leistung auf den Platz bringen werden. Die junge Bucher Truppe erwarte ich technisch und taktisch auf gutem Niveau. Sie werden uns 90 Minuten lang alles abverlangen", ist Wagler gewarnt vor der Zweitvertretung der Bucher Jungs. Die Awerkow-Elf konnte das 2:2 gegen Eibach am 1. Spieltag lange genug analysieren, schließlich hatte der TSV durch die einvernehmliche Absage mit dem KSD Hajduk ein spielfreies Wochenende. "Gegen Eibach war ich mit der Leistung allgemein zufrieden. Es gab sicherlich noch einige Dinge, die noch nicht so gelaufen sind wie erhofft, aber daran konnten wir nun zwei Wochen arbeiten und das spielfreie Wochenende nutzen. Insgesamt waren wir trotzdem mit dem ersten Punkt in der Kreisliga in der Vereinsgeschichte sehr zufrieden und dieser wurde auch verdientermaßen gefeiert", erzählt Jörg Awerkow aus dem Nähkästchen. "Nun kommt mit der SG Nürnberg ein Gegner auf uns zu, der sehr spielstark und taktisch sehr gut geschult ist. Sie zählen dieses Jahr für mich zu den Favoriten der Liga! Was uns jedoch nicht davon abhalten soll die nächsten Punkte zu holen", geht er selbstbewusst in die Partie und es stimmt ihn zuversichtlich, dass er auf fast den kompletten Kader zurückgreifen kann. "Bis auf Florian Partzsch sind nun auch alle Spieler wieder mit an Bord, so dass wir aus dem Vollen schöpfen können. Wir selbst versuchen wieder mutig nach vorne zu spielen und effektiver mit unseren Chancen umzugehen."

Derbytime bei der Turnerschaft, besser gesagt beim ASV Zirndorf, denn dort wird die Partie der Bölük-Elf gegen die Zweitvertretung von Türkspor/Cagrispor ausgetragen. TS-Coach Akin Bölük freut sich bereits darauf. "Es wird sicherlich ein spannendes Derby. Solche Spiele sind immer schön zu spielen." Dabei trifft er mit Soner Calisir auf einen Ex-Mitspieler von Dergahspor, der nun die Zweite coacht. "Ich wünsche ihm alles Gute. Möge der Bessere gewinnen. Im Endeffekt geht es hier um drei Punkte, und wir werden wie immer auf Sieg spielen." Während die Turnerschaft noch auf den ersten Sieg wartet, gelang TSCS II am vergangenen Spieltag im ersten Kreisligaduell gleich ein Coup. Mit 3:2 schlug die Elf von Trainer Soner Calisir den damaligen Tabellenführer SGV 83. Mit Respekt, aber ohne Angst begegnet Calisir dem kommenden Kontrahenten. "Wir werden gegen eine erfahrene Mannschaft gespickt mit Topspielern antreten. Unser Ziel ist, dass wir eine gute Mentalität mit unserem jungen Team auf den Platz bringen und dagegenhalten."

Die SpVgg Mögeldorf 2000 ist das einzige Team, das nach zwei Spieltagen sechs Punkte eingefahren hat. Hajduk könnte noch nachziehen, hat aber noch kein Spiel absolviert, und der TSCS II steht bei einem Sieg in einem Spiel. So grüßt die Elf von Norbert Frey alleine von der Tabellenspitze und das soll auch so bleiben. "Im zweiten Heimspiel der Saison wollen wir mit unseren Fans unbedingt den zweiten Heimsieg feiern und somit die Tabellenführung verteidigen. Dass der ASV Fürth alles andere als eine leichte Aufgabe wird, haben wir am letzten Sonntag gesehen." Da hat ein ASV-Akteur wieder einmal seinen Torriecher unter Beweis gestellt. "Keine Mannschaft darf man unterschätzen, zudem wenn der Gegner einen Torjäger namens Ballatore hat. Vorsicht und höchste Disziplin sind notwendig." Daniele Ballatore traf gegen Burggrafenhof doppelt und sicherte so den 2:1-Heimsieg quasi im Alleingang. Dabei stellte ASV-Coach Reinhold Fischer noch Optimierungsbedarf fest. "Der Fehlstart wurde durch einen glücklichen Sieg vermieden. Spielerisch ist noch gewaltig Luft nach oben, und so muss man sich eben die Punkte über den Fleiß erarbeiten." Für Fischer gehört der kommende Gegner zu den Aufstiegskandidaten. "Mögeldorf ist für mich das Maß für jeden, der für sich das Ziel Aufstieg auserkoren hat. Eine eingespielte Mannschaft, die durch die gute Jugendarbeit aufgewertet wird und sich so jedes Jahr immer etwas weiterentwickelt. Auch wenn sie nur knapp in 'Sporch' gewonnen haben, wird sich an ihrer Favoritenrolle gegen uns nichts ändern. Wir werden uns schon mächtig strecken müssen, um dort gut über die Runden zu kommen."

Mit zwei 2:2-Remis startete der SV Poppenreuth in die Saison. Nun soll baldmöglichst auch einmal ein Sieg her. Bei besserer Chancenverwertung hätte ein solcher bereits verbucht werden können. "Wir haben leider wieder mehrfach klarste Torchancen nicht nutzen können und dann wieder zwei Tore vorgelegt, die Post eiskalt verwandelte. Wir müssen uns jetzt gegen Stein noch steigern", erklärt SVP-Coach Peter Meier. Nun wartet der FC Stein, der auf das 0:6 gegen die SGV 83 zum Auftakt einen Dreier folgen ließ und zu Hause die Turnerschaft Fürth mit 2:0 besiegte. "Die Mannschaft hat die richtige Reaktion auf die derbe Auftaktpleite gezeigt und einen verdienten Heimsieg gegen die Turnerschaft eingefahren. Auf diese Leistung gilt es nun aufzubauen, um im schweren Auswärtsspiel in Poppenreuth, wo ich eine enge Kiste erwarte, etwas Zählbares mitzunehmen", sagt FC-Trainer Thomas Eckert und baut auf einen besseren Auswärtsauftritt seiner Truppe als noch zum Auftakt.

Nach dem offiziell spielfreien Wochenende trifft Christian Hüttl mit der DJK Eibach im DJK-Duell auf die Falken, die er vor einigen Jahren schon unter seinen Fittichen hatte. "Nach dem spielfreien Wochenende beginnt nun auch für uns die Regelmäßigkeit der Saison, mit dem zweiten Heimspiel gegen die DJK Falke. Die letzten drei Begegnungen endeten allesamt unentschieden im DJK-Vergleich", fasst Hüttl die letzten Vergleiche zusammen. Auch diesmal wird ein enges Spiel erwartet. "Wir haben die Pause genutzt, um unsere Standards etwas zu verbessern, man kann gespannt sein, ob es schon Früchte trägt. Auch die obligatorische Einstandsfeier im 'Hüttl’a' wurde am vergangenen Samstag wieder zelebriert. Nun heißt es, alle Kräfte bündeln, um den ersten Heimsieg der Saison einzufahren." Hüttl kann dabei auf nahezu den kompletten Kader zurückgreifen. "Personell können wir aus dem Vollen schöpfen, ehe sich einige Spieler anschließend in den Urlaub verabschieden. Einzig hinter Phillip Jäckel steht noch ein Fragezeichen, der an einer allergischen Reaktion nach einem Mückenstich laboriert." Falkes Co-Trainer Andreas Luber, der Coach Detlef Lorenz am vergangenen Wochenende vertrat, feierte mit der DJK nach der 2:6-Pleite gegen Mögeldorf einen glücklichen 2:1-Sieg über den FC Bayern Kickers. "Wie wir uns gewehrt haben und mit Willen und Einsatzbereitschaft agiert haben, war die richtige Reaktion auf die Auftaktpleite." Zwar lag das Chancenübergewicht klar bei BaKi, doch an Kampfeswillen und Laufbereitschaft war diesmal nichts zu mäkeln. "In Eibach wollen wir das Spiel erfolgreich bestreiten. Wenn wir an die Leistung gegen BaKi anknüpfen, dann bin ich zuversichtlich."

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