Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Aus 0:2 mach 3:2: Turnerschaft und Vatanspor drehen ihre Partien

Kreisliga 2 6. Spieltag

Was für ein Spieltag! Sowohl die Turnerschaft Fürth (bei Falke) als auch Vatanspor (gegen Eibach) drehten einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg. Der TSV Cadolzburg lag gegen die SGV 83 schon mit 1:4 im Hintertreffen und kam noch zu einem 4:4-Remis. Für die SGV 83 traf David Rodriguez Alonso dreifach. Kurzen Prozess machte der Post SV beim 7:1 mit Türkspor/Cagrispor II. Emre Karac traf dabei dreifach. Ebenfalls drei Treffer und damit alle Steiner Tore beim 3:2-Sieg in Buch erzielte Kai Rupprecht und war damit der Mann des Tages. Nichts zu erben gab es für den ASV Fürth, der dem KSD Hajduk mit 1:2 unterlag. Ebenfalls eine Heimniederlage kassierte Tuspo Nürnberg im Nordstadtvergleich mit dem FC Bayern Kickers, der beim 2:0 die Punkte mitnahm. Im Abendspiel entführte die SpVgg Mögeldorf 2000 die Punkte beim 3:0 aus Burggrafenhof.

Die Turnerschaft (hellblau) entriss der DJK Falke nach einem 0:2-Rückstand noch den Sieg.

 / © Janousch

Der Absteiger aus Fürth kommt weiterhin nicht in Tritt und hat die Rote Laterne inne. Während die Fischer-Truppe ihre Kampfkraft in die Waagschale warf, waren die Gäste vom KSD Hajduk fußballerisch besser und gewannen die Mehrzahl an Zweikämpfen. Pech hatte der ASV beim ersten Gegentor, als der Ball vom Rücken eines ASV-Defensivmanns direkt vor die Flinte von Chukwuemeka fiel, der humorlos die Führung besorgte (3.). Nach einem Eckball schlug die Fischer-Truppe zurück, als Klaski per Kopf erfolgreich war (11.). Ein weiterer individueller Fehler in der Hintermannschaft der Fürther ermöglichte den Gästen den Siegtreffer. In der 79. Minute erzielte daraufhin Saleem das Goldene Tor. Wenn der ASV die eigenen Fehler minimieren kann und den jeweiligen Gegner nicht wiederholt zu Toren einlädt, dann werden künftig auch wieder Punkte auf das Konto geschrieben werden können.

Die erste Hälfte verlief torlos. Es gab auf beiden Seiten nur wenige Chancen. Hauptsächlich spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Die Abwehrreihen beider Mannschaften zeigten sich aufmerksam und sorgten dafür, dass beide Netze zum Halbzeitpfiff unberührt blieben. Die zweite Halbzeit begann mit einem Doppelschlag für die Gäste. Innerhalb von zwei Minuten konnte sich Renn zweimal in die Torschützenliste eintragen (50., 52.). Der SVB hatte große Schwierigkeiten ein eigenes Spiel aufzubauen. Es fehlte an Tempo sowie an der Konzentration und Genauigkeit. Man hatte nur damit zu tun, den Gegnern das Spiel nicht zu einfach zu machen. Torchancen auf Heimseite suchte man vergebens. Nach 63 Minute sah Okanovic zudem die Ampelkarte wegen wiederholten Foulspiels. Die Überzahl nutzte die Frey-Elf zu einem weiteren Treffer. Grätz stellte in der 74. Minute den Endstand her. Friederike Weißer / matt

Einen gebrauchten Tag erwischte die Zweitvertretung von Türkspor/Cagrispor, die sich personell bedingt fast von alleine aufstellte, gegen den Post SV, der sich allmählich zum Spitzenteam mausert. Dabei begann die Partie zunächst nach Maß für die Calisir-Elf. Düzel nahm sich nach einer Viertelstunde aus etwa 50 Metern Torentfernung ein Herz und zog einfach mal ab. Post-Keeper Tischhöfer unterschätzte den Ball und er landete zur Führung im Netz. Doch nur eine Minute später glich Karac für die Pirdal-Elf aus. Bis zur Pause hielt die Heimelf das Spiel offen, kassierte kurz vor dem Seitenwechsel aber noch einen Gegentreffer durch Karac (43.). Kühnlein erhöhte nach 46 Minuten für die Gäste und die Gegenwehr war dahin. Wiesinger (62.), ein Eigentor von Karagöz (64.), Karac mit seinem dritten Treffer (68.) und schlussendlich Kiendl (86.) besiegelten den 7:1-Sieg der Gäste.

Buch begann furios und hatte durch Adrian Ell die erste Chance. Nach einem Foul von Buchs Keeper Pfann gab es Elfmeter für die Gäste, den Kreim neben das Tor setzte. Während Oliver und Adrian Ell die nächsten Möglichkeiten ausließen, traf Rupprecht aus gut 30 Metern. Bis zur Pause hatten die Gäste eine weitere Chance durch Rupprecht und auf Bucher Seite brachten weder Mandel noch Oliver Ell den Ball ins Tor. Nach der Pause wurden den Bucher Jungs zwei Tore aberkannt, ehe Rupprecht die Defensive narrte und zum 0:2 abschloss. Buch lief wütend an, vergab jedoch mehrere Chancen. Als dann Schlump eine tolle Vorarbeit von Oliver Ell zum 1:2 vollstreckte, hatten die Gastgeber wieder Hoffnung und kurz vor Ende erzielte Schlump – wieder nach Vorlage von Oliver Ell – den Ausgleich. Fast im Gegenzug aber spielte Rupprecht die Abwehr schwindelig und netzte zum 2:3-Endstand ein. Florian Igel / matt

Die DJK Falke brachte eine 2:0-Führung gegen die Turnerschaft Fürth nicht ins Ziel. Ay hatte die erste Möglichkeit für die Gäste, die aus der optischen Überlegenheit zunächst zu wenig machten. Anders Falke: Nach einer scharfen Flanke von Zinnbauer war Defensivmann Tejiona aufgerückt und wuchtete das Leder am langen Pfosten ins Netz (16.). Wenig später zeigte die Lorenz-Elf einen klasse Spielzug. Neubauer legte per Hacke ab zu Reiser, der den startenden Tejiona am linken Flügel entdeckte. Dieser tunnelte Turnerschaft-Keeper Ünal zum 2:0 (20.). In der 27. Minute folgte die Antwort der Bölük-Elf, die einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung nutzte. Der Ball wurde quergelegt und Karatas vollendete (27.). Noch vor der Pause traf Durec per Kopf nach einer Ecke zum Ausgleich (44.). In Hälfte zwei stach noch Joker Bulut (52.) und der Dreier ging verdientermaßen nach Fürth.

Von Beginn an spielte Vatanspor dominant und erspielte sich drei Großchancen, die aber nicht genutzt werden konnten. Fotiadis hatte zwei Möglichkeiten und auch Grecos Abschluss landete nicht im Netz. Mit dem ersten Torschuss ging Eibach in Führung. Einen Pfostenabpraller staubte Lindner ins Tor ab (14.). Nach Wiederanpfiff lief Vatanspor in einen Konter über rechts. Die Hereingabe verwertete Wiesenmayer zum 0:2 (49.). Kurz darauf gab es einen Elfmeter für die Dönmez-Truppe, mit dem Deniz Arici an DJK-Keeper Hufnagel scheiterte (54.). 20 Minuten vor dem Ende brachte Schmidt eine scharfe Flanke in die Mitte und Jäckel lenkte die Kugel ins eigene Netz (70.). Pintoiu traf noch den Pfosten (73.), ehe Deniz Arici drei Gegenspieler umkurvte und ins lange Eck traf (82.). Eibachs Großchance klärte Torofzadeh vor der Linie (84.), ehe Menekse der Siegtreffer gelang (90.).

Im torreichsten Spiel des Tages machte der TSV Cadolzburg einen 1:4-Rückstand gegen die SGV 83 wett und kam noch zu einem Punkt der Moral. Nach einer Kombination durch das Mittelfeld brachte Rodriguez die Gäste in Führung (23.), die Schaffner mit einem haltbaren Distanzschuss ausbaute (25.). Nach einem Ball über die Kette umkurvte Rodriguez TSV-Keeper Wenning und schob ein (38.). Kurz vor dem Seitenwechsel sorgte Stiller nach einer Ecke für Hoffnung im „Sporcher“ Lager (45.), doch Rodriguez hatte noch einen im Köcher, als er nach sauberem Kurzpassspiel ins lange Eck traf (52.). Die Krimm-Elf gab sich nicht geschlagen und verkürzte durch Neukam nach einer Engelhardt-Flanke, die er mit einem satten Volley veredelte, auf 2:4 (65.). Erneut Engelhardt gab die Flanke zum Kopfballtor von Lindner (73.) und Youngster Pires erzielte nach Neukam-Assist den Ausgleich (76.).

Den ersten Aufreger gab es bereits nach fünf Minuten, als Bernardez vor dem Strafraum zu Fall kam und der Schiedsrichter dem letzten BaKi-Mann nur Gelb zeigte. Chancen waren in der ersten Phase des Spiels eher Mangelware und das Spielgeschehen spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Mit der ersten richtigen Chance gingen die Gäste in Führung, als Koricic einen Freistoß aus dem Halbfeld ins lange Eck verlängerte. Im zweiten Durchgang dasselbe Bild: Der Tuspo versuchte nach vorne zu spielen, fand jedoch kaum ein Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste, die auf Konter lauerten. So war es erneut Koricic, der nach schöner Kombination auf 2:0 für BaKi stellte. Dann stand hauptsächlich das Schiedsrichtergespann im Vordergrund, das in einem äußerst fairen Spiel oft eine klare Linie vermissen ließ und dem Tuspo einen offensichtlichen Handelfmeter verweigerte. Marc Schüller / matt

Mehr zum Thema