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Wurzbacher hat mit Obermichelbach noch einiges vor

A-Klasse 8

Der SC Obermichelbach spielt mit seiner ersten Mannschaft nur A-Klasse. Trotz Rückschlägen entwickelt sich etwas.

Der 4:0-Sieg der dritten Bucher Mannschaft gegen den SC Obermichelbach (blaue Trikots) war kein Spaziergang, wie dieser Zweikampf beweist.

 / © Sportfoto Zink

Das Team des SC Obermichelbach hatte zuletzt in der A-Klasse 8 eine schwere Aufgabe vor der Brust. Am dritten Spieltag ging es ins Nürnberger Knoblauchsland, wo die Partie gegen den TSV Buch III auf dem Plan stand.

Die Bucher hatten einen perfekten Start in die aktuelle Saison hingelegt: zwei Spiele, zwei Siege, Tabellenführung. Die Obermichelbacher dagegen kamen eher holprig aus der Sommerpause zurück. Nach dem Ausscheiden im Ligapokal gegen die SG Puschendorf/ Tuchenbach verloren sie beim Punktspielauftakt mit 2:5 gegen Vach II. Erst am zweiten Spieltag gab es mit einem satten 8:1 gegen Seukendorf das dringend erwartete Erfolgserlebnis.

Trainer Klaus Wurzbacher weiß um die Ursachen. "Im Ligapokal scheiterten wir unglücklich im Elfmeterschießen. Außerdem fehlten urlaubsbedingt einige Leistungsträger, so dass die Vorbereitung nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Erst gegen Seukendorf waren wir in der Breite gut aufgestellt." Wurzbacher ist im fünften Jahr Coach in Obermichelbach. Er kam von der DJK Concordia Fürth und war vorher nahezu 20 Jahre in Burgfarrnbach tätig. "Ich fühle mich in Obermichelbach sehr wohl und möchte auch bleiben", erklärt er am Rande des Spiels. Zusammen mit Tibor Antal trägt er die sportliche Verantwortung für die Fürther Landkreiskicker.

Die Zielsetzung formuliert er so: "Wir streben einen Platz unter den ersten Drei an." Mit anderen Worten: Der SCO liebäugelt mit dem Aufstieg in die Kreisklasse. Um dieses Ziel zu realisieren, wird zweimal wöchentlich leistungsorientiert trainiert.

Wurzbacher und Antal arbeiten parallel mit den Kadern der ersten und zweiten Mannschaft. Letztere nimmt in der B-Klasse 9 am Punktspielbetrieb teil. Durch dieses Vorgehen ist es möglich, allen Kickern Spielmöglichkeiten zu geben sowie Talente aus dem Unterbau an die erste Mannschaft heranzuführen. Akteure, die im A-Klassen-Team nicht zum Zug kommen oder nach einer Verletzung zurückkehren, können Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln.

Die Trainingsbeteiligung ist ordentlich. In der Regel nehmen 28 bis 30 Spieler am Übungsbetrieb teil. Es sind überwiegend Eigengewächse, also Jungs, die bereits beim SC Obermichelbach groß geworden sind, darunter auch solche, die bis vor zwei Jahren in der A-Jugend des Vereins kickten. Hinsichtlich der Altersstruktur sieht Wurzbacher eine gute Mischung: "Der Anteil jüngerer Spieler überwiegt. Aber wir haben auch Ü30-Akteure im Kader."

Spieler entscheiden mit

Die Stimmung im Team ist gut. Man trifft sich neben dem Platz zu gemeinsamen Aktivitäten, die die Gruppe zusammenschweißen. Dazu gehören beispielsweise Arbeitsstunden und Mannschaftsabende. Wurzbacher und Antal beziehen die Spieler bewusst aktiv in die sportlichen Entscheidungsprozesse ein.

Auch die Rahmenbedingungen im Verein tragen zu einer familiären Wohlfühlatmosphäre bei. So blickt man voller Stolz auf zwei Top-Plätze mit Rasensprenganlage, die in Eigenleistung und mit Unterstützung eines Sponsors verwirklicht werden konnten.

Zurück zur Begegnung des vergangenen Samstags. Die Heimreise von der Nachbarstadt mussten die Obermichelbacher mit leeren Händen antreten. Die "Bucher Jungs" waren an diesem Tag zu stark. Bei tropischen Temperaturen zeigten sie sich lauffreudig, ließen nur wenig zu und nutzten die sich ihnen bietenden Möglichkeiten konsequent.

Durch jeweils zwei Tore von Markus Schwarzkopf und Stefan Kretzschmar hieß es am Ende 4:0 für die Gastgeber. Buch verteidigte dadurch die Tabellenführung. Obermichelbach muss als aktueller Tabellensechster - zumindest vorerst - wieder kleinere Brötchen backen.

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