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Reichenauer: "Wenn man Woche für Woche, Spiel für Spiel die gleichen Fehler macht..."

Kreisklasse 3

Nach hartem Kampf verliert Kreisklassist FSV Stadeln II die Partie gegen die Sportfreunde Laubendorf mit 3:4.

Patrick Reichenauer steht mit seinem FSV II im Keller der KK3.

 / © Zink/ DaMa

Unterschiedlicher hätte die Stimmungslage der beiden Trainer nach dem Spiel nicht sein können. Während Bernd Jäger von den Sportfreunden Laubendorf sichtlich erleichtert über die drei Punkte in Stadeln war und sich über den Erfolg seines jungen Teams freute, vermochte Patrick Reichenauer vom FSV Stadeln II dem Spiel nur sehr zögerlich etwas Positives abgewinnen.

Frustriert meinte er: „Wenn man Woche für Woche, Spiel für Spiel die gleichen Fehler macht, dann wundert es nicht, wenn man da steht, wo wir jetzt stehen.“ Dabei hätten die Stadelner sehr wohl die Möglichkeit gehabt, gegen den neuen Tabellenführer aus Laubendorf zu bestehen und mehr als nur ein achtbares Ergebnis zu erzielen. Vermeidbare Fehler in der Abwehr, die sich vor allem bei den schnellen Kontern der SF Laubendorf alles andere als sattelfest zeigte, machten die Sturmbemühungen des Teams um die Routiniers Artur Boxler und Angelo Walthier immer wieder zunichte.

Wacklige Abwehr

Der für seine offensive Ausrichtung bekannte Bernd Jäger hat für die Sportfreunde ein Saisonziel ausgegeben: „Uns fehlen noch 15 Punkte, damit wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“ - wobei dies nicht als Überheblichkeit missverstanden werden sollte, sondern vielmehr Ausdruck der Erfahrung ist, die Jäger unter anderem beim DFB und beim BFV gesammelt hat. Wichtigster Erfolgsfaktor ist für ihn das Engagement und der Zusammenhalt seiner jungen Mannschaft. „Wir haben teilweise bis zu 30 Spieler im Training der Ersten, die sich alle gegenseitig hochpuschen.“ Nach der in Stadeln gezeigten Leistung sollte das Saisonziel jedenfalls bald erreicht sein.

Laubendorf begann gewohnt druckvoll und setzte Jägers Offensivphilosophie hervorragend um. Drei hochkarätige Chancen standen bereits nach sieben Spielminuten zu Buche. Immer wieder konnte sich der Laubendorfer Sturm in Szene setzen und ging folgerichtig durch Markus Knies nach etwas mehr als 15 Minuten mit 1:0 in Führung. Stadeln verstärkte in der Folgezeit seine Offensivbemühungen und kam zu einigen guten Möglichkeiten. Nach 31 Minuten verhinderte nur die Querlatte des Laubendorfer Gehäuses den Ausgleich. Während einige Spieler noch sichtlich enttäuscht über den verpassten Ausgleich waren, setzte Laubendorf zu einem blitzschnellen Konter an, den Horneber erfolgreich zum 2:0 abschließen konnte.

Direkt vom Anstoßpunkt gelang den Stadelnern der Anschlusstreffer durch Thilo Abudo, der zu diesem Zeitpunkt verdient war. Nach der Halbzeit sahen die Zuschauer Chancen auf beiden Seiten und in der 60. Minute den umjubelten Ausgleich durch Florian Kohl. Die verletzungsbedingte Auswechslung des auffälligsten Stadelner Spielers, Artur Boxler, Mitte der zweiten Halbzeit führte allerdings zu einem Bruch im Spiel der Hausherrn. Plötzlich klappten selbst einfache Pässe nach vorne nicht mehr, und das Mittelfeld konnte dem zunehmenden Druck der Gäste nur wenig entgegensetzen - zu wenig.

Die Gäste kamen zu immer mehr Chancen und gingen durch das zweite Tor von Marcus Knies und Luca Horneber mit 4:2 in Führung. Stadeln erzielte zwar kurz vor Schluss durch Angelo Walthier den Anschlusstreffer zum 3:4, den Sieg ließen sich die Sportfreunde aus Laubendorf jedoch nicht mehr nehmen. Das Team des FSV wird sich im Defensivbereich deutlich verbessern müssen, um gegen offensiv starke Teams zu bestehen. Sollte dies gelingen, ist auch gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel mehr möglich, als dies gegen Laubendorf der Fall war. Coach Patrick Reichenauer meinte denn auch prompt, dass eine hinten sattelfeste Mannschaft für ihn den „Schlüssel für eine gute Saison“ darstellt.

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