Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Pirdal: "Du musst jeden Punkt mitnehmen, den du kriegen kannst"

Vorschau Kreisliga 2 12. Spieltag

Auch am Tag der Deutschen Einheit wird gespielt. Trotzdem will Spitzenreiter SpVgg Mögeldorf das Duell mit der Turnerschaft zum Feiertag machen. Die Elf von Akin Bölük dagegen soll und will eine Reaktion zeigen. Der FC Bayern Kickers will gegen die SGV 83 den Druck hochhalten, während Vatanspor in das türkische Derby mit TSCS II geht, wo Coach Ahmet Dönmez auf alte Bekannte trifft. Auch bei der DJK Falke wird ein Derby angepfiffen. Gegner ist der Post SV. Der SV Burggrafenhof will gegen Poppenreuth nachlegen und Eibach muss gegen Hajduk einige Leistungsträger ersetzen. Tuspo Nürnberg will den Anschluss gegen Stein nicht verlieren und der ASV Fürth empfängt den TSV Buch II zum Duell auf Augenhöhe. Dieses Spiel wird bereits um 14 Uhr angepfiffen, während der Rest des Spieltags am Donnerstag ab 15 Uhr loslegt.

Co-Trainer Oguz Pirdal (rechts, hier zusammen mit Chefcoach und Vater Birol Pirdal) will in dieser Woche noch zwei Siege sehen.

 / © Matthias Janousch

Da die Stadt Nürnberg die Deutschherrnwiese gesperrt hatte, verlebte der ASV Fürth ein nicht geplantes freies Wochenende. „Nach der unfreiwilligen Pause (aus welchem Grund auch immer) erwartet uns mit Buch II eine Mannschaft, die einen Punkt besser dasteht als wir. Es bleibt abzuwarten, wie der Gegner personell aufschlägt, aber ich erwarte ein enges Spiel“, erklärt ASV-Coach Reinhold Fischer vor dem Duell auf Augenhöhe. „Mittlerweile sind die Fronten ja abgesteckt und man sieht, wer sich alles mit den Niederungen der Tabelle abfinden wird und da gehören wohl beide Teams dazu. Darum erwarte ich ein intensives Spiel um diese drei Punkte, denn die Bucher haben bis auf Cadolzburg in jedem Spiel getroffen, das ist mir Warnung genug.“ Jenes Spiel gegen die „Sporcher“ lässt TSV-Trainer Jörg Awerkow noch einmal Revue passieren. „Nachdem wir im Nachholspiel gegen den Post SV das beste Saisonspiel gemacht haben und unglücklich in der Schlussminute noch das 2:3 hinnehmen mussten, ging uns gegen Cadolzburg die Puste aus. Schafften es leider nicht zwingend vor das gegnerische Tor zu kommen und hinten wurden zwei individuelle Fehler eiskalt verwertet.“ Nun richtet er den Blick auf die kommende Aufgabe. „Nun geht es gegen ASV Fürth: Der Absteiger, der sich wahrscheinlich auch ein wenig mehr erhofft hat. Mit einem Dreier wollen wir uns vom ASV absetzen und so, wie ich meinen jungen Haufen kenne, werden sie auch wieder zu ihrer Stärke finden“, geht Awerkow mit Optimismus in die Partie an der Magazinstraße.

Im Waldsportpark gastiert am Donnerstag der KSD Hajduk, der eine unglückliche 0:1-Niederlage gegen BaKi einstecken musste. „Das Team von Adian Mesek rangiert mit zwei Punkten mehr auf dem Konto vor uns in der Tabelle. Leider müssen wir auch in diesem Spiel an der Aufstellung basteln, da einige Spieler nicht zur Verfügung stehen. Hofmann, Bandi und Wiesenmayer fallen definitiv aus und natürlich auch Maxim Wagner, der nach seiner Roten Karte vom vergangenen Sonntag längere Zeit gesperrt wird“, gibt DJK-Coach Christian Hüttl zu Protokoll. „Ich denke aber, dass wir trotz der Ausfälle eine konkurrenzfähige Truppe aufs Feld schicken werden, die versuchen wird, die gute Heimbilanz mit einem Sieg gegen Hajduk aufrechtzuerhalten.“ Dort sind die Eibacher in dieser Saison nämlich noch ungeschlagen.

Mit dem von Keeper Uwe Dietz festgehaltenen 1:0-Sieg über Hajduk ist der FC Bayern Kickers dick im Geschäft. Nun kommt mit der SGV 83 aber der nächste große Prüfstein. „Wir erwarten mit der SGV einen sehr spielstarken Gegner am Donnerstag. Es werden wieder Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Wir dürfen keine Phase im Spiel haben, wo die Konzentration nachlässt, sonst kann es ziemlich schnell böse enden“, warnt BaKi-Coach Saim Kök. Sein Gegenüber Dirk Wagler hadert noch mit der 1:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen Primus Mögeldorf. „Leider ist es uns nicht gelungen gegen Mögeldorf zu punkten. Individuelle Fehler in der Defensive und eine fehlende Chancenverwertung haben uns scheitern lassen. Trotzdem haben wir einmal mehr erkannt, dass wir auch gegen obenstehende Mannschaften mithalten können.“ Damit ist auch klar, wo der Hebel angesetzt werden muss. „Wenn wir uns noch in den angesprochenen Dingen verbessern, können wir in den nächsten Spielen den Kontakt zur Spitze halten. BaKi schätze ich ähnlich wie Mögeldorf ein. Somit eine neue Chance für uns, es besser zu machen.“

Einige bekannte Gesichter erwartet Vatan-Coach Ahmet Dönmez im Duell mit Türkspor/Cagrispor II. „Das türkische Derby steht vor der Tür, für mich ein besonderes Spiel, da ich damals Dergahspor trainierte und einige Akteure aktuell mit dem geänderten Namen TSCS noch aktiv sind. Soner (Anm.: Calisir), der noch unter mir Spieler war und jetzt die Zweite trainiert, hat sich natürlich den Tabellenplatz besser vorgestellt, jedoch darf man nicht vergessen, dass die Zweite immer wieder Spieler für die Erste bereitstellen und ausbilden muss. Einen festen Kader konstant einzuspielen ist da schwer, hinzukommen dann die Zeiten mit Urlaubern usw“, relativiert Dönmez den Tabellenplatz des Gegners. Aktuell ist die Fusionself auf dem vorletzten Rang notiert. „Wir haben die Chance am Donnerstag auf Platz 1 zu springen (die Konkurrenz hat auch schwere Aufgaben vor der Brust), denke dies ist eine extra Motivation für Donnerstag. Für mich wird es jedoch, nüchtern betrachtet, trotzdem ein Spiel werden wie alle anderen auch. Wir haben eine junge Mannschaft mit Spielern aus verschiedenen Ländern, daher wird dieser Derbycharakter nicht von allen gelebt“, lässt Dönmez die Emotionen außen vor. „Hier zählen nur die Punkte, und diese haben beide Seiten sehr nötig. Leider haben wir drei bis vier Ausfälle verletzt und hochzeitsbedingt, jedoch haben wir einen breiten, guten und fitten Kader. Ich bin voll überzeugt von meinen Jungs, dass diese wieder die taktischen Vorgaben gut umsetzen und auch ihre eigene Kreativität zum Spiel beitragen werden.“

Derbyzeit ist in der SDN-Arena, wenn die heimische DJK Falke den großen Nachbarn Post SV empfängt. Allerdings kassierte die Elf von Detlef Lorenz in der umgetauften Heimspielstätte zuletzt in buchstäblich letzter Sekunde eine 1:2-Niederlage. „Leider standen wir im letzten Punktspiel am Schluss wieder einmal mit leeren Händen da. Individuelle Fehler kurz vor Schluss brachten uns erneut auf die Verliererstraße. Man merkt nun langsam auch das schwindende Selbstvertrauen und den Glauben an sich selbst.“ Da kam das spielfreie Wochenende zur rechten Zeit. „Zum Glück waren wir am letzten Sonntag spielfrei und konnten gut trainieren, auch lichtet sich unser Lazarett so langsam. Nun gilt es am Donnerstag gegen Post mal wieder den Bock umzustoßen. Dies wird sicherlich keine leichte Aufgabe, da sich der Gegner im Kampf um einen Aufstiegsplatz befindet.“ Der Post SV spielt mit um die Aufstiegsränge, was für Co-Trainer Oguz Pirdal keine große Überraschung bedeutet. „Wir haben es ja vor der Saison schon angedeutet. Es hat länger gedauert, aber ich denke jetzt sind alle Top-Teams auf der Höhe und bieten sich bis zum letzten Spieltag einen Kampf um den Titel“, wagt er eine Prognose zum Saisonausgang. „Mittlerweile musst du jeden Punkt, den du kriegen kannst, mitnehmen, egal gegen wen. So auch wieder gegen Falke und dann Hajduk am Wochenende. Manchmal muss man sich das Glück wieder erspielen, wenn man es verliert. Unser Ziel waren zehn Punkte aus fünf Spielen, jetzt sind wir bei vier Zählern und haben noch zwei Partien.“ Die volle Punktzahl soll es nun also werden.

Das 5:0 bei der Turnerschaft kam unverhofft, aber nicht minder zur rechten Zeit für den SV Burggrafenhof, der damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen konnte. „Wir wollen nachlegen“ ist denn auch das Credo für Juri Judt für das Duell gegen den SV Poppenreuth, der sich zwar nicht mit Ruhm bekleckerte, aber am Ende stand ein 5:3-Sieg über Tuspo Nürnberg, und den Dreier nimmt der Elf von Trainer Peter Meier niemand mehr. „Wir haben gegen Tuspo schlecht gespielt, aber gewonnen, nur das Ergebnis zählt. Wir müssen uns jetzt unbedingt steigern, um den nächsten Dreier gegen Burggrafenhof zu holen und den Abstand zu den hinteren Plätzen zu halten. Danach haben wir zwei richtige Brocken vor der Brust.“ Damit spielt der Coach auf die SpVgg Mögeldorf und den FC Bayern Kickers an.

Tuspo Nürnberg ist zwar weiterhin Tabellenletzter und das wird sich auch nach dem Feiertag nicht ändern, da der Rückstand auf den vorletzten Rang vier Punkte beträgt, aber zuletzt schrammte man jeweils knapp am nächsten Punktgewinn vorbei. Nun erwartet die Kett-Elf den FC Stein in der Nordstadt, der bisher eine gute Saison spielt, zuletzt aber gegen Vatanspor mit 0:4 klar den Kürzeren zog.

Elf Spiele, 25 Punkte. Es läuft bei der SpVgg Mögeldorf 2000. Mit Kapitän Tobias Ubrig stellt die Frey-Elf zudem den aktuell besten Torschützen (10 Treffer). Einzig ein Elfmeterschütze fehlt. Also einer, der trifft. Bisher hat gefühlt ganz Mögeldorf bereits einen Strafstoß schießen dürfen, ein einziger wurde verwandelt. Vielleicht klappt es ja gegen die Turnerschaft besser, sollte ein Elfmeterpfiff ertönen. „Vor heimischer Kulisse treffen wir auf den nächsten spielstarken Gegner, der momentan hinter seinen tabellarischen Erwartungen bleibt. Gegen die fußballerische Klasse der TS-Spieler werden wir alles Können aufbieten müssen, um unseren „ungeschlagenen Heimnimbus“ zu wahren“, weiß Coach Norbert Frey. Die Elf von Akin Bölük musste zuletzt eine krachende 0:5-Pleite zu Hause gegen Burggrafenhof hinnehmen. „Wir müssen uns deutlich steigern. Momentan fehlen uns unsere Schlüsselspieler (verletzungsbedingt). Zwei Spiele folgen nun, die wir als klarer Außenseiter bestreiten werden.“ Nach Mögeldorf wartet mit dem FC Bayern Kickers der nächste schwere Brocken. Trotzdem will Spielertrainer Akin Bölük ein anderes Team auf dem Platz sehen. „Ich erwarte eine klare Reaktion nach der 0:5-Pleite - trotz Verletzungspech.“

Mehr zum Thema