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Mögeldorf und Vatan marschieren – Reiser wird zum Derbyhelden

Kreisliga 2 12. Spieltag

Einfach nicht zu schlagen ist die SpVgg Mögeldorf 2000, die gegen die Turnerschaft Fürth mit 4:1 gewann. Drei Punkte dahinter folgt Vatanspor, das das türkische Duell mit TSCS II dank eines diskussionswürdigen Kalender-Tores mit 1:0 für sich entschied. Im Verfolgerduell kassierte der FC Bayern Kickers gegen die SGV 83 eine 0:4-Pleite. Auch der Post SV musste sich im Derby bei der DJK Falke mit 0:2 geschlagen. Max Reiser erzielte beide Treffer. Nach dem 5:0-Sieg gegen die Turnerschaft unterlag der SV Burggrafenhof mit dem gleichen Ergebnis dem SV Poppenreuth. Ebenfalls mit 5:0 gewann Schlusslicht Tuspo Nürnberg gegen den FC Stein. Jeweils mit einem 1:1-Remis trennten sich der ASV Fürth und der TSV Buch II sowie die DJK Eibach und der KSD Hajduk.

Im Derby gegen den Post SV bewies Max Reiser (am Ball), dass in ihm doch ein kleiner Torjäger schlummert.

 / © Janousch

In einem Spiel auf überschaubarem Niveau begegneten sich der ASV Fürth und der TSV Buch II. Man hatte den Eindruck, dass der ASV nicht wollte, während die Bucher Jungs nicht konnten. Nach einem Patzer von ASV-Keeper Döllfelder, der am Ball vorbeigriff, nickte Partzsch zur Bucher Führung ein (28.). Mit dem ersten vernünftig vorgetragenen Angriff der Fischer-Elf gelang der Ausgleich. Knauer bediente Ballatore, der nur noch einschieben musste (35.). Nach einem überflüssigen Einsteigen gegen Maußner zeigte der Schiedsrichter folgerichtig auf den Punkt. Wolf scheiterte aber an Buch-Keeper Pfann (39.). Auch aufgrund der Gelb-Roten Karte gegen Kromm wegen Meckerns (50.) stellte der ASV im zweiten Durchgang die feldüberlegene Mannschaft. Bis auf einen Weitschuss von Ballatore aus 30 Metern, der knapp am leeren Tor vorbeiflog, kreierte man aber kaum größere Torchancen.

Die Hausherren übernahmen von Beginn an die Initiative und stellten die Steiner früh zu. Mit der ersten richtigen Großchance belohnte sich die Kett-Elf durch einen Distanzschuss von Käsmann, dessen Hammer von der Unterkante der Latte ins Tor sprang (16.). Danach spielten auch die Gäste mit, ohne jedoch gefährlich vor das Tor der Ziegelsteiner zu kommen. Nach einem Eckball von White stand Müller goldrichtig und erhöhte noch vor der Pause per Kopf auf 2:0 (45.). Die Hausherren kamen auch besser in den zweiten Durchgang und erhöhten sehenswert durch einen Bernardez-Freistoß auf 3:0 (48.). Man merkte den Steinern nun an, dass sie sich mit der Niederlage abgefunden hatten. So erhöhte Braun nach einer Standardsituation per Kopfball auf 4:0 (76.). Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Schüller, der mit einem sehenswerten Distanzschuss den Gäste-Keeper Manz überraschte (90.). // Marc Schüller

Leistungsgerecht trennten sich Eibach und Hajduk mit einem 1:1-Remis. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Die erste Eibacher Chance hatte Janetzky. Nach Neuerburg-Vorlage schoss der Stürmer drüber (7.). Zwei Minuten später fand Neuerburg am langen Pfosten Martini, der den entscheidenden Schritt schneller war und einnetzte. Die Freude währte nur kurz. Jelec spielte den Ball nach außen, von dort kam er an den langen Pfosten, wo Roso goldrichtig stand (11.). Wenig später konnte sich DJK-Schlussmann Hufnagel dreimal gegen Jelec und Aziri auszeichnen (13.). Zum Schluss lenkte er den Ball mit den Fingerspitzen an die Latte. In der zweiten Hälfte wogte das Spiel hin und her. Ein Jelec-Kopfball ging drüber (47.), Gavran schoss daneben (60.). Janetzky wurde im letzten Moment noch gestoppt (65.) und auch Hauenstein nach doppeltem Doppelpass schoss daneben (70.).

Die SpVgg Mögedorf war schnell im Spiel und hatte bei Kiefers Lattenkopfball Pech (3.). Auch in der Folge hatte die Frey-Elf leichte Vorteile und ging kurz vor der Pause in Führung. Bielz schlug einen langen Ball in Richtung Rein, der TS-Keeper Ünal überlupfte (45.). In der zweiten Hälfte glichen sich die Verhältnisse. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Bulut, der nach starkem Pass alleine vor SpVgg-Keeper Hufnagl auftauchte und an diesem scheiterte (62.). Praktisch im Gegenzug verwandelte Grätz einen Freistoß aus 23 Metern mithilfe des Innenpfostens (63.). Wenig später stellte Mjestri den Anschluss her, als die Fusionself einen Ball nicht klären konnte (69.). Die Entscheidung besorgte Renn nach Querpass von Tobias Ubrig (77.). Und dann gab es noch eine Premiere. Nach Foul an Schinner verwandelte Youngster Lunz den fälligen Elfmeter- und zwar völlig souverän (88.).

Von der ersten bis zur 90. Minute kontrollierten starke Gäste das Spiel im Prinzip nach Belieben, während die Hausherren einen rabenschwarzen Tag erwischten und keine einzige echte Torchance verbuchen konnten. Schon nach zwei Minuten nahm das Unheil für BaKi seinen Lauf: Der schlampige Spielaufbau wurde bestraft, auch wenn der Abschluss von Rodriguez mit Glück im Tor landete. Martin Lorenz verpasste wenig später den Doppelschlag, ehe Rodriguez knapp verzog (16.). Die Kök-Elf hatte weiter keinerlei Zugriff aufs Spiel. Dies zeigte sich auch in Minute 26, als Lorenz durchs Zentrum freigespielt wurde und cool zum 0:2 abschloss. Erst nach der Pause gestaltete sich das Match etwas ausgeglichener, Torchancen gab es aber weiterhin nur für den Gast: Rührer scheiterte gar per Foulelfmeter an Torwart Dietz (81.). Steininger (82.) und Hofbauer (86.) machten den Deckel drauf. // Marco Galuska / fussballn.de / matt

Einen Arbeitssieg landete Vatanspor im türkischen Derby mit Türkspor/Cagrispor II. In einem fairen Spiel entwickelte sich eine zähe Partie. Keine Mannschaft wollte den ersten Fehler machen. Es war nur wenig davon zu spüren, dass die beiden Teams gleich mehrere Tabellenplätze trennte. Vielmehr begegneten sie sich auf Augenhöhe. Das entscheidende Tor fiel nach etwa 73 Minuten. Kalenders Freistoß landete an der Unterkante der Latte. Von dort prallte der Ball hinter die Linie, wie der Linienrichter gesehen haben wollte, was für reichlich Diskussionsstoff sorgte, vor allem im Lager der Gäste. Auf Vorarbeit von Deniz Arici trat Kalender eine Direktabnahme aus neun Metern neben das Tor (83.) und auch Enes Aricis Schuss ging über den Kasten (86.). Vatan-Keeper Memet lenkte einen Freistoß von Aydogdu noch über die Latte und hielt somit den knappen Erfolg der Dönmez-Elf fest.

Zu Beginn war der Post SV die bessere Mannschaft, Chancen blieben jedoch Mangelware. Erst in der 27. Minute hatte Arzberger nach einer Poster Ecke per Direktabnahme ans Außennetz die erste Torchance. Fünf Minuten später versuchte es Amorim mit links (!), schoss aber drüber. Ein Daschner-Lupfer in den Lauf von Amorim wurde zur Beute für Post-Keeper Tischhöfer (36.). In der 39. Minute waren sich Tischhöfer und Bitoulas uneins, wer den Ball nehmen sollte. Reiser spritzte dazwischen und schob ein. Danach glänzte Falke-Keeper Fleischmann, der gleich mehrere Großchancen der Pirdal-Elf zunichtemachte. Nach Wiederanpfiff traf wieder Reiser nach einer Kopie des ersten Tores (51.). Letztlich hielt Fleischmann den Sieg fest mit starken Paraden (72., 85., 86.). Wiesinger und Alp kassierten noch die Ampelkarte. Ein Tritt Wiesingers gegen die Eckfahne führte noch zur Rudelbildung.

Nach dem letzten beachtlichen Erfolg vom Sonntag, als Burggrafenhof bei der Turnerschaft Fürth mit 5:0 gewann, war der SVB voller freudiger Erwartung, doch am Ende musste sich die Judt-Elf mit dem gleichen Ergebnis geschlagen geben. Die erste Hälfte standen sie auch recht gut dar. Dennoch hatten die Gäste bessere Erfolgschancen. Den Führungstreffer erzielte Steuber durch einen leichten Fehler der Hüfer Abwehr. Kurz vor der Halbzeit war es Dominik Döll, der von der Strafraumlinie abzog und an SVB-Keeper Müller vorbei einnetzte. Nach dem Wiederanpfiff war der SVB anscheinend etwas ermüdet und langsam im Spiel. Mal wieder die Ungenauigkeit und nicht vorhandene Schnelligkeit verhalf Poppenreuth ihr Spiel aufzubauen. Döll erhöhte erstmals in der zweiten Hälfte entgegen der Laufrichtung von Müller. Russo und Meier konnten ohne SVB-Gefahr die weiteren Treffer erzielen. Friederike Weißer / matt

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