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Mögeldorf gegen Vatanspor: Das Spitzenspiel der verpatzten Generalproben

Vorschau Kreisliga 2 21. Spieltag

Erster gegen Zweiter: Die Augen richten sich nach Mögeldorf, wo der Primus auf den Tabellenzweiten Vatanspor trifft. Dahinter versucht der FC Bayern Kickers gegen den ASV Fürth den Abstand zu verkürzen, während die SGV 83 ihr spielfreies Wochenende verlebt. Cadolzburg tritt diesmal in Eibach an, der KSD Hajduk misst sich mit der DJK Falke und Poppenreuth erwartet die Zweitvertretung von Türkspor/Cagrispor. Den Abstand nach hinten vergrößern wollen die Turnerschaft Fürth und der TSV Buch II im direkten Duell, während der Post SV gegen den FC Stein nachlegen will. Im Kellerschlager trifft der SV Burggrafenhof auf Tuspo Nürnberg.

Die SpVgg Mögeldorf (hier gegen BaKi) hat am Sonntag Vatanspor zum Topspiel zu Gast.

 / © Sportfoto Zink

Immerhin einen Punkt ergatterte die DJK Eibach bei ihrem Auswärtsauftritt in der SDN-Arena der DJK Falke. „Beim letzten Heimspiel in diesem Jahr müssen wir uns gegenüber dem Spiel am vergangenen Wochenende enorm steigern, wenn wir gegen Cadolzburg bestehen wollen. Zwar konnten wir uns einige gute Chancen erarbeiten, haben diese aber fahrlässig liegen lassen. Zudem hat in der Defensive des Öfteren die Ordnung gefehlt“, resümiert Interimstrainer Alex Bühringer und mahnt seine Truppe. „Sollten wir keine Leistungssteigerung an den Tag legen, wird die starke Heimleistung in dieser Saison einen herben Dämpfer erfahren.“ Sein Gegenüber Manfred Krimm kann derweil entspannt nach Eibach fahren. „Wir wissen um die Heimstärke der DJK. Mit unseren 32 Punkten liegen wir weit über unserem Soll. Darum fahren wir nach Eibach, um hier auch zu punkten.“

Es ist angerichtet. Am Sonntag trifft mit der SpVgg Mögeldorf 2000 der Primus auf den Tabellenzweiten Vatanspor. Echte Spannung an der Spitze wird aber auch danach nicht eintreten, da sich die Frey-Elf einen Vorsprung von acht Punkten angefuttert hat. Dieser könnte sogar noch größer sein, wenn Ubrig und Co. nicht am vergangenen Wochenende gegen den ASV Fürth mit 0:1 verloren hätte. Die erste Niederlage der Saison blieb ein Schönheitsfleck, da Verfolger Vatan gegen den SV Burggrafenhof ebenfalls verlor. „Im letzten Heimspiel des Jahres treffen wir auf den Tabellenzweiten Vatanspor. Diese Spiele waren in der Vergangenheit immer enge und sehr umkämpfte Spiele. Ich brauche bei meiner Mannschaft dieses Mal nicht groß zu mahnen, da jeder weiß, dass dies eine Spitzenmannschaft ist und die bessere Tagesform entscheidend sein wird. Wir hoffen auf viele Zuschauer und Fans“, erklärt SpVgg-Coach Norbert Frey voller Vorfreude. Im Hinspiel stand übrigens ein 2:2 auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel am Stadionnebenplatz.

Der SV Burggrafenhof feierte zuletzt einen Überraschungscoup. Mit 2:1 triumphierte die Elf von Juri Judt beim Tabellenzweiten Vatanspor. „Wir wollen natürlich am Sonntag nachlegen“, geht Judt mit breiter Brust in das Kellerduell mit Tuspo Nürnberg. Für beide Teams zählt dabei nur der Dreier.

Dem KSD Hajduk kam das spielfreie Wochenende entgegen, schließlich befand sich die Truppe von Adrian Mesek in einer kleinen Ergebniskrise. Nun kommt die DJK Falke, bei der sich in dieser Saison Licht und Schatten abwechseln. „Falke wird - denke ich - alles dafür tun, dass sie den Winter nicht auf den Abstiegsrängen verbringen. Das ist eine Mannschaft, die über das Kollektiv kommt. Jedoch wollen wir, bevor wir in die Winterpause gehen, die Top Fünf erreichen. Da muss am Sonntag ein Sieg her“, hat Mesek ein klares Ziel vor Augen. Falke-Coach Detlef Lorenz musste zuletzt ein 1:1-Remis gegen die DJK Eibach quittieren. „Am vergangenen Wochenende haben wir eine große Chance auf einen Heimsieg vertan. Selbst in Überzahl konnten wir die tapfer kämpfenden Eibacher nicht überwinden und so stand am Schluss ein gerechtes Unentschieden.“ Lorenz richtet den Blick auf die kommende Aufgabe. „Am nächsten Spieltag erwartet uns mit Hajduk ein spielstarker Gegner. Auf heimischem Kunstrasen möchte die Mannschaft sich sicherlich für die Niederlage aus der Vorrunde revanchieren. Auf dem für uns ungewohnten Geläuf wird es sicher schwer, etwas Zählbares mitzunehmen.“

Nach drei Niederlage in Folgen feierte der SV Poppenreuth mit Comebacker Christoph Weiner im Tor zuletzt zwei Siege. „Wir haben wieder in die Spur zurückgefunden, wenn auch nicht alles so läuft, wie ich es mir vorstelle. Jetzt gilt es, nachzulegen und endlich auch Zuhause wieder mal drei Punkte zu holen.“ Der letzte Heimsieg liegt nämlich schon über einen Monat zurück. Den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen konnte die Zweivertretung von Türkspor/Cagrispor dank des 1:0-Sieges im Nachholspiel beim ASV Fürth. Mit einem weiteren Dreier wäre der Relegationsrang in Reichweite.

Ein Befreiungsschlag gelang dem Post SV mit dem 4:1 bei Tuspo Nürnberg. Routinier Stefan Kühnlein war mit drei Treffern dabei der überragende Mann. „Wir wollen die Runde ordentlich beenden und mit gutem Gewissen in die Pause abtreten. Wir wissen, dass die nächsten Spiele für uns sehr wichtig sind“, hebt Co-Trainer Oguz Pirdal mahnend den Zeigefinger. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir leicht nach unten abrutschen können. Das müssen wir auf jeden Fall verhindern.“ Beim FC Stein wartet man seit dem 6. Oktober auf den nächsten Sieg. Personelle Probleme sind weiterhin unverkennbar. „Unsere Lage ist mittlerweile sehr bedrohlich, das sollte nun auch den Letzten bewusst sein. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man die letzten drei Spiele mit einem Tor Unterschied verliert, aber wir müssen alle nochmal eine Schippe drauflegen, um endlich den Negativtrend zu stoppen und ein Erfolgserlebnis zu feiern. Wir sind fast schon dazu gezwungen, die letzten beiden Spiele zu gewinnen, um nicht das rettende Ufer aus den Augen zu verlieren“, fordert Thomas Eckert ein anderes Gesicht seiner Truppe.

Die Turnerschaft Fürth konnte sich vom Abstiegsrelegationsrang lösen. Gesichert ist die Karali-Elf aber noch lange nicht, weshalb Caglar, Bölük und Co. gegen den TSV Buch II nachlegen wollen. Auf die leichte Schulter sollte man den TSV Buch II aber nicht nehmen, der inzwischen in der Liga angekommen zu sein scheint. Awerkow: "Gegen die SGV zeigten wir wieder einmal mehr Nehmerqualitäten. Zur Halbzeit lagen wir durch einen Sonntagsschuss und einem Fehler mit 0:2 hinten. Nach der Pause konnten wir gleich einen Fehler der SG zum Anschlusstreffer nutzen. Anschließend passierte lange nichts mehr und kurz vor Schluss gelang uns der noch überraschende Ausgleich. Am Wochenende haben wir es mit einem direkten Konkurrenten zu tun. Wir wollen das gewonnene Selbstvertrauen der letzten Wochen nutzen, um auch gegen die TS Fürth zu punkten."

Der FC Bayern Kickers konnte sich zuletzt bis auf Rang vier vorarbeiten. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang. Die Kiymaz-Aydin-Truppe hat aber noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Nun wartet der wiedererstarkte ASV Fürth, der allerdings am Donnerstag seine Siegesserie beenden musste. 0:1 hieß es nach 90 Minuten gegen TSCS II. Schlimmer wiegt allerdings die Tatsache, dass die etatmäßige Innenverteidigung, Florian Knauer und Thorsten Klaski, verletzt vom Feld musste und im Jahr 2019 wohl nicht mehr eingesetzt werden kann. Die Siegesserie war für Coach Reinhold Fischer sowieso nur eine „Momentaufnahme, die sich wieder ändern kann und auch wird. Wir haben uns dringend nötige Punkte erarbeitet, die uns aus der Abwärtsspirale geholt haben, mehr auch nicht. Ich werde die Ergebnisse auch nicht überbewerten, aber sie spiegeln die Leistung der letzten Wochen wider.“ Nun trifft Fischer mit seinen Schützlingen auf den FC Bayern Kickers, zu dem er ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. „Zu BaKi hab ich ja ein sehr gutes Verhältnis und zudem hat mit Ahmet Aydin (aktuell zusammen mit Kadir Kiymaz) ein ehemaliger Spieler aus gemeinsamen Vacher Zeiten das Traineramt übernommen und dort erwartet uns keine leichte Aufgabe, das beweisen die letzten Ergebnisse von ihnen.“ Doch Gastgeschenke will Fischer nicht mitbringen. „Sollten sie auf die Rückkehr in die Bezirksliga schielen, so haben sie gegen uns nichts zu verschenken und dementsprechend erwarte ich einen fokussierten Gegner, der mit zwei Spielen in der Hinterhand zum Zweiten aufschließen kann.“

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