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Segringen-Coach Bernd Strauss: "Ich spiele lieber 4:4 als 0:0"

Kreisliga 1

Der SV Segringen befindet sich aktuell im Tabellenmittelfeld. Das Torverhältnis liest sich hingegen spektakulär. In der Rückrunde sollen taktische Veränderungen weiterhelfen.

Der Trainer des SV Segringen Bernd Strauss (hier noch beim SV Mosbach) kündigt taktische Veränderungen in der Rückrunde an.

 / © Sportfoto Zink

In der Hinrunde der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe 1 fiel der SV Segringen vor allem durch seine Tore auf - jedoch auf beiden Seiten. Stolze 62 Treffer erzielte die Mannschaft von Trainer Bernd Strauss, mehr hat nur Spitzenreiter Arberg (74). Ebenso 62-mal fiel der Ball aber auch in das eigene Netz. Damit ist man gleichzeitig die Schießbude der Liga. Trotz der Defizite in der Defensive ging Strauss mit einem guten Gefühl in die Winterpause. "Wir haben die verletzungsbedingten Ausfälle sehr gut kompensiert und sehr viele Tore geschossen", lobt der Trainer seine Mannschaft. Mit 31 Punkten nach 19 Spielen steht der SV aktuell auf dem siebten Tabellenrang und könnte schon bald die Vorjahrespunktzahl - 39 Zähler - erreichen.

Die Gründe für die torreichen Ergebnisse sieht Strauss in der offensiven Ausrichtung seiner Mannschaft. Von dieser ist der Trainer grundsätzlich überzeugt: "Ich spiele lieber 4:4 als 0:0. Ich bevorzuge das Offensivspiel, deshalb stelle ich auch offensiv auf", erklärt Strauss. Dennoch ist er sich bewusst, dass die Ausrichtung auch Gefahren birgt: "Durch unsere offensive Spielweise waren wir in der Hinrunde sehr konteranfällig. Auch leichtsinnige Fehler im eigenen Ballbesitz haben immer wieder zu Gegentoren geführt."

In der Winterpause hat der SV Segringen auf Neuzugänge verzichtet. Lediglich zwei Spieler kommen aus längeren Verletzungspausen zurück und sollen den Konkurrenzkampf anheizen. An ihrem Offensivdrang wollen die Segringer grundsätzlich nichts ändern. Um die Gegentore in der Rückrunde zu reduzieren, will Strauss in der Vorbereitung jedoch an der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft arbeiten. "Wir wollen unsere Probleme nicht hinnehmen, sondern daran arbeiten." Eine Dreierkette könnte die Defensivprobleme des SV lösen. "Mit einer Dreierkette hätten wir einen Mann mehr in der Defensive und wären damit bei Kontern nicht mehr so anfällig." Die taktische Neuausrichtung dürfte aber noch ein bisschen Zeit beanspruchen. Schwierige Wetterverhältnisse sorgen dafür, dass die Trainingsplätze in Segringen derzeit ungeeignet für das Einüben taktischer Abläufe sind.

Ein bisschen Zeit hat die Strauss-Elf noch. Erst am 15. März startet der SV wieder in den Spielbetrieb. Dann geht es auswärts gegen den TSC Neuendettelsau, der aktuell den neunten Tabellenplatz belegt und mit einem Torverhältnis von 36:36 für vergleichsweise weniger Spektakel steht. Ob die Zuschauer eine auf mehr Sicherheit bedachte Segringer Truppe oder doch wieder ein Torspektakel zu sehen bekommen, wird spannend zu beobachten sein.

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