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Leutershausen-Coach Kromidas sieht "enorme Fortschritte" - TV-Torhüter Schuberts "zu Null"-Strategie

Kreisliga 1

Der TV 1862 Leutershausen ist bisher die Überraschungsmannschaft in dieser Kreisligasaison. Nicht nur mit der Punkteausbeute sondern auch mit der Defensivarbeit konnte der TV bisher überzeugen.

In der ersten Saisonhälfte hatte Leuterhausen-Trainer Mihail Kromidas (links) nur wenig zu meckern. Seine Mannschaft belegt aktuell den vierten Tabellenplatz.

 / © TV 1862 Leutershausen

Wenn man in dieser Saison auf die Tabelle der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe blickt, dürften viele überrascht darüber sein, dass der TV 1862 Leutershausen aktuell den vierten Platz belegt. Der Aufsteiger sammelte bis zur Winterpause erstaunliche 38 Punkte in 19 Spielen. Ein Ergebnis, mit dem in Leutershausen keiner gerechnet hatte. "Für uns ist der Tabellenplatz auch sehr überraschend", erklärt der Stammkeeper Nicolai Schubert. Nach dem Aufstieg aus der Kreisklasse – in der man in der gesamten Saison ungeschlagen blieb – erwischte die Mannschaft von Mihail Kromidas einen Traumstart in die neue Spielzeit. Aus den ersten sechs Spielen holte der TV fünf Siege und war damals sogar Tabellenführer.

Gute Mischung als Erfolgsrezept

Obwohl Nicolai Schubert auch nicht mit so einem Saisonverlauf gerechnet hat, findet der 21-Jährige eine Erklärung für die guten Leistungen seiner Mannschaft. "Wir haben eine sehr gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern", erklärt der Torhüter. Neben vielen Spielern mit Bezirksligaerfahrung hat der TV Leutershausen auch viele junge Spieler, die in der Jugend höher gespielt haben, in seinen Reihen. Dazu gehört neben Schubert beispielsweise auch Luca Di Bella. Beide stammen aus der Jugend der SpVgg Ansbach. Schubert wechselte erst vor einem Jahr nach Leutershausen. Davor spielte er mehrere Jahre für Ansbach – unter anderem in der U17- und U19-Landesliga. Schubert fügt hinzu, dass auch die Euphorie aus der Aufstiegssaison ausschlaggebend dafür war, dass seine Mannschaft in dieser Spielzeit so gut dar steht. "Wir hatten in der Hinrunde immer noch das Selbstbewusstsein aus der Vorsaison. Die gesamte Mannschaft wusste, dass ein Spiel auch nach einem Rückstand noch nicht verloren war", erklärt der ehemalige Ansbacher. Mit dieser Einstellung drehten die Schützlinge von Mihail Kromidas vor der Winterpause beispielsweise schon einen 0:2 Rückstand gegen den TSV Markt-Erlbach. Auch Kromidas ist mit der Entwicklung seines Teams sehr zufrieden. "Trotz unseres mustergültigen Aufstiegs in der vergangenen Saison hat meine Mannschaft in dieser Spielzeit noch einmal enorme Fortschritte gemacht. Wir haben es als Neuling in der Liga immer wieder geschafft, routinierte Spitzenteams zu ärgern", erklärt der Trainer.

Neben der herausragenden Platzierung fiel der TV Leutershausen in der ersten Saisonhälfte aber auch durch seine Defensivarbeit auf. Mit 25 Gegentoren stellt der Aufsteiger die zweitbeste Defensive der Liga. Fünfmal behielt Schubert sogar eine weiße Weste. Kromidas erklärt, dass er Schubert gerade deshalb verpflichten wollte: "Nicolai war für uns in der Hinrunde ein enormer Rückhalt. Schon während unserer Zusammenarbeit in Ansbach war ich von ihm überzeugt." Vor seiner Zeit in Leutershausen war auch Kromidas in Ansbach tätig. Von 2016 bis 2018 war er Trainer der Reservemannschaft . Eine solide Defensivarbeit ist sowohl für Schubert, als auch für Kromidas die Grundlage für den Erfolg. "Solange die Null steht, verliert man das Spiel nicht", erklärt Schubert. "Unsere Abwehr funktioniert sehr gut. Aber auch die Spieler vor der Viererkette bleiben nicht stehen, sondern arbeiten gegen den Ball", fügt er hinzu.

Top-Torjäger angeschlagen – Bescheidene Ziele für die Restsaison

Derzeit befinden sich die Leutershausener in der Vorbereitung für die Restsaison. In dieser muss der Aufsteiger ohne seinen Stammspieler Simon Trump auskommen. Der Mittelfeldspieler wechselte nach einem halben Jahr wieder zurück zum TSV Elpersdorf. Im Gegenzug soll Moritz Ostertag – vorher in der Kreisklasse aktiv gewesen – den TV in der Zukunft verstärken. Mit Verletzungen hat Leutershausen zurzeit kaum Probleme. Lediglich der Top-Torjäger Julian Meier leidet unter leichten Adduktorenproblemen und trainiert deshalb nur dosiert. Den Saisonauftakt sollte der Stürmer aber nicht verpassen. Am 20. März startet der TV 1862 Leutershausen wieder in den Spielbetrieb.

Für die Restsaison hat sich der Aufsteiger vorerst nur bescheidene Ziele gesetzt. "Vor der Saison haben wir beschlossen, dass in dieser Spielzeit der Klassenerhalt im Vordergrund steht. Da wir inzwischen schon so gut dastehen, wollen wir unsere Leistung in der Rückrunde beibehalten und den Klassenerhalt so früh wie möglich sichern", erklärt der Erfolgstrainer bescheiden. "Ein einstelliger Tabellenplatz sollte in dieser Saison aber auf jeden Fall möglich sein", fügt Kromidas hinzu. Mit dem Abstieg dürften Nicolai Schubert und seine Mannschaft aber in dieser Spielzeit nichts mehr zu tun haben. Mit 19 Punkten Abstand auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat sich der TV bereits in der ersten Saisonhälfte ein dickes Polster aufgebaut.

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