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Der TSV Altenberg kommt im E-Sport der Spitze immer näher

E-Sport

Der TSV Altenberg ist in der E-Football-League-Nord des Bayerischen Fußballverbands (BFV) mit einem Team Gründungsmitglied.

Christian Ertl (links) hat die Altenberger E-Sport-Mannschaft mit aus der Taufe gehoben. Michael Osysek (Mitte) kann beides: auf Rasen und am Controller kicken. Kai Wilkowski hat Bayernliga-Niveau. Zumindest vor dem Monitor.

 / © TSV Altenberg

Vereinssport und E-Sport haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Und doch gibt es einige Amateurvereine, die mittlerweile genau das verbinden. So wird beim TSV Altenberg nun auch E-Sport angeboten.

Seit diesem Jahr spielt der Oberasbacher Stadtteilverein in der BFV-E-Footbal-League mit. Dieses Format feierte 2018 seine Premiere und soll nun jährlich ausgespielt werden. Insgesamt 36 Teams treten an 17 Spieltagen im Spiel "FIFA" gegeneinander an.

Die Idee, auch mit dem TSV Altenberg an den Start zu gehen, entstand in der Fußballmannschaft des Vereins, wie Christian Ertl erzählt, der schon seit vielen Jahren Fußballspieler beim TSV ist. Die E-Football-League wird im 85er-Modus ausgetragen. Das heißt, individuelle Stärken und Schwächen werden ausgeglichen, so dass alle Spieler auf dem gleichen Level antreten.

Spieltag ist wie im echten Fußball jedes Wochenende, wobei sich zwei Spieler eines Vereins jeweils im Eins-gegen-eins mit zwei Gegnern messen. Kommen die Altenberger Zocker denn alle aus dem Fußballverein oder kamen auch extern Neue hinzu? "Wir kennen uns alle schon lange und spielen zusammen seit vielen Jahren Fußball im Verein", antwortet Ertl.

Er selbst hat seit der Gründung des FIFA-Teams die Funktion des Organisators übernommen und managt die aus drei Spielern bestehende Mannschaft. Um zu verhindern, dass stets nur der beste E-Sportler für einen Verein antritt, wird aus Fairnessgründen immer mit zwei verschiedenen Spielern des Vereines gezockt.

Die aktuelle Lage ermöglicht dem Trio Kai Wilkowski, Michael Osysek und Christian Ertl derzeit nur ein Online-Training, zu dem sie sich meistens spontan verabreden. Wenn es dann losgeht, schauen sich die Jungs über ihren eigenen Stream oft gegenseitig zu und geben sich nach dem Spiel Manöverkritik.

Bald im Livestream

Bislang kann man als Zuschauer bei den Spielen der E-Football-League leider noch nicht dabei sein. Ertl erklärt aber, dass auf den Social-Media-Seiten des TSV alle Informationen bekannt gegeben werden; Ziel ist es, die Spiele auch als Livestream zu übertragen.

Aktuell steht der TSV Altenberg auf dem zehnten Tabellenplatz der Nord-Gruppe, was Ertl freut: "Nach einem eher mittelmäßigen Start spielen wir jetzt besser und halten Anschluss zur Spitze." Aber nur dabei sein wolle er nicht: "Wir hatten schon vor der Saison das Ziel, unter den Top Vier mitzuspielen und haben das immer noch." Nur wer am Saisonende unter den ersten vier Teams der Tabelle steht, bekommt eine Einladung zum großen Offline-Finale. Dort locken wertvolle Preise wie Konsolen, Controller und Bildschirme, vor allem aber ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro ausgelobt.

Auch im Hauptverein findet die Teilnahme an der FIFA-League-Anklang. Noch ist die neue Sparte nicht auf der Internetseite des TSV gelistet. Doch Ertls Motto ist: "Wer Fußball spielt, der spielt auch gerne mal eine Runde FIFA." Denn Fußballer zu sein, kann den E-Sportlern auch Vorteile beim virtuellen Spiel verschaffen. "Oft erkenne ich die Laufwege der Spieler oder kann die Aktion des Gegners vorhersehen und dann ganz einfach verhindern." Neben dem TSV Altenberg in der BFV-E-Football-League-Nord spielen zurzeit weitere Vereine ein FIFA-Turnier. Die "Bundesliga Home Challenge", organisiert von der Deutschen Fußball-Liga, bietet ein Alternativprogramm für die fußballfreie Zeit. Gespielt wird mit mindestens einem Profi des Vereins, meist unterstützt von einem E-Sportler; und das online von zu Hause aus.

Für die SpVgg Greuther Fürth verloren Timothy Tillman und Fabio Sabbagh zum Auftakt 2:3 gegen Hoffenheim, vergangenen Samstag gegen Köln hieß es 5:5. Die Fans können jedes Wochenende über einen Streamingdienst dabei zusehen, wie sich ihr Verein an der Konsole schlägt.