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Ligapokal in Nürnberg/Frankenhöhe: Wichtige Entscheidungen getroffen

Verband

Beim virtuellen Kreistag in Nürnberg/Frankenhöhe sind erste Entscheidungen bezüglich des neuen Ligapokals gefallen. Gespielt wird im "Hammes Modell" mit Meister- und Ligaerhaltsrunde.

Kreisspielleiter Thomas Raßbach lud zum Webinar.

 / © Sportfoto Zink

Am Montagabend lud Kreisspielleiter Thomas Raßbach zum virtuellen Kreistag im Raum Nürnberg/Frankenhöhe. Es galt unter anderem wichtige Details im Zusammenhang mit dem neu geschaffenen Ligapokal zu klären. 

Der Re-Start soll nach jetzigem Stand am ersten September-Wochenende erfolgen. Geplant sind zunächst zwei Ligapokal- und Kreispokalpokal-Spieltage (6. und 13. September). Am 20. September soll dann der Einstieg in den Ligaspielbetrieb erfolgen. Das Saisonende im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe ist für den 22. Mai geplant. Anschließend soll es noch zwei Wochen Relegation geben. In Stein gemeiselt sind die Termine aber noch nicht.

Möglicher Rahmenterminkalender im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe.

 / © Screenshot BFV-Webinar

Raßbach verdeutlichte, dass es keinen Rechtsanspruch auf Aufstieg aus dem Ligapokal geben wird. Vorrang hat der Ligabetrieb. Sollte es beispielsweise einen erneuten Corona-Ausbruch geben, könne der Ligapokal jederzeit zu Gunsten des regulären Spielbetriebs abgebrochen werden. Raßbach sagte aber auch, dass die Attraktivität des Ligapokals kaum nur über Sachpreise realisiert werden kann. Was die Vereine interessiere, sei der Auf- und Abstieg beziehungsweise der Ligaerhalt. 

Für den Ligapokal sind automatisch alle Mannschaften des Kreises gemeldet. Wer nicht am Wettbewerb teilnehmen will, müsse dies schriftlich beim Kreisvorsitzenden/Kreisspielleiter melden. Vorsicht gilt aber: Sollte ein Verein seine erste Mannschaft abmelden, entfällt automatisch auch das Startrecht der weiteren Teams. Gespielt wird nach dem "Hammes-Verfahren", bei dem zwei Vorschläge zur Auswahl standen: Nur Meisterschaftsrunde beziehungsweise Meister- und Ligaerhaltsrunde. Letzteres setzte sich bei der Abstimmung der Vereine deutlich mit 64,3 Prozent durch. Das Spielmodell, das eine große Flexibilität aufweist, sieht wie folgt aus: Die Anzahl der Spieltage wird je nach Gruppengröße der Ligen festgelegt. Am Beispiel der fünf Kreisklassen würden die derzeitigen Teams, die auf den Plätzen eins bis acht liegen, in vier Gruppen eingeteilt. Die Paarungen der ersten Runde erfolgen nach der aktuellen Platzierung der Liga-Tabelle (Punkte aus dieser werden aber nicht übernommen) nach Koeffizienten. Sprich es spielt der Tabellenerste jeder Gruppe gegen den jeweiligen -zweiten, der Tabellendritte gegen den - vierten und so weiter. Anschließend werden die Tabellen nach dem ersten Ligapokal-Spieltag berechnet und es geht im gleichen Modi weiter. Also wieder Erster gegen Zweiten, Dritter gegen Vierten und so weiter. Würde eine Paarung doppelt stattfinden, rückt an Stelle des Gegners die nächstplatzierte Mannschaft. Nun spielt der Erste gegen den Dritten und der Zweite gegen den Vierten. Sollten bei einem 10er-Teilnehmerfeld beispielsweise sechs Turnierrunden gespielt werden, kann man aus COVID19- oder Witterungsgründen jederzeit die Anzahl der Runden auf zum Beispiel vier Runden reduzieren - ohne den sportlichen Wert zu mindern, wie der Kreisspielleiter sagt. Nach x-Runden qualifizieren sich die beiden ersten Teams jeder Gruppe für das Viertelfinale. Die Sieger dieses Viertelfinals spielen im Halbfinale um den Aufstieg beziehungsweise in der Ligaerhaltsrunde um den Klassenerhalt. Alle KO-Phasen werden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. 

Beispiel einer Meisterrunde anhand der Kreisklassen.

 / © Screenshot BFV-Webinar

Beispiel einer Ligaerhaltsrunde anhand der Kreisklassen. 

 / © Screenshot BFV-Webinar

Folgen des Ligapokals

  • Ist der Ligapokalsieger auch Erster im Rundenspielbetrieb, kommt an seine Stelle der Verlierer des Endspiels in die Vorzüge des Ligapokalsiegers.

  • Ist ein Relegant um den Aufstieg Ligapokalsieger, spielt er in der kommenden Saison eine Liga höher und sein Gegner der ersten Runde in der Relegation bleibt spielfrei.

  • Ist ein Relegant um den Abstieg Ligapokalsieger, verbleibt er in seiner Liga in der kommenden Saison, den Relegationsplatz bekommt die hinter ihm stehende Mannschaft.

  • Ist ein Verein auf einen Abstiegsplatz Ligapokalsieger, verbleibt er in seiner Liga.

  • Alle anderen Mannschaften steigen als Ligapokalsieger in die nächsthöhere Liga auf.

  • Darüber hinaus wird versucht, zusätzliche Attraktivität über die Teilnahme am Verbandspokal, Tucher Ligapokale etc. in den Wettbewerb einfließen zu lassen.

  • Der Ligapokal muss daher zwingend vor dem Ligaspielbetrieb beendet sein.

"Das gesamte Prozedere kann aktuell nicht unbedingt garantiert werden", so Raßbach, hierzu müsse man erst entsprechende Regelungen in die Spielordnung und/oder Satzung einarbeiten. "Mein Glaube an die Realisierung liegt hier aber bei knapp über 99 Prozent."