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Christian Hanf: Trost der Familie für Steins geplagten Kapitän

Kreisliga 2

Der Begriff Urgestein ist absolut angebracht, denn Christian Hanf ist seit dem zehnten Lebensjahr als Spieler beim FC Stein tätig und steht seither mit mehr als 500 Einsätzen zu Buche. Kein Wunder also, dass der 36-Jährige bei dem traditionsreichen Kreisligisten auch das Amt des Kapitäns bekleidet. Angesichts der Tabellensituation allerdings mit mehr Verdruss als Freude. Daran hat sich seit dem Sonntag nichts verändert. Im Gegenteil: Durch die 1:2(0:1)-Heimniederlage gegen den TSV Buch II sind in Stein die Sorgen im Kampf gegen den Abstieg noch größer geworden.

Kapitän und Vorbild: Christian Hanf, hier im Duell mit Poppenreuth.

 / © Zink

"Aber wir geben nicht auf, wir kämpfen entschlossen weiter“, versucht sich Hanf als Mutmacher. Der Auftritt aber rechtfertigt eigentlich nicht eine gehörige Portion Optimismus. Die Bucher Reserve mit einem wesentlich jüngeren Kader und dazu auch technisch versierter, bestimmte eindeutig das Geschehen, was Hanf keineswegs bestritt: „Wir sind schlecht ins Spiele gekommen.“ Dem 0:1 durch einen strammen Schuss von Fabian Ell in der 26. Minute hatten die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff eine klare Chance entgegenzusetzen: Markus Schindler schoss frei dem TSV-Keeper in die Arme. Die Hoffnungen auf eine Wende zerplatzten aber durch das 0:2 von Justin Mandel in der 55. Minute gar bald. So dachten die 30 Zuschauer, die sich problemlos an die Hygienevorschriften hielten, nicht aber Hanf und seine Mitstreiter. Urplötzlich winkte ihnen die Chance auf ein Unentschieden, nachdem Kai Rupprecht in der 86. Minute einen Foulelfmeter sicher verwandelt hatte. Doch das erhoffte Wunder fand nicht statt, weil Torsten Wuttke in der Nachspielzeit eine klare Möglichkeit vergab.

Der mächtig enttäuschte FC-Kapitän fand wenigstens familiären Trost: Durch das Dreimäderlhaus mit Ehefrau Anette und den beiden Töchtern Emilia (3 Jahre) und Carolina (2 Monate). An der fachlichen Qualität der Ehefrau bei der Manöverkritik in den eigenen vier Wänden besteht nicht der geringste Zweifel, denn sie hat einst selbst gespielt und ist heute noch – und dies sogar in der zweiten Liga – als Schiedsrichterin tätig. „Wir werden heute Abend sicherlich über die Leistung unseres Unparteiischen sprechen“, deutete Christian Hanf, der aber auf gar keinen Fall bei Kritik eheliche Unterstützung einkalkulieren kann. Denn man diskutiere zwar viel über Fußball, aber sei nicht immer einer Meinung. Dieser These stimmt die Ehefrau voll und ganz zu, die nach der Geburt ihrer zweiten Tochter zwar eine Pause einlegen musste, aber ihre Laufbahn als Schiedsrichtern in jedem Falle fortsetzen will.

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