Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Dirk Wagler: "Diese Mannschaft macht mir derzeit riesig Spaß"

Vorschau Kreisliga 2 25. Spieltag

Erster gegen den Fünften, Zweiter gegen den Dritten. Der kommende Spieltag hat einiges zu bieten, wenn Primus Mögeldorf auf den FC Bayern Kickers trifft und Vatanspor die SGV 83 zum Duell herausfordert. Außerdem nimmt es der FC Stein mit der DJK Falke auf, Eibach hat Burggrafenhof zu Gast, Hajduk muss die Hürde Tuspo erst einmal nehmen, Poppenreuth trifft im ersten Heimspiel auf Cadolzburg, die Turnerschaft duelliert sich im Stadtderby mit dem ASV Fürth und die kleinen Bucher Jungs reisen an den Ebensee zum Post SV.

Steht mit seinem Team vor dem Topspiel gegen Vatanspor: Dirk Wagler.

 / © Hippel

Zweimal den Spielbeginn verschlafen, aber dann doch noch Moral gezeigt. So kann man die vergangenen beiden Partien des FC Stein zusammenfassen. „Die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass die Moral der Mannschaft intakt ist. Jedoch sollten wir nicht jedes Mal nach einem 0:2-Rückstand erst aufwachen und anfangen mutigen Fußball zu spielen. Für kommenden Sonntag erwarte ich von meiner Mannschaft einen konzentrierten Auftritt über die gesamten 90 Minuten, um die drei wichtigen Punkte gegen DJK Falke einzufahren“, gibt Coach Thomas Eckert vor. Die Falken kommen mit zwei Siegen (Pokal und Liga) in Serie nach Stein und werden dementsprechend Selbstbewusstsein getankt haben. Schließlich sprang die Truppe nach dem 4:2-Sieg im Nachholspiel gegen Poppenreuth von den Abstiegsplätzen.

Sozusagen ein Angstgegner kommt am Sonntag in den Eibacher Waldsportpark. „Das Hinspiel haben wir mit 1:2 verloren, auch sonst hatten wir in den letzten Begegnungen mit der Judt-Truppe meist das Nachsehen. Durch die beiden letzten Siege gegen Tuspo und den ASV Fürth haben wir einigen Vorsprung auf die gefährliche Zone herausspielen können. Somit ist das Ziel für Sonntag klar definiert: weiter Punkte sammeln und die Negativserie gegen Burggrafenhof stoppen“, gibt Eibachs Coach Christian Hüttl die Zielrichtung vor. „Ob uns das gelingt, wird sicher von jedem einzelnen abhängen, und wir müssen als Team wie immer an unsere Leistungsgrenze gehen. Personell können wir hoffentlich wieder auf Kalli Wiesenmayer zurückgreifen, der einen Bluterguss im Fuß erlitten hat.“ Die Nachholpartie in Mögeldorf konnte der SV Burggrafenhof aufgrund der frühen Anspielzeit nicht absolvieren. Stattdessen konnte man Kräfte sammeln für die Partie in Eibach. „Wir müssen alles abrufen, um gegen einen unangenehmen Gegner zu bestehen“, weiß Spielertrainer Juri Judt zu berichten.

Auf dem Papier scheinen die Rollen klar verteilt, wenn der Tabellensechste auf das Schlusslicht trifft. „Es ist wichtig meinen Jungs zu verklickern, dass es am Sonntag kein Selbstläufer wird. Tuspo hat in den letzten drei Spielen trotz zweier Niederlagen auch überzeugen können. Eine knappe 0:1-Niederlage gegen Bayern Kickers, zwei Tore gegen Mögeldorf und ein Sieg gegen Türkspor/Cagrispor zeigt, dass es ein ernstzunehmender Gegner ist. Wir müssen 100 Prozent geben, damit wir die drei Punkte bekommen“, erwartet Hajduk-Coach Adrian Mesek keinen Selbstläufer.

Poppenreuth unterlag am Donnerstag im ersten Spiel nach der Corona-Pause bei der DJK Falke mit 2:4. Nun heißt der Gegner TSV Cadolzburg auf eigenem Geläuf. „Wir werden alles geben, um am Sonntag zuhause gegen Cadolzburg zu punkten, um so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu erreichen“, will SVP-Coach Peter Meier Zählbares aufs Konto verbuchen. Auch sein Gegenüber Manfred Krimm will sich nicht mit einer Niederlage anfreunden. „Wir wären mit einem Punkt bei unserem Tabellennachbarn zufrieden, der immer schwer zu bespielen ist durch seine mannschaftliche Geschlossenheit.“

Ein Kellerduell steht in Fürth auf dem Programm, wenn die heimische Turnerschaft den ASV empfängt. „Nach unserem missglückten Start nach der Corona-Pause mit 0:10 Toren und keinem Punkt, zogen wir den Joker Ligapokal und die Mannschaft sollte beweisen, dass es doch geht und man noch gewinnen kann. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung konnten wir auch mit etwas Glück in manchen Szenen ein Erfolgserlebnis verzeichnen“, bringt es ASV-Coach Reinhold Fischer auf den Punkt. „Nun geht es zu einem richtungsweisenden Duell mit der Turnerschaft, die zwar sehr gute Spieler verloren hat, für mich dadurch aber nicht mehr so berechenbar ist. Wenn wir an die Leistung von Buch anknüpfen können, sind wir durchaus in der Lage was Zählbares mitzunehmen. Wir werden sehr fokussiert und präsent zu Werke gehen und das Ziel Klassenerhalt im Auge behalten.“

Das Topduell des Spieltags steigt am Stadionnebenplatz, wenn die punktgleichen Verfolger Vatanspor und SGV 83 aufeinandertreffen. „Nach einer ungewollten Pause am Wochenende sind wir nun voll in der Vorbereitung auf das Topspiel der Kreisliga 2. Eine Serie wird definitiv enden, da beide Teams ja seit Start die volle Ausbeute eingefahren haben. Natürlich hat die SG diverse Vorteile, da sie ja bereits länger schon im Trainingsbetrieb sind und auch letzte Woche nicht aus ihrem Rhythmus gebracht worden sind und gespielt haben, jedoch sind wir das stärkere Team und können mit dem guten Mix an jungen und erfahrenen Spielern solche Vorteile verkraften“, ist sich Ahmet Dönmez der Stärken seiner Vatan-Truppe bewusst. „Wir haben es im Hinspiel mit überwiegend zehn Mann gut geschafft dem Gegner kaum Torchancen zu bieten, werden dies auch am Sonntag erneut abrufen müssen. Ich sehe den Gegner jedoch defensiv nicht mehr so stark wie in der Hinrunde. Wir werden definitiv mehr Torchancen bekommen als im Hinspiel, da gilt es die Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit zu zeigen. Wenn alle das abrufen, was verlangt wird, dann werden wir auch nach dem Abpfiff den direkten Vergleich weiterhin auf unserer Seite haben, davon bin ich fest überzeugt“, geht Dönmez mit breiter Brust in das Spitzenspiel. Druck ist im Lager der SGV 83 nicht zu spüren. „Wir freuen auf dieses Spiel. Der Druck liegt bei Vatan, da wir noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Ich bin selbst sehr gespannt, wie meine junge Mannschaft diese Aufgabe löst. Im Ligapokal gegen Mögeldorf haben wir eine vorbildliche Mentalität an den Tag gelegt. Durch eine etwas zu ungestüme Herangehensweise haben wir uns selbst in Rückstand gebracht, aber eben dann auch außerordentlich gut reagiert und letztlich sogar "nur" ein Unentschieden geholt“, ist SGV-Trainer Dirk Wagler sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs. „Egal welches Ergebnis wir am Sonntag erzielen, diese Mannschaft macht mir derzeit riesig Spaß.“

Seine Hausaufgaben will der Post SV gegen den TSV Buch II machen. „Für uns geht es darum, mit einem Sieg den Druck auf die vor uns Platzierten weiter hochzuhalten. Da an diesem Wochenende der Zweite gegen den Dritten und der Erste gegen den Fünften spielt, lassen zumindest zwei Konkurrenten Punkte liegen. Wir werden alles geben, um unsere Hausaufgaben zu machen. Alles andere liegt schon länger nicht mehr in unseren Händen“, konstatiert Post-Trainer Rafael Wieczorek. Die Favoritenrolle weit von sich schiebt derweil Buchs Trainer Jörg Awerkow. „Gegen den Post SV gehen wir als klarer Außenseiter ins Spiel und benötigen auf jeden Fall einen perfekten Tag, um die Punkte vom Ebensee mitzunehmen. Ich hoffe, dass wir an die guten Leistungen in der Vorbereitung gegen die besseren Teams anknüpfen können und so für eine kleine Überraschung sorgen.“

Quasi am grünen Tisch baute Spitzenreiter SpVgg Mögeldorf 2000 seine Tabellenführung wieder auf acht Zähler aus. Der SV Burggrafenhof konnte um 18 Uhr keine Mannschaft stellen und die Vereine konnten sich nicht auf eine Verlegung einigen. Nun wartet mit dem FC Bayern Kickers ein spielstarker Gegner, der nach der Corona-Pause noch nicht seine Topform erreicht hat, wie die Ergebnisse widerspiegeln. Unterschätzen darf man BaKi aber freilich nicht. „Wir erwarten einen starken Gegner der uns alles abverlangen wird“, ist sich Mögeldorfs Trainer Norbert Frey sicher. „Wir hatten schwere Wochen hinter uns. Die komplette Offensive ist ausgefallen. Spieler wie Snajder, Yildirim (beide verletzt) und Koricic kann man nicht einfach ersetzen“, gibt Coach Ahmet Aydin unumwunden zu. „Wir hoffen sehr in Zukunft wieder öfters auf Koricic zurückgreifen zu können. Zudem fehlte mit Simon Schweiger der Abwehrchef, der in Topform war, urlaubsbedingt. Wir gehen als Außenseiter in das Spiel und wissen, dass es gegen einen Topgegner der Liga sehr schwer ist zu bestehen. Aber wir wollen Spaß haben, an unsere Grenzen gehen und sehen, was für uns herausspringt.“

Mehr zum Thema