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Laubendorf entthront Langenzenn: Roßtal neuer Führender

Kreisklasse 3 17. Spieltag

An der Spitze gab es einen Führungswechsel, weil Langenzenn im Topspiel Laubendorf unterlag. Neuer Primus ist Roßtal, das Stadeln 3:1 schlug. Im Keller blieb hingegen alles beim Alten.

© Sportfoto Zink

Bittere Tage für die ersatzgeschwächte Veitsbronner Zweite: Nachdem es im Ligapokal in Boxdorf schon eine 0:6-Packung gab, folgte nun in der Liga gegen Dietenhofen das gleiche Schicksal. Auf dem Nebenplatz am Hamesbuck konnte der ASV den ersten Durchgang aber noch weitgehend ohne Schaden gestalten. Schendera traf nach einer halben Stunde zur Gäste-Führung. Das Vorhaben der Hausherren für den zweiten Durchgang erhielt prompt einen Dämpfer, als Torjäger Krauze sich nicht zweimal bitten ließ und erhöhte. Nach dem 0:3 durch Karl war die Partie gelaufen. Für Veitsbronn wurde es aber noch richtig deutlich, weil Dietenhofen nicht zurücksteckte und durch Ebert, Schuller und Meyer einen Kantersieg erzielte.

Im Duell der Tabellennachbarn hatte Heilsbronn direkt nach zwei Minuten die Chance zur Führung, der Abschluss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Im weiteren Spielverlauf war Heilsbronn aktiver, mehr als ein Schuss an die Querlatte, bei dem TSV-Torwart Salzer glänzend reagierte, sprang jedoch nicht heraus. In Hälfte zwei ging es hin und her, beide Mannschaften hatten Möglichkeiten, um das Spiel für sich zu entscheiden. Da die sich bietenden Torchancen allesamt ungenutzt blieben, hieß es am Ende leistungsgerecht 0:0.

Das Spiel begann mit zehnminütiger Verspätung, da der Schiedsrichter erst wenige Minuten vor Anpfiff am Spielort eintraf. Davon unbeirrt übernahmen die Hausherren vom Anpfiff weg die Initiative und erarbeiteten sich schnell eine optische Überlegenheit. Der verdiente Lohn war das Führungstor durch Richter (14.). Beim zweiten Roßtaler Treffer ging Wolf mit Tempo in den Strafraum, setzte sich am linken Fünfereck energisch durch und bediente im Zentrum mustergültig Tolga Toker, der völlig freistehend aus fünf Meter keine Mühe hatte, den Ball im Kasten unterzubringen (25.). Noch vor der Pause gelang Toker dann per Chipball sein zweiter Treffer der Partie. Doch auch die Gäste sollten Grund zum Jubeln haben: Spahn nutzte einen Standard, als er nach einer Ecke am höchsten stieg und das Leder humorlos an Albert vorbei in die Maschen nickte. Beim 3:1 blieb es auch bis zum Schlusspfiff, nach dem Roßtal seine Tabellenführung feiern durfte.

Nach nervösem Beginn entwickelte sich ein sehr sehenswertes, spannendes und ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Wassner traf per Eckball die Latte. Nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter – auf beiden Seiten. Dabei hatten die Langenzenner aber einen Blitzstart, denn schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff musste Becker einen Abschluss klären. Den abgewehrten Ball staubte Christoph Nieszery zur Gästeführung ab. Nach einem Durcheinander im Strafraum wurde Horneber zu Fall gebracht und Schiedsrichter Rößlein zeigte auf den Punkt. Wassner verwandelte zum 1:1 souverän (56.). Im weiteren Spielverlauf ließ sich dann ein leichter Spielvorteil zugunsten der Laubendorfer erkennen. Nach einer Ecke in der 89. Minute konnte Knies den starken Gäste-Keeper per abgefälschtem Schuss erstmals aus dem Spiel heraus überwinden. Den Schlusspunkt setzte Seiwerth ebenfalls nach einer Ecke per Kopf nur zwei Minuten später.

Der SVL nahm das Selbstvertrauen aus dem jüngsten Sieg im Ligapokal in Dietenhofen mit in die Liga, wo man befreit aufspielen kann – und dies gegen den abstiegsbedrohten Gast auch tat. Nach einer Viertelstunde belohnte Heinlein die Hausherren mit der Führung. Die Weichen auf Sieg stellten die Cavallo-Schützlinge dann kurz vor und nach der Pause. Zunächst gelang Lorenz in der Nachspielzeit das 2:0. Die Gäste kamen mit drei Veränderungen und motiviert aus der Kabine, aber vier Minuten nach dem Seitenwechsel war es dann Meyer, der auf 3:0 erhöhte. So war die Partie schnell entschieden. Schuhs Treffer zum 4:0 war das I-Tüpfelchen auf dem Heimsieg.

Der SV Großhabersdorf kam besser in die Partie und bestimmte weitgehend die erste Halbzeit. Den Führungstreffer erzielte Patrick Zürner nach einer Ecke. Der Seitenwechsel läutete auch die Wende im Spiel ein. Weinzierlein war präsenter und aktiver. Es dauerte gerade mal vier Minuten bis zum Ausgleich. Tobias Peters Flanke aus dem Halbfeld schien zunächst geklärt. Dann landete der Ball bei Tim Burghart, der sich ein Herz fasste und aus 20 Metern abzog. Der Aufsetzer schlug unhaltbar ein. Weinzierlein blieb weiter am Drücker und wäre zehn Minuten später beinahe in Führung gegangen, doch Strickstrocks eigentlicher Passversuch landete am Pfosten. Der Lucky-Punch gelang Weinzierlein dann in der Nachspielzeit. Stefan Schmidt zirkelte das Leder aus halbrechter Position in den Strafraum auf Peter Strickstrock. Dessen Abschluss wurde zwar geblockt, den Abpraller versenkte dann aber Daniel Pröpster zum umjubelten Führungstreffer.

Nach zunächst guten Chancen auf beiden wurde Weissenbronn spielbestimmend und nach energischem Nachsetzen von Florian Klemm konnte Andreas Rummel zur Führung einschieben. Der TSC blieb am Drücker und Andreas Grasser versenkte eine zu kurz abgewehrte Ecke zum 2:0 unter die Latte. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel zunehmend ruppiger und hektischer. Der Spielfluss wurde dadurch gebremst und es entwickelte sich zum Schluss hin ein wahrer Abstiegskrimi. Rummel verpasste alleine vor dem Tor die Entscheidung und die Gäste warfen alles nach vorne. TSC-Goalie Endres hielt seinen Kasten lange sauber, musste am Ende aber doch noch zwei Tore durch Manciu hinnehmen und die Gäste entführten etwas glücklich doch noch einen Punkt.