Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Frey: "Haben wohl dafür gesorgt, dass BaKi seine Hoffnungen beenden muss"

Kreisliga 2

Es ist inzwischen Usus geworden, dass Mannschaften vor und nach dem Spiel Kreise bilden. Vor dem Spiel wird sich noch einmal motiviert, danach wird die Partie noch einmal eingeordnet. Wenn das Spiel besonders erfolgreich ist, gibt es auch noch lautes Gebrüll und Getanze. So auch bei der SpVgg Mögeldorf 2000 nach deren 3:1(0:1)-Erfolg über den FC Bayern Kickers.

Stürmer Tobias Grätz, hier gegen Lukas Schlabschi (l.) und Simon Schweiger, brachte Mögeldorf kurz nach der Pause mit seinem Ausgleichstor zum 1:1 wieder auf Kurs.

 / © Zink

Stürmer Tobias Grätz rief da einen „überragenden, nie gefährdeten“ Sieg aus, ehe die Mitspieler mit lautem „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey!“ ins Tanzen und Springen übergingen. Beim „nie gefährdet“ wollte Trainer Norbert Frey dann allerdings doch nicht mitgehen: „Wir sind in der ersten Halbzeit gar nicht zu Torchancen gekommen und durch einen individuellen Fehler im Mittelfeld in Rückstand geraten.“ In der Tat waren die Mögeldorfer in den ersten 45 Minuten pomadig zu Werke gegangen und hatten es den Gästen einfach gemacht. Die hatten zwar wenig Ballbesitz, konnten aber mit wenig Aufwand den Spitzenreiter der Kreisliga 2 vom eigenen Tor weghalten. „Wir haben zu viel mit langen Bällen operiert, da hatte die Abwehr viel Zeit sich richtig zu stellen,“ fasste Frey die erste Halbzeit treffend zusammen. Die wenigen Abschlüsse, die Mögeldorf dennoch hatte, waren gänzlich ungefährlich.

In der 35. Minute passierte das, was im Fußball häufig passiert, wenn eine Elf zwar feldüberlegen, aber nicht durchschlagend ist: Der Gegner kommt einmal vors Tor und trifft. So auch BaKi. Ihr bester Spieler Edgar Lopez grätschte einen Aufbauball der Mögeldorfer im Mittelfeld ab und spielte die Kugel in den Lauf von Anton Gansen, der Hufnagl ohne Probleme überwinden konnte.

Die Folge war die Pausenführung für die Gäste, die Frey in der Kabine aber nicht laut werden ließ: „Ich habe allerdings schon ganz klar angesprochen, dass wir anders auftreten und Fußball spielen müssen.“ Das taten seine Schützlinge dann auch: Statt der langen Bälle wurde flacher gespielt, der Gegner resoluter im Aufbau gestört. „Wir wussten, dass BaKi das Tempo nicht über 90 Minuten so gehen kann wie wir“, verriet Frey. Genau das war zu bemerken: Sobald der Tabellenführer aufs Gaspedal drückte und energischer presste, war der FC Bayern Kickers überfordert.

Innerhalb von acht Minuten drehte Mögeldorf das Spiel: Zunächst klärte Moustafa Tchabode eine Flanke direkt vor die Füße von Grätz, der per Fernschuss vollstreckte. Kurz darauf legte Grätz die Kugel nach einem Einwurf auf Marc Wilhelm, der den Ball an Dietz vorbei im Netz unterbrachte. Mögeldorf hatte durch Grätz und den eingewechselten Rein weitere Großchancen, das einzige Tor fiel aber durch einen anderen Einwechselspieler: Hendrik Behnisch dribbelte sich durch die gesamte BaKi-Abwehr, eher er von Simon Schweiger zu Fall gebracht wurde. Den Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst.

„Das zeichnet uns auch aus, dass wir von der Bank immer wieder Qualität nachlegen können“, kommentierte Frey das Jokertor und zeigte sich mit Ergebnis und Fußball nach der Pause sehr zufrieden: „Wir haben damit wohl auch dafür gesorgt, dass BaKi seine Hoffnungen auf Platz zwei beenden muss. Die ersten drei Plätze werden wir jetzt wahrscheinlich mit Vatan Spor und der SGV Nürnberg-Fürth ausspielen.“ Dabei unterschlägt Frey bescheiden, dass sein Team auf die beiden Verfolger nun elf Punkte Vorsprung hat und der Aufstieg nur über Mögeldorf gehen kann. Wenn das gelingt, ist das Tanzen und Singen im Kreis sicher noch ausgiebiger als am Sonntag.

Mehr zum Thema