Anwaltskanzlei legt Abschlussbericht vor

Antisemitischer Übergriff? Neuer Bericht bringt Gil Ofarim in Erklärungsnot

27.10.2021, 13:50 Uhr
Gil Ofarim

Gil Ofarim © Tobias Hase/dpa

118 Seiten fasst der Abschlussbericht der von den Hotelbetreibern beauftragten Rechtsanwaltskanzlei Pauka & Link. Wie die Zeit berichtet, habe keiner der von der Kanzlei befragten Zeugen des Abends eine antisemitische Beleidigung vernommen.

Vielmehr sei der Musiker in Konflikt mit einem Mitarbeiter des Hotels geraten, weil dieser andere Kunden bevorzugt behandelt habe. Ofarim selbst soll daher gedroht haben, ein Video bei Instagram hochzuladen, das "viral gehen" würde, berichtet die Welt unter Berufung auf den Medienbericht.

Vor knapp zwei Wochen hatte der Sänger auf Instagram berichtet, er sei antisemitisch angefeindet und wegen seiner Kette mit einem Davidstern abgewiesen worden. Bereits vergangene Woche wurde jedoch bekannt, dass auch die Polizei "ernstzunehmende Zweifel" an Ofarims Darstellung habe. Die Bild am Sonntag veröffentlichte ein Überwachungsvideo, auf dem der Davidstern des Sängers, den dieser nach eigenen Angaben ablegen sollte, gar nicht sichtbar ist.

Die Untersuchung der Leipziger Staatsanwaltschaft dauert noch an.