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Auch in Fürth macht der nächtliche Fluglärm Sorge

Die Nürnberger Proteste gegen den Flughafen finden Widerhall - 15.11.2018 16:00 Uhr

Der nächtliche Fluglärm bereitet auch in Fürth Sorge. © Ralf Lang


In der nächsten Stadtratssitzung möchten die Sozialdemokraten das Thema auf die Tagesordnung hieven und haben deshalb einen entsprechenden Antrag eingebracht. Darin regen sie an, dass die Stadtverwaltung "sich mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzt, um eine Reduzierung der Nachtflüge zwischen 22 und 6 Uhr vom Flughafen aus zu prüfen".

Deren Zahl habe zwischen 2012 und 2017 um knapp 33 Prozent zugenommen, während die Zahl der Flugbewegungen insgesamt nahezu gleich geblieben sei. Dadurch belastet werden in Fürth vor allem die Bewohner der nördlichen Stadtteile, über denen die Flugbewegungen von und zum Airport stattfinden.

Wie in unserem Nürnberger Lokalteil ausführlich berichtet, erwägt die Fluglärm-Schutzgemeinschaft Nürnberg und Umgebung nun sogar juristische Schritte – mit dem Ziel, ein Nachtflugverbot am Nürnberger Flughafen durchzuboxen. "Ab Mitternacht sollen nur noch die Eulen fliegen", so das Motto der Schutzgemeinschaft. Eine offene Petition fand binnen eines Tages mehrere Tausend Unterstützer, sie soll noch ein Jahr lang laufen.

Wie sehr das Thema die Betroffenen bewegt, zeigt der immense Zulauf zu Informationsveranstaltungen in Nürnberg. Die Kritiker verweisen auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die empfehle, einen nächtlichen Grenzwert von 40 Dezibel nicht zu überschreiten. Im Juli wurden indes an den Messstationen entlang der Start- und Landebahnen Spitzenwerte von bis zu 90 Dezibel gemessen.

Der Flughafen verzeichnete nach eigenen Angaben im Juli dieses Jahres 1216 Nachtflüge, im Vorjahr waren es nur 967. Insgesamt starteten und landeten 2017 von Nürnberg aus zwischen 22 und 6 Uhr insgesamt 7711 Maschinen. Verantwortlich dafür, so die Fluglärmgegner, seien "immer mehr Billigflieger". 

Ute Möller/Wolfgang Händel

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