Evangelischer Kindergarten in Freystadt

Aus Containern in neues Holzhaus

11.10.2021, 14:21 Uhr
Bürgermeister Alexander Dorr hat symbolisch den Schlüssel an Kita-Leiterin Christine Emmerling übergeben; links Planer Michael Kühnlein junior, rechts Geschäftsführerin Katharina Appler und Pfarrer Alexander Proksch.

Bürgermeister Alexander Dorr hat symbolisch den Schlüssel an Kita-Leiterin Christine Emmerling übergeben; links Planer Michael Kühnlein junior, rechts Geschäftsführerin Katharina Appler und Pfarrer Alexander Proksch. © Anne Schöll, NNZ

Es sei eine Einrichtung geworden, in der sich die Kinder und das Betreuungsteam gleichermaßen wohlfühlen kann, betonte Pfarrer Alexander Proksch in seiner Predigt. Ähnlich äußerte sich Katharina Appler, die Geschäftsführerin für die evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat Neumarkt.

Bürgermeister Alexander Dorr erinnerte an die Eröffnung der Kita vor drei Jahren in einer Containeranlage. Wir wussten, dass weitere Betreuungsplätze gebraucht werden." Da sei es eine gute Fügung gewesen, dass die evangelische Kirchengemeinde Sulzkirchen-Oberndorf-Freystadt um den damaligen Pfarrer Tobias Schäfer die Übernahme der Trägerschaft angeboten habe.

Zeitplan eingehalten

„Es ist ein schönes, nachhaltiges Gebäude entstanden, in dem die Kinder optimal betreut werden können", so Dorr. Im November 2018 habe man das Architekturbüro Kühnlein mit den Planungen beauftragt, im April 2020 den ersten Spatenstich vorgenommen mit dem Ziel, dass die Kita im Sommer 2021 fertig wird. „Wir haben den Zeitplan eingehalten."

Was noch fehlt, sind die Außenanlagen. Die die beauftragte Landschaftsbaufirma legt derzeit den Garten an und stellt die Spielgeräte auf. Gekostet hat die Maßnahme knapp sechs Millionen Euro, wozu es 2,5 Millionen Euro Zuschuss gegeben hat.

Zum neuen Gebäude - „es ist ganz toll geworden“ - gratulierte die stellvertretende Landrätin Susanne Hierl. Sie dankte der Kommune, die viel Geld in die Hand genommen hat und der evangelischen Kirche für die Übernahme der Trägerschaft. „Es ist wichtig, dass die Kirche tätig wird und sich nicht zurückzieht aus ihrer Verantwortung."

Räume wie "Finger"

Architekt Michael Kühnlein junior ging auf die Gestaltung des Gebäudes ein: "Wir haben die Front zur Straße hin geschlossen und nach innen die Räume fingerartig Richtung Garten gebaut." Man habe sich für einen Holzbau entschieden. „Das Material riecht man schon beim reinkommen."

Außen Lärche, innen Fichte und der Holzboden aus Eiche: „Die Kinder sollen das Holz spüren und fühlen können." Mit einem Glas Sekt stieß man anschießend im kleinen Kreis der geladenen Gäste auf das gelungene Werk an. Coronabedingt hat man auf eine große Feier verzichtet.

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