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Dienstag, 13.04.2021

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BLSV-Online-Umfrage: 450 Millionen Euro Schaden für Vereine

Der Sport-Dachverband schlägt weiter Alarm und fordert eine rasche Rückkehr zum Training und Spiel - 27.02.2021 06:27 Uhr

BLSV-Chef Jörg Ammon.

25.02.2021 © Foto: BLSV


"Damit belastet die Pandemie den bayerischen Sport, seine Vereine, Fachverbände und letztlich auch die Mitglieder finanziell erneut erheblich", heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes, der auch deshalb den Wiedereinstieg in die Sportausübung so schnell wie möglich realisieren will.

Auch 2021 hatte der BLSV Mitte Januar sein Meldesystem gestartet um einen erneuten Überblick über die weiteren finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erhalten. Auf Basis der Meldungen lässt sich laut BLSV für dieses Jahr ein Schaden von rund 450 Millionen Euro für alle 12 000 Vereine und 56 Sportfachverbände hochrechnen. Im letzten Jahr betrugen die finanziellen Einbußen hochgerechnet rund 200 Millionen Euro.

Finanzielle Schäden verdoppelt

"Die finanziellen Schäden, die sich im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppelt haben, sind für Vereine und Fachverbände im schlimmsten Fall existenzbedrohend. Der bayerische Sport ist deswegen auch heuer wieder auf die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat angewiesen. Dafür setzen wir uns ein, und ich bin mir sicher, dass wir bei der Politik Gehör finden", sagt BLSV-Präsident Jörg Ammon.

Die Ergebnisse der Umfrage führten im letzten Jahr dazu, dass der Freistaat die Vereinspauschale von 20 auf 40 Millionen Euro verdoppelte. Außerdem konnte der BLSV finanzielle Hilfen für die Sportfachverbände erwirken, weist nochmals darauf hin, dass der Stichtag für die Beantragung der Vereinspauschale der 1. März ist, und fordert die Vereine zur Antragstellung auf.

Mitgliederrückgang

Mindestens genauso gravierend wie die finanziellen Schäden ist, dass die Sportausübung in den Vereinen über Monate hinweg ausfallen musste. Ende 2020 hatte der BLSV nach eigenen Angaben wegen Corona rund 100 000 Mitglieder weniger, das sind zwei Prozent. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sei der Schwund mit 3,7 beziehungsweise fünf Prozent alarmierend. Es bestehen also nicht nur erhebliche finanzielle Schäden, sondern auch schwere Gefahren für die Gesundheit der Gesellschaft, wenn der Sport noch länger "geschlossen" bleibe. Der Verband fordert auch daher einen schnellen Wiedereinstieg in die Sportausübung.

"Wir werden lernen müssen, mit dem Virus mindestens eine Zeit lang zu leben", sagt BLSV-Chef Ammon. "Ein rascher Einstieg mit kontaktlosem Sport draußen ist ein erster Weg, mit Gesundheit und Fitness im Freien dem Virus zu trotzen. Deswegen muss die Sportausübung unter Beachtung der Hygieneregeln jetzt schnellstens wieder möglich sein", fordert der Präsident.

"Unsere Sportvereine und Sportfachverbände haben im ersten Lockdown bewiesen, dass sie mit Umsicht und Vorsicht die notwendigen Regeln einhalten können. Im organisierten Sport herrscht hohes Verantwortungsbewusstsein beim Einhalten von Regeln", erklärt Ammon.

wt

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