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Bunt, jung, kreativ: So ist Gostenhof

Neuer Vorstand Heinz-Claude Aemmer will mehr jüngere Leute für den Bürgerverein gewinnen - 25.04.2017 16:02 Uhr

Nicht nur wenn „Bierchen & Bühnchen“ nach Gostenhof locken, so wie hier vor knapp drei Wochen, prägen junge Leute, oft auch mit Migrationshintergrund, das Bild des Stadtteils. Das soll sich auch im Bürgerverein niederschlagen, wünscht sich der neue Vorstand. © Foto: Eduard Weigert


Uwe Janza ist erleichtert. Seit Wochen war er auf der Suche nach einem Nachfolger. Jetzt hat er ihn gefunden: Heinz-Claude Aemmer wurde von den Mitgliedern zum neuen Vorsitzenden des Bürgervereins Gostenhof, Kleinweidenmühle, Muggenhof und Doos gewählt.

Janza trat nach sechs Jahren an der Spitze nicht mehr an. Der Beruf zwang ihn zu diesem Schritt, mehrere Tage pro Woche arbeitet er in Stuttgart. "Als Vorsitzender muss man präsent sein und schnell eingreifen können, das kann man so einfach nicht machen", erklärt er. Der Beginn einer langen Suche: "Es hat eine ganze Weile gedauert, aber jetzt habe ich meinen absoluten Wunschkandidaten", sagt Janza. Warum der so Gelobte gezögert hat? Das beantwortet Heinz-Claude Aemmer selbst: "Ich hatte ja auch ein paar Kandidaten und wollte abwarten, ob es davon jemand gerne machen möchte."

Nun übernimmt Aemmer selbst — freilich nachdem seine Familie ihr Okay gegeben hat, "denn die kommt immer an ersters Stelle", sagt der Neue, der in Gostenhof ein alter Bekannter ist. Aemmer selbst bezeichnet sich als "gut vernetzt" im Stadtteil Gostenhof. Er hat als Mitbegründer beim Kulturverein genauso mitgemischt wie beim SPD-Ortsverein, bei dem er inzwischen aber nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender kandidiert hat — wegen des Bürgervereins, in dem er überparteilich auftreten will.

Der neue Erste Vorsitzende des Bürgervereins: Heinz-Claude Aemmer. © Foto: privat


Seine Mitarbeit beim Verein für interkulturelle Kommunikation, Xenos, wiederum passt zu Aemmers Zielen für den Verein: Der werde sich auch zukünftig stark einmischen, vor allem wenn Haltung gegen Rassismus gefragt ist. "Der neue Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu einem ein Miteinander der verschiedenen Kulturen im Vereinsgebiet", sagt Aemmer.

Denn: Gostenhof soll so bunt bleiben, wie es ist, findet der neue Vorsitzende. Geht es nach Heinz-Claude Aemmer, soll sich das auch im Bürgerverein niederschlagen. "Ich hätte gerne, dass sich der Anteil der jungen Kreativen und der Menschen mit Migrationshintergrund im Verein erhöht." Aemmer sei für Letzteres ein Beispiel — auch wenn er für seinen Schweizer Migrationshintergrund belächelt werde. Egal: "Ich bin zwar in Nürnberg geboren, habe aber die deutsche Staatsbürgerschaft erst, seit ich 17 bin", sagt er.

Sehr freut sich Heinz-Claude Aemmer auf die Zusammenarbeit mit seiner neuen Stellvertreterin, Silvia Seitz, "eine tolle Vertreterin", die lange Jahre die Metzgerei Speckner in Muggenhof geführt hat "und sich dort auskennt wie niemand sonst". Ralph Heimerl führt weiterhin die Kasse, Schriftführer bleibt Johannes Potschka. Beisitzer wurden Ulrike Gass, Helga Wolf, Ingrid Mundschau und Ernst Scheffler.

Für Uwe Janza ist damit seine Aufgabe abgeschlossen. "Ich wollte einen Generationenwechsel im Vorstand herbeiführen und habe den Umbau des Vereines vorangetrieben."

KILIAN TRABERTUND TIMO SCHICKLER

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