Der Bahnhofsvorplatz in Nürnberg: Herzstück mit Geschichte

10.6.2016, 10:23 Uhr
Kennen Sie diese Statue? Nein? Das Prinz-Luitpold-Denkmal dominierte von 1901 bis 1934 den Vorplatz des Nürnberger Hauptbahnhofes. Das Werk der Bildhauer Alois Mayer und Wilhelm von Rümann wurde 1934 auf Weisung der Nationalsozialisten demontiert und 1938 eingeschmolzen.
1 / 10

Kennen Sie diese Statue? Nein? Das Prinz-Luitpold-Denkmal dominierte von 1901 bis 1934 den Vorplatz des Nürnberger Hauptbahnhofes. Das Werk der Bildhauer Alois Mayer und Wilhelm von Rümann wurde 1934 auf Weisung der Nationalsozialisten demontiert und 1938 eingeschmolzen. © Archiv/Bernd Jürgen Fischer

Der Nürnberger Hauptbahnhof zu Beginn der 1930er Jahre. Trotz der Bomben-Schäden wurde der Bahnhof 1945 für nur neun Tage gesperrt. Zum Vergleich: In Leipzig musste der Hauptbahnhof für fast einen Monat schließen.
2 / 10

Der Nürnberger Hauptbahnhof zu Beginn der 1930er Jahre. Trotz der Bomben-Schäden wurde der Bahnhof 1945 für nur neun Tage gesperrt. Zum Vergleich: In Leipzig musste der Hauptbahnhof für fast einen Monat schließen. © Archiv

Zehn Jahre nach Kriegsende. Äußerlich hatte sich wenig verändert, lediglich das Prinz-Luitpold-Denkmal war unwiederruflich verschwunden. Der Wiederaufbau dauerte von 1945 bis 1956, fiel aber im Umfang wesentlich bescheidener aus als geplant. Trotz der sich zunehmend verbessernden Wirtschaftslage fehlte einfach das Geld.
3 / 10

Zehn Jahre nach Kriegsende. Äußerlich hatte sich wenig verändert, lediglich das Prinz-Luitpold-Denkmal war unwiederruflich verschwunden. Der Wiederaufbau dauerte von 1945 bis 1956, fiel aber im Umfang wesentlich bescheidener aus als geplant. Trotz der sich zunehmend verbessernden Wirtschaftslage fehlte einfach das Geld. © Hauptamt für Hochbauwesen Nürnberg

Nürnberg im Frühling 1954: Auf dem Bahnhofsvorplatz blühten zu dieser Zeit jede Menge Blumen inmitten eines Rasenrunds. Damals genügten den Volkswagen-Besitzern noch wenige Parkplätze, heute dagegen hat der Stellplatzbedarf für die Blechkarossen längst jedes Grün gefressen.
4 / 10

Nürnberg im Frühling 1954: Auf dem Bahnhofsvorplatz blühten zu dieser Zeit jede Menge Blumen inmitten eines Rasenrunds. Damals genügten den Volkswagen-Besitzern noch wenige Parkplätze, heute dagegen hat der Stellplatzbedarf für die Blechkarossen längst jedes Grün gefressen. © Horst Emmerling

Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1960.
5 / 10

Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1960. © Gertrud Gerardi

1975 war der Bahnhofsvorplatz kaum wieder zuerkennen. Aufgrund des U-Bahn-Baus wurde nicht nur der gesamte Vorplatz aufgerissen und in eine gewaltige Grube verwandelt. Auch die Mittelhalle wurde komplett entkernt.
6 / 10

1975 war der Bahnhofsvorplatz kaum wieder zuerkennen. Aufgrund des U-Bahn-Baus wurde nicht nur der gesamte Vorplatz aufgerissen und in eine gewaltige Grube verwandelt. Auch die Mittelhalle wurde komplett entkernt. © Archiv/Friedl Ulrich

Seit Ende der 1980er hat sich der Platz kaum verändert. Allerdings wurde der im Foto zu sehende Umbau für die Linie U2 erst im September 1988 fertig gestellt. Das Foto wurde im Mai des gleichen Jahres aufgenommen.
7 / 10

Seit Ende der 1980er hat sich der Platz kaum verändert. Allerdings wurde der im Foto zu sehende Umbau für die Linie U2 erst im September 1988 fertig gestellt. Das Foto wurde im Mai des gleichen Jahres aufgenommen. © Michael Matejka

Der Vorplatz im Jahre 2005 – Größere Veränderungen waren damals noch nicht geplant. Kommende Umbauten sollten sich ganz auf das neue S-Bahn-Netz konzentrieren. Schade: Wo früher Brunnen und Bäume das Bild prägten, gibt es nun Parkplätze.
8 / 10

Der Vorplatz im Jahre 2005 – Größere Veränderungen waren damals noch nicht geplant. Kommende Umbauten sollten sich ganz auf das neue S-Bahn-Netz konzentrieren. Schade: Wo früher Brunnen und Bäume das Bild prägten, gibt es nun Parkplätze. © Karlheinz Daut

So kennen wir ihn: Der Hauptbahnhof mit Bahnhofsplatz und Eingang zum  Handwerkerhof im Jahre 2008.
9 / 10

So kennen wir ihn: Der Hauptbahnhof mit Bahnhofsplatz und Eingang zum Handwerkerhof im Jahre 2008. © Michael Matejka

Ein Dutzend Maßnahmen, um aus dem grauen Bahnhofsvorplatz in Nürnberg ein attraktives und sichereres Areal zu schaffen sind 2017 angelaufen. Die wichtigste Neuerung: Passanten wird es möglich sein, vom Hauptausgang des Bahnhofs oberirdisch in die Innenstadt zu gelangen. Auf einem etwa sieben Meter breiten Fußweg können sie direkt zum Handwerkerhof spazieren. Dafür müssen sie die Straße zweimal überqueren, zusätzliche Ampeln regeln den Verkehr.
10 / 10

© Oliver Acker / www.digitale-luftbilder.de