Donnerstag, 21.01.2021

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Der Stein der Weisen

Vortragsreihe im Planetarium erzählt die Geschichte der Alchemie in Arabien. - 20.10.2020 18:16 Uhr

Manche Alchemisten hofften, mit einem Stein der Weisen unedles Metall in Gold oder Silber umwandeln zu können.

20.10.2020 © Foto: Bundesbank/dpa


So blieb es ein Wunschtraum, der der Alchemie noch immer anhaftet. Die Vorläufer der heutigen Chemiker suchten aber viel mehr als den Stein der Weisen, Schätze und Allheilmittel. Sie beschäftigten sich tatsächlich schon mit Elementen, Materialien und deren Umwandlung. Erhitzen und Abkühlen, Destillieren und Extrahieren gehörten schon damals zu ihrem Repertoire.

"Von Alembiks, Quecksilber und Königen. Arabische Alchemie und ihre Rezeption", heißt der Titel des Vortrags von Regula Forster heute Abend im Nürnberger Planetarium. Die Professorin vom Asien-Orient-Institut der Uni Tübingen spricht in der Reihe "Arabische Wurzeln der europäischen Wissenschaft".

Der Alembik ist eine Erfindung der Araber vermutlich aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert nach Christus. Er besteht aus einer Art Kappe mit angeschlossenem Rohr aus Kupfer, Keramik oder Glas. Damit konnten Gemische getrennt werden, indem der aufsteigende Dampf an den Wänden des Alembiks kondensierte und über das Rohr in ein zweites Gefäß abfloss. Die arabische Alchemie führte die griechische fort und kombiniert sie mit chinesischen und indischen Einflüssen, bevor das Wissen in den lateinisch-sprachigen Westen Europas gelangt ist.

INFO

Am Mittwoch, 28. Oktober, spricht Karl-Heinz Leven vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin in Erlangen über "Die Sonne Apolls über dem Morgen- und dem Abendland. Alte und neue Mythen über die arabische Medizin". Die Vorstellung ist bereits ausgebucht.

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