Dienstag, 31.03.2020

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Ein Spiel mit Formen, Licht und Schatten

Die Vernissage des Fotoclubs Herzogenaurach im Stadtmuseum zum Thema "Fantasie in Bildern" passt zum "hin & herzo"-Festival. - 19.09.2019 18:01 Uhr

Fasziniert betrachten die Besucher der Vernissage die Fotografien, die fast wie Malereien anmuten. © Foto: Margot Jansen


Nein, eigentlich sind es Fotos, die Ernst Neumeier, Christine Shaaban, Helga Speth und Helmut Südema bei ihrer Ausstellung "Fantasie in Bildern. Abstrakte Fotografie" präsentieren. Doch sie muten fast wie Malereien an. Die Ausstellung ist der Beitrag des Fotoclubs des "hin&herzo"-Kulturfestivals, das sich dem Thema Fantasie widmet und offiziell am Donnerstag, 26. September startet (siehe auch Bericht auf Seite 29).

Auf ganz unterschiedliche Weise haben sich die vier Protagonisten dem Thema genähert. Allen gemeinsam: Das Ergebnis sei nie planbar, meinte Vorsitzende Helga Speth. Sie selbst bevorzuge immer noch klassische Motive, zum Beispiel bei ihrem Bild "Erinnerung", bei dem sie durch Doppelbelichtung einen Turm des Jüdischen Museums in Berlin verfremdete. Durch Langzeitbelichtung oder auch Kameraschwenks entstehen verwischte Bilder voller Dynamik. Auch Shaaban verwendet reale Fotos, beispielsweise "Lotus", bei dem das Motiv noch klar erkennbar ist. Aber auch hier wird das Bild bearbeitet, es wird gedreht, gezogen, gespiegelt – der Fantasie des Betrachters sind keine Grenzen gesetzt.

Neumeier experimentiert mit realen Objekten im heimischen Keller, durch das Spiel mit Licht und Schatten fängt er seine eigene Sicht auf die Dinge ein. Die Fotos bilden dabei das Rohmaterial, erst durch Fotomontage und intensive Bildbearbeitung entstehen ganz eigene Kreationen.

Südema setzt ein selbstgeschriebenes Grafikprogramm ein. Damit werden am Computer geometrische Figuren erzeugt, die mit farbigen Pixeln aus einem Videofilm vereint werden. Dabei entstehen im Erfolgsfall Kompositionen wie "Wischmopp". Es ist ein Spiel mit Formen, Strukturen und Farben.

Die Ausstellung ist noch bis 13. Oktober zu sehen, jeweils Donnerstag von 17 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

MARGOT JANSEN

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