Eine "mega reizvolle" neue Aufgabe für VfL-Coach Stephan Harlander

19.5.2021, 08:19 Uhr
Spaß am Basketball: Stephan Harlander freut sich auf die künftige Arbeit als Landestrainer. „Schweren Herzens“ wird er Abschied von der Senefelder-Schule nehmen, als Trainer der VfL-Baskets bleibt er Treuchtlingen aber auch weiter eng verbunden.

Spaß am Basketball: Stephan Harlander freut sich auf die künftige Arbeit als Landestrainer. „Schweren Herzens“ wird er Abschied von der Senefelder-Schule nehmen, als Trainer der VfL-Baskets bleibt er Treuchtlingen aber auch weiter eng verbunden. © Foto: Uwe Mühling

Seine bisherige Tätigkeit als Gymnasiallehrer für Mathematik und Sport an der Senefelder-Schule in Treuchtlingen wird er, wie er selber sagt, "schweren Herzens" aufgeben. Nicht hingegen seine Arbeit als Trainer der VfL-Baskets: Stephan Harlander, der bereits seit 2008 als Coach in Treuchtlingen tätig ist und zusammen mit Josef Ferschl als Vater der Treuchtlinger Erfolgsgeschichte gilt, wird auch weiterhin Coach des Regionalligisten bleiben.

Dass er auch in Zukunft den VfL trainieren kann, war für Harlander die entscheidende Voraussetzung, um den neuen Vollzeit-Job beim Verband zu übernehmen. Bei den Treuchtlingern ist er auch Jugendleiter. Die neue Aufgabe als Landestrainer ist aus seiner Sicht "mega reizvoll" und obendrein "sehr wichtig", wie er gestern gegenüber unserer Zeitung sagte. Immerhin geht es darum, die bayerischen Toptalente im Alter von 14 bis 17 Jahren an den Nationalkader heranzuführen.

Schlüsselrolle in Bayern

Stephan Harlander wird für die Bayernauswahl ebenso zuständig sein wie für die Stützpunktentwicklung und die Eliteschule des Sports in München. Kurzum: Er ist eine der Schlüsselfiguren für die Basketball-Nachwuchsförderung in Bayern, die er auf "höchst professionellem Niveau" und als Nachfolger von Markus Klusemann (Wechsel in die USA) weiterführen will.

Harlander weiß, dass mit den beiden Trainerjobs zeitlich einiges auf ihn zukommen wird. "Das ist schon ambitioniert", räumt er ein. "Es ist aber steuerbar, und ich glaube, das ist für mich zu stemmen", schickt er gleich hinterher. Offizieller Dienstsitz ist zwar in München beim BBV, bei seiner künftigen Tätigkeit kommt dem Nürnberger aber die zentrale Lage seines Wohnortes innerhalb des Freistaates entgegen.

"Von Nürnberg aus werde ich versuchen, in allen Ecken und Enden Bayerns präsent zu sein", sagt Harlander. Neue Möglichkeiten wie Homeoffice und Online-Meetings kommen ihm ebenso entgegen wie die Tatsache, dass er in Treuchtlingen keine Jugendspiele mehr betreuen muss, "weil wir im Trainerbereich bei den VfL-Baskets so hervorragend aufgestellt sind".

"Voll motiviert"

Ausschlaggebend war für Familienvater Harlander (verheiratet, Vater von Zwillingen) auch die Tatsache, dass seine Frau Eva sowie sein langjähriger VfL-Weggefährte Josef Ferschl als "wichtigste Ansprechpartner" bei der Entscheidung voll hinter ihm stehen und zugeraten haben. Jedenfalls ist Stephan Harlander "voll motiviert" für die kommende Aufgabe im BBV, bei der ihm auch seine guten Kontakte zu vielen Vereinen – nicht zuletzt zum FC Bayern München – zu gute kommen dürften.

Und der Nürnberger brennt auch weiterhin für seine Aufgabe bei den VfL-Baskets. Wenn Amateursport nach und nach wieder erlaubt wird, dann hofft der Coach, "dass wir als VfL die Corona-Pandemie und ihre Folgen gut bewältigen". Wann es wieder losgeht, ist derzeit noch offen, Trainer und Mannschaft hoffen aber auf eine möglichst gute und intensive Sommervorbereitung und dann auf den Re-Start mit einer neuen Saison im Herbst.

Zum neuen Schuljahr wird Stephan Harlander nicht mehr Lehrer an der "Sene" sein. Dieser Schritt ist ihm sehr schwer gefallen, weil er sehr gern unterrichtet und ihm die Arbeit als Pädagoge sehr gut gefällt. Letztlich habe er aber auch "Lust gehabt, noch mal was ganz anderes zu machen".

Bis zur Bundesliga aktiv

Im Basketball hat Stephan Harlander als Spieler und Trainer (unter anderem bei seinem Heimatverein Falke Nürnberg) im Prinzip alles durchlaufen bis hin zur Bundesliga. Der A-Schein-Inhaber hat als Coach quer durch die Altersklassen und Ligen reichlich Erfahrung gesammelt.

Das weiß auch Wolfgang Heyder zu schätzen. Der Leistungssport-Referent des BBV spricht von einer "sehr guten Lösung" und meint damit auch eine weitere Stelle, die im Verband neu besetzt wurde. Corina Kollarovics (38) ist nämlich als neue Landestrainerin der Mädchen und damit als Nachfolgerin von Imre Szittya, der zum Jahreswechsel in Ruhestand gehen wird, verpflichtet worden. Dadurch ist der Trainerstab des BBV wieder komplett – und das mit Treuchtlinger Couleur.

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