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Einkaufsparadies Flughafen?

CSU kritisiert Ablehnung der SPD - 13.09.2011 07:15 Uhr

Die SPD hält nichts von den Plänen der CSU, aus dem Flughafen ein "Einkaufsparadies" zu machen. © Nürnberg Luftbild Hajo Dietz


„Der Flughafen ist eine wichtige Mobilitätsdrehscheibe für die Metropolregion Nürnberg, aber er geht auch mit Belastungen und Beeinträchtigungen für die angrenzenden Stadtteile einher, die man nicht durch Einkaufsverkehr noch weiter fördern muss“, sagte der Vorsitzende des SPD-Arbeitskreis Knoblauchsland, Thorsten Brehm. Er warnt vor einer „steigenden und unnötigen Verkehrsbelastung“, die auch mit einer Nordanbindung des Flughafens nicht zu kompensieren sei.

Brehm meint, für Kunden aus Nürnberg bleibe die Erschließung über die Marienbergstraße und Flughafenstraße der kürzeste Weg. Der Stadtrat warnt davor, noch mehr Kaufkraft aus der Innenstadt abzuziehen. Welche Fehlentwicklungen sich dabei einstellen könnten, sehe man derzeit in Fürth. Dort versucht man Brehm zufolge nun mühsam, die Fehlplanungen vergangener Jahrzehnte zu reparieren.

Für die SPD im Knoblauchsland seien Belastungen des Flughafens in einer Güterabwägung akzeptabel, solange sie durch den Flugverkehr bedingt seien und einen wirtschaftlichen Gewinn für Stadt und Region mit sich brächten. Brehm: „Infrastruktur, die nicht mit dem Flugverkehr in direkter Verbindung steht, muss auch nicht am Flughafen angesiedelt werden.“ Für das Unternehmen Flughafen fordert die Knoblauchsländer SPD ein Zukunftskonzept, „das das Kerngeschäft des Flughafens stärkt und das Unternehmen finanziell wieder auf einen soliden Pfad führt“.

Tobias Schmidt, Kreisvorsitzender der CSU Nürnberg-Nord, kritisiert die Absage von SPD und Grünen an neue Einkaufsmöglichkeiten am Flughafen. In beiden Parteien entstehe derzeit eine Koalition der Neinsager, wenn es um die weitere Flughafenentwicklung gehe. Der Flughafen gehöre zu Nürnberg, es gehe um „Weiterentwicklungen mit Augenmaß“. „Der Flughafen braucht sicher keinen Discounter und kein Einkaufszentrum, aber pfiffige Ideen aus der Region für die Region“, so Schmidt. 

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