"Elf Brauerfreunde müsst Ihr sein!"

26.8.2020, 11:39 Uhr
Die komplette Mannschaft der Stadtbrauerei machte dem neuen Gesellen Jakob Heckl ihre Aufwartung. Er selbst ließ sich zwischen Geschäftsführer Udo Weingart (zugleich Spalts Bürgermeister, vorne rechts) und Braumeister Uwe Schulz (vorne links) feiern.

Die komplette Mannschaft der Stadtbrauerei machte dem neuen Gesellen Jakob Heckl ihre Aufwartung. Er selbst ließ sich zwischen Geschäftsführer Udo Weingart (zugleich Spalts Bürgermeister, vorne rechts) und Braumeister Uwe Schulz (vorne links) feiern.

Denn dem legendäre DFB-Trainer wurden einst diese Worte in den Mund gelegt: "Elf Freunde müsst Ihr sein!" Ein Appell, welcher der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft den ersten Weltmeister-Titel bescherte. Und eine Aufforderung, die bestens in die Philosophie der Spalter Stadtbrauerei passt. Denn die darf nun dank Heckl genau elf "Brauerfreunde" als ihre Mitarbeiter aufführen.

Vor etwa fünf Jahren wurde die Karriere Jakob Heckls bereits angebahnt. Damals absolvierte der Massendorfer ein Praktikum in der Brauerei. Brauer Martin Haberkorn erkannte schon damals das Potenzial: "Das ist ein Brauerkollege par excellence!", so der Erfahrene über den Berufsneuling, der sich vor drei Jahren als Auszubildender bewarb. Eine Einschätzung, die dann auch die Stadtbrauerei zum Umdenken bewegte. "Eigentlich wollten wir damals keinen Azubi einstellen", wie Weingart bei dem kleinen Empfang für den neuen Brauergesellen gestand. "Doch für Heckl haben wir eine Ausnahme gemacht!" Wohl zurecht, denn dem Massendorfer hat sogar "die Prüfung Spaß gemacht", wie er bekannte. Nur das Fach Sozialkunde habe ihm Probleme bereitet. Aber "soziale Kompetenz hast Du hier zu Genüge bewiesen!" wie Braumeister Uwe Schulz selbst bekundete. Und Heckl habe außerdem "durch Zuverlässigkeit bestochen!" Glückwünsche gab es auch von "Boxi", dem Personalratsvorsitzenden Thomas Boxberger.

Sein neuer 19-jähriger Mitarbeiter ist nun genau da, wo er auch hinwollte. "Meine Familie hatte einen eigenen Hopfengarten – dort wurde mein Berufswunsch Brauer geboren!", so Heckl. Dementsprechend engagiert hat er sich in seiner Ausbildungszeit und wurde nicht selten "ins kalte Wasser geworfen" beziehungsweise in den "kalten Gärkeller geschickt". Genau dort aber "können wir niemanden schonen", so Schulz. hängt doch das Wohl und Wehe der Sude von der dortigen fachgerechten Verarbeitung ab. Aber es habe sich gezeigt, dass Heckl für den Brauerberuf "Feuer und Flamme sei" und alle Anforderungen erfülle, so Weingart.

Nun also heißt die neue Parole in der Stadtbrauerei: "Elf Brauerfreunde müsst Ihr sein!" – inklusive Jakob Heckl.

JÜRGEN LEYKAMM

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