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Außen knusprig, innen fluffig: Neapolitanische Pizza im "Lausbub"

Direkt an den Gleisen - Neues Restaurant im Ostbahnhof eröffnet - 03.06.2019 06:00 Uhr

Haben den alten Ostbahnhof in eine schmucke Pizzeria mit großem Biergarten verwandelt: Raphael Holczer (links) und Giuseppe Barile in ihrem "Lausbub". © Stefan Hippel


Die Pächter, Giuseppe Barile ("Peppe") und Raphael Holczer sind allerbeste Freunde seit der Grundschule. Zusammen sammelten sie in verschiedenen Locations gastronomische Erfahrung und machten sich mit der kleinen Pizzeria "Bella Ciao" in der Kappengasse selbstständig. Doch dann stieß Peppe auf das alte, leerstehende Bahnhofsgebäude in St. Jobst. "Wir wollten es. Unbedingt", sagt Raphael Holczer schlicht. Auf die Eigentümer schien die Kompromisslosigkeit Eindruck zu machen. Die Gastronomen erhielten den Zuschlag. Mehrere Monate schufteten sie in dem Flachdach-Bau aus den 60er-Jahren, entkernten und bewahrten Teile davon. Wie die alten, grünen Fliesen oder den – nicht mehr funktionierenden – Zigarettenautomaten.

Herausgekommen ist eine geschmackvolle Symbiose aus Alt und Neu. Man sitzt in dem schmalen Raum auf schwarzen Holzbänken, die an das Interieur alter Eisenbahnwaggons erinnern und blickt in den großen Biergarten. Dort warten auf Kies unter Sonnenschirmen schicke Tische und Bänke auf die Gäste. Oder man fläzt sich in den Liegestuhl. Weil Gäste fragten, ob man den "Lausbub" mieten kann, entsteht neben dem Restaurant noch ein Raum mit Bar für Festivitäten aller Art.

Kleine Auswahl, großer Genuss

Das kulinarische Repertoire ist bewusst klein gehalten: 15 Sorten neapolitanischer Pizza (ab 7,50 Euro) aus dem Steinofen stehen auf der Karte, aber "außen knusprig, innen fluffig", sagt Pizzabäcker Peppe. Können wir nach einer Margherita bestätigen. Das nächste Mal probieren wir eine Pizza mit Trüffelcreme und Rucola (13,90 Euro). In der Café-Rösterei "EspressoLab" in der Schillerstraße haben sie sich eine eigene Mischung für den Espresso rösten lassen. Die Qualität sei wichtig, "die Leute wollen heute nicht mehr billig billig", meint Holczer.

Also müssen es die derzeit auch in vielen anderen Pizzerien angesagten San Marzano-Tomaten für die Pizza sein. Verschiedene Salate aus regionalen Zutaten offerieren die beiden "Lausbuben" ebenfalls. Neben Bayreuther Hellem (3,60 Euro) legen sie Wert auf eine gute (Bio)Weinauswahl, wie "Glaube Liebe Hoffnung" (5,40 Euro/0,2 l), einen Weißwein, der "der Hammer" ist. Wenn die Sonne dann untergeht, bestellt man sich einen Aperol Spritz oder einen "Lausbubs Liebling" aus dem angesagten Belsazar Vermouth, Tonic und Prosecco und schaut den Zügen beim Vorbeifahren zu.

Das "Bella Ciao" haben Holczer und Barile übrigens an neue Pächter abgegeben, die die Pizzeria nach einer kleinen Renovierung Anfang Juli wieder eröffnen werden.

Mehr Informationen über den "Lausbub" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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