Gleich beim Sinwellturm

Café Beer eröffnet eine Filiale auf der Nürnberger Burg

26.7.2021, 09:49 Uhr
Das bekannte Familienunternehmen Café Beer hat schon bald ein weiteres Domizil: Im inneren Kern der Nürnberger Kaiserburg.

Das bekannte Familienunternehmen Café Beer hat schon bald ein weiteres Domizil: Im inneren Kern der Nürnberger Kaiserburg. © Martin Rößler

Vor etwa vier Wochen kam die Zusage, erzählt Martin Rößler, Inhaber, Chef und Konditormeister vom Café Beer. Die Bayerische Schlösserverwaltung hatte die Verpachtung des ehemaligen Verwaltungshauses (Auf der Burg 13) gegenüber von Sinwellturm und Tiefem Brunnen öffentlich ausgeschrieben – und Rößler hatte sich beworben.

Sein Konzept – "Das Café Beer auf der Burg" – erläutert er so: "Wir pachten von der Bayerischen Schlösserverwaltung und wollen dort alles etablieren, was man jetzt schon von uns kennt: Qualität, Kuchen und Service."

Die Schlösserverwaltung, die den Innenhof umgestaltet, zeichnet auch für den Umbau verantwortlich, der bereits in vollem Gange ist. "Aber es ist absolut in unserem Stil", versichert der künftige Burg-Café-Chef. Pachten wird Rößler das Haus komplett möbliert. Alles werde hochwertig und aufwendig. "Wir haben wunderschöne Holzvertäfelungen im Innenbereich", schwärmt er. Beauftragt sind Fritsch, Knodt, Klug und Partner mdB Architekten, die auch die Jugendherberge umgestaltet haben. 70 Plätze wird das Beer innen anbieten können, rund 40 außen.

Weil Rößlers neues Projekt mitten auf der Burg zuhause sein wird, gelten für das Burg-Café Beer die gleichen Öffnungszeiten wie für das innere Gelände der Festung. Heißt: im Winterhalbjahr 10 bis 16 Uhr, im Sommer 9 bis 18 Uhr. Eröffnen will er am Freitag, 15. Oktober.

Kaffee-Quiz: Was wissen Sie wirklich über die kleine braune Bohne?

"Wir haben einen Koch, wollen die Karte zum Großteil im neuen Café übernehmen – es wird auch Frühstück angeboten", sagt Rößler und kündigt an, auch neue Wege zu beschreiten: "Wir arbeiten aktuell an einer kleinen fränkisch-modernen Speisekarte." Kein Schäufele mit Kloß, stattdessen unter anderem (Salat-) Bowls, fränkische Komponenten und Modernes.

Eigentlich wollte Rößler, der seinen Betrieb mit Ehefrau Sabine führt, keine Filiale aufmachen – "wir wollten uns nicht zerreißen" – doch jetzt fügt sich alles: Denn Tochter Leila hat jüngst die Ausbildung zur Konditoreifachverkäuferin mit Bestnote abgeschlossen. Sie soll im neuen Projekt die "Burgherrin" sein, wie Rößler sagt. "Für uns ist das eine sehr schöne Situation da oben – wir sind sehr zufrieden." Der geborene Nürnberger weiß: Sowohl für Touristen als auch für die Nürnberger selbst fehlte es immer schon an einem Ort zum Einkehren – dort, hoch über der Stadt.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!

5 Kommentare