Einfacher geht es kaum

Einmal pflanzen, für immer ernten: Dieses Gemüse ist ein Überlebenskünstler

17.10.2021, 11:18 Uhr
Diese Pflanze ist ein echter Überlebenskünstler im Garten.

Diese Pflanze ist ein echter Überlebenskünstler im Garten. © ivabalk//Pexels/Pixabay/LizenzCC

Ihre Blüte erinnert an eine Sonnenblume, mit der sie tatsächlich auch verwandt ist - für alle Hobbygärtner und -köche ist die Wurzel aber deutlich interessanter als die Blüte: Topinambur ist eine in Deutschland nach wie vor nur wenig bekannte Alternative zur Kartoffel.

Topinambur macht satt - und ist ein echter Schlankmacher

Im Gegensatz zu den allermeisten Gemüsesorten ist das Wurzelgemüse - das auch als Erdbirne, Jerusalem-Artischocke oder Erdsonnenblume bezeichnet wird - mehrjährig, das heißt, ihre Knollen können über viele Jahre hinweg immer wieder geerntet werden.

Obwohl bislang kaum mehr als ein Geheimtipp, ist der Topinambur ideal für die Küche: Seine rund 30 Kalorien pro 100 Gramm fallen kaum ins Gewicht, dank seiner vielen Ballaststoffe sättigt er aber sehr gut, weshalb er auch vom Österreichischen Gesundheitsministerium empfohlen wird.

Topinambur enthält Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2 und Niacin. Außerdem ist er ein guter Lieferant für die Mineralstoffe Eisen, Kalium und Kalzium.

Da Topinambur hohe Mengen an Inulin enthält - einem Ballaststoff, der die Darmflora unterstützt - ist er besonders gut für Diabetikerinnen und Diabetiker geeignet.

Rezepte für das Superfood: So bereiten Sie Topinambur richtig zu

Die Knollen, die ähnlich wie Süßkartoffeln oder Artischocken schmecken, können Sie in der Küche genauso wie Kartoffeln verarbeiten - etwa als Suppe, Püree oder in Scheiben geschnitten. Sie können sogar roh, zum Beispiel in Salaten, verzehrt werden.

Vor der Zubereitung wird der Topinambur in kaltem Wasser gewaschen, um die anhaftende Erde zu entfernen. Dann entfernt man dunkle Stellen mit einem Messer. Schälen muss man die Knollen dabei nicht unbedingt: Die lilafarbene bis bräunliche Schale ist genießbar und relativ dünn.

So sollten Sie Topinambur für eine ertragreiche Ernte anbauen

Zusätzlich ist der Topinambur pflegeleicht. Die Staude wird zwischen zwei und drei Metern hoch und blüht von August bis in den Herbst hinein. Sobald das Kraut im Winter braun wird, können die Knollen geerntet werden. Pro Pflanze erhält man acht bis zehn Knollen.

Einmal geerntet, lassen sich diese allerdings nur wenige Wochen lagern, weil sie sonst austrocknen. Am besten bewahrt man die ungewaschenen Knollen kühl und feucht auf - oder verarbeitet sie zügig. Für die nächste Ernte sollte man einen Teil der Knollen direkt wieder in die Erde stecken.

Der Standort sollte sonnig sein, ansonsten ist die Pflanze anspruchslos und muss nur selten gegossen werden. Da sich der Topinambur sehr schnell im Beet breit macht, sollten Sie über eine Wurzelsperre nachdenken - oder ihn gleich in Kübeln anpflanzen.

Dieser Artikel wurde am 1. Oktober aktualisiert.

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