Bodenständige Küche und Bier aus Franken

12.3.2014, 16:42 Uhr
Zehn Jahre feiert der „Palmengarten“ von Rolf Meyer.

Zehn Jahre feiert der „Palmengarten“ von Rolf Meyer. © Edgar Pfrogner

Der Sauerbraten mit Kloß und Blaukraut (10,80 Euro) ist unglaublich zart und das Schaschlik mit Pommes frites (7,80 Euro) ein zuverlässiger Hungerkiller.

Bierfreunde finden regelmäßig wechselnde Sorten aus Franken (die erste Halbe gibt es für 2,90 Euro, alle weiteren sind 20 Cent günstiger); alternativ gibt es soliden Wein (etwa einen spanischen Tempranillo für 3,80 Euro). Im Sommer werden die Speisen mediterraner, dann stehen auf der Kreidetafel verstärkt Pastagerichte.

So bodenständig die Karte, so rustikal die Einrichtung: Holzbänke und Gasthaustische verbreiten Stammtischheimeligkeit. Die Gostenhofer mögen’s — Studenten wie Beamte genießen die hemdsärmelige Stimmung. Fänden nicht regelmäßig kleine Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst statt, man könnte meinen, dass der Palmengarten kurzerhand die Zeit ausgesperrt hat. Sprich: Hier hat man seine Ruhe vor allzu buntem Gegenwartstreiben. Vielleicht liegt das auch an der langen Geschichte. Denn das fränkische Gasthaus trägt spätestens seit 1900, so der Hausherr, den Namen Palmengarten. Damals richtete man sich gern mit Gegenständen ein, die etwas von der Atmosphäre ferner (Kolonial-)Länder transportierten — wie die Palmentapete an der Wand.

Mehr Informationen über den Palmengarten in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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