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Revival: "The Taste"-Kandidaten kochten in Nürnberg

Sie bereiteten in der "Gaststätte beim Königshof" ihre Löffel zu - 19.02.2020 11:33 Uhr

Acht Köche und ein menü: bei Jörg Haberberger kochten diesmal die ehemaligen The Taste-Kandidaten Eva und Martina, Fritz und Mike, Christoph, Semi sowie Jörg T. © Katja Jäkel


Drei Gänge, zwölf Löffel: Noch eine Stunde, bevor die Gäste kommen. In der Küche der "Gaststätte beim Königshof" ist alles entspannt. Eva und Martina, Fritz und Mike, Christoph, Semi und Jörg Haberberger -  alle Kandidaten der sechsten Staffel der Kulinar-Show "The Taste" – unterhalten sich, der eine rührt noch in einem Topf, der andere widmet sich der Vorbereitung seines Desserts.

Sie haben nach dem Ende der Staffel Kontakt gehalten. Vor allem per Whatsapp. "Wir haben gleich eine Gruppe eingerichtet", erzählt Eva aus Niederbayern, mittlerweile Mutter einer Tocher.

Reh trifft auf Brokkoli auf Martinas Löffel. © Katja Jäkel


Die Idee, einen Löffel-Abend zu veranstalten, hatte schließlich Jörg Haberberger und lud bereits im Oktober 2019 zum ersten  "The Taste Revival Löffel-Abend" die Kandidaten zum gemeinsamen Kochen nach Nürnberg ein. Ein so großer Erfolg war der Abend, dass eine Wiederholung her musste. Unterstützt wurden die ehemaligen Kandidaten diesmal von  Jörg Tiele, der bereits 2016 bei "The Taste" dabei war.

816 Löffel, dazu kommen noch eine Vor-, Haupt- und Nachspeise. "Es ist ein Menü mit Ecken und Kanten", sagt Haberberger. "Jeder präsentiert sich mit seinem Löffel." Eva beispielsweise bringt ein finnisches Sashibeef mit Süßkartoffelcreme, Petersilien-Koreanderöl und Sauerrahm auf ihren Löffel.

Vorfreude an den Tischen

Während die Gäste nach und nach ankommen, herzlich von Nicole Haberberger begrüßt und an ihre Tische gebracht werden, machen sich die Köche an die letzten Vorbereitungen. Die Produkte, die sie für ihre Löffel verwenden, haben sie alle selbst mitgebracht. Fritz, der einzige Autodidakt in der Runde, schlägt eine Ganache für einen der Dessert-Löffel auf.

Mike schickte die Garnelenfrikadelle mit Mango an die Tische als zweiten Vorspeisen-Löffel. © Katja Jäkel


"Zwischen uns ist Freundschaft entstanden", sagt Jörg Haberberger zur Begrüßung, dann stellen sich alle nochmals einzeln vor. An den Tischen macht sich Vorfreude breit. Etliche, wie Martin und Sabine Rößler, waren bereits beim ersten "Löffel-Abend" dabei. "Der war Wahnsinn", sagt Sabine Rößler und studiert die Karte.

Los geht es mit Jörg Haberbergers berühmten Parmesanravioli zu Rindertartar und Basilikum. "Da könnte ich gleich noch einen essen", sagt ein Gast. Köstlich! Mike serviert eine Garnelenfrikadelle kombiniert mit Mango, Jalapeno gibt Schärfe. Jeder Koch erzählt vor dem Servieren kurz etwas zu seiner Kreation, unterbrochen von den "Ahs" und "Ohs" aus der Gästeschar.

Fritz bringt ein gebackenes Wachtelei mit Aal, Kartoffelespuma und Erbsencreme auf den Löffel, gefolgt von der Vorspeise im Teller, die Mike kreiert hat: Eine Burrataravioli mit Miesmuschel, Kürbis, Limette und Kokos. "Da würde ich jetzt gern den Teller ausschlecken", sagt eine Dame zu ihrem Mann.

Coach Herrmann war nicht da

Das Hauptgericht - Ente mit Karotten-Variation - brachte Semi auf den Teller - nicht auf den Löffel. © Katja Jäkel


Haberberger schickt die nächsten zwei Löffel raus: Zarter Pulpo mit Bohnenragout gefolgt von einem Rote-Bete-Knödel mit Spinat und Radieschen, dem Heumilch-Käseschaum eine schöne Würze gibt.

Reh mit Brokkoli, Vogelbeere und Pastinakenpüree wird von der Kärntnerin Martina präsentiert, anschließend kommt das finnische Sashi Beef von Eva auf den Löffel.  Als Erfrischung gibt es eine falsche Auster - zitroniges Sorbet mit leichtem Fisch-Geschmack -  von Christoph, der immer noch in Alexander Herrmanns Posthotel unter Tobias Bätz arbeitet.

Apropos Herrmann: Der "The Taste"-Coach konnte diesmal nicht kommen, durfte er doch auf dem Gastro-Branchenevent der Intergastra in Stuttgart die Auszeichnung "Nachtsterne" für sein Wirsberger Zwei-Sterne-Restaurant entgegen nehmen.

Grandioses Fazit

Nicht nur schön anzusehen, sondern auch köstlich: Das Dessert von Christoph. © Katja Jäkel


Den Hauptgang auf einem großen Teller kreierte diesmal Semi: Sousvide-gegarte Ente mit Karotten in verschiedenen Konsistenzen als Pürree, im Ganzen oder als Babykarotte.

Nach einer Komination von eingelegter Tomate und Ziegenmozzarella (Jörg T.), warteten gleich drei süße Löffel und ein Dessert auf die Gäste: Martina schichtete Mohnschupfnudeln mit Preiselbeeren und Quitte auf den Löffel, Fritz eingelegte Apfelperlen mit weißer Schoko-Creme und Tonkabohnen-Streusel.

Göttlich auch das Dessert von Christoph: Kühle Joghurt-Creme traf auf Himbeeren und Schokolade. Eva präsentiert den Abschlusslöffel: "Also, es gibt keinen, sondern ein Schälchen, weil mir die Topfenknödel zu groß geraten sind", sagt sie unter Gelächter und Beifall.  "Grandios" ist das Fazit der Gäste.

So mancher freut sich schon auf den nächsten Menü-Abend in der "Gaststätte beim Königshof": Am Donnerstag, 12. März, kochen dann Jörg Haberberger und Schokoladen-Sommelier Martin Rößler ihr "Schokoladen-Menü".

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