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Weltfränkisch genießen in der "Alten Vogtei"

In Wolframs-Eschenbach werden Klassiker und exotische Motto-Menüs serviert - 30.08.2019 06:00 Uhr

Im schmucken Fachwerkhaus präsentiert Küchenchef Jürgen Knöchel "weltfränkische" Küche. © Bezirk Mittelfranken


Das galt, bis der Traditionsgasthof 2010 schließen musste. Jahre gingen ins Land, ehe klar war, ob und wie es weitergehen konnte.

Das Ergebnis glücklicher Weichenstellungen ist beachtlich: Das historische Gemäuer mit prächtigem Fachwerk wurde mustergültig saniert und präsentiert sich seit zweieinhalb Jahren wieder als Schmuckstück neben Kirche und Deutschordensschloss.

Im Team der neuen Betreiber zeichnen Heike und Jürgen Knöchel, die sich zuvor mit dem Ansbacher "Gasthof Kronacher" einen Namen gemacht hatten, für Küche und Restaurant verantwortlich. An ihrer neuen Wirkungsstätte proben sie, offenkundig mit Erfolg, den Spagat: Da gibt es bodenständigen Schweine- und Sauerbraten (10,40 und 13,40 Euro), für die Gesundheitsbewussten aber auch den (veganen) Fitness- und den Vitalsalat (11,40 und 16,80 Euro) oder Forellenfilets (16,90 Euro).

Daneben finden sich originellere Kreationen wie Lamm-Medaillons mit Polentakrapfen oder Goldbrasse mit schwarzen Nudeln (17,40 Euro) – beides aus der "Themenküche". Für seinen Ansatz, die Heimat und das Globale zusammenzudenken und zusammenzubringen, hat sich Küchenchef Jürgen Knöchel das Etikett "Weltfränkisch" ausgedacht – und schützen lassen.

Noch lockt der sommerlich-kulinarische Ausflug auf die "Spanischen Inseln". Einen "Gruß aus der Küche" haben wir etwas vermisst, dafür aber als Vorspeise das Trio aus feinem Oktopus-Salat, Thunfisch-Creme und geröstetem Brot mit Tomatenmus (6,80 Euro) genossen.

Nach dem saftigen Rinderfilet, umhüllt mit Serrano-Schinken (26 Euro), hätte es auch genug sein können. Aber allzu verführerisch nahm sich die Empfehlung von Orangen-Sorbet, Mandel-Parfait und einer Kokos-Kreation aus (6,20 Euro). Die drei Gänge werden auch zum Menüpreis von 36 Euro serviert.

Demnächst gibt der "Orient-Express" auch die kulinarische Richtung vor. Bei schönem Wetter speist es sich ganz gelassen auch im Hof, bei Hochbetrieb wird der Rittersaal im ersten Stock einbezogen.

Mehr Informationen über die "Alte Vogtei" in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

Wolfgang Heilig-Achneck

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