Klassische Cocktails in gediegener Atmosphäre

7.4.2014, 20:30 Uhr
#createSourceTag($imagePath, "480", "900", $media) #createSourceTag($imagePath, "320", "600", $media) In Karel Jahns' Bar Europa schmecken die Drinks so, wie sie schmecken sollen - daran hat sich auch am neuen Standort nichts geändert.

© Edgar Pfrogner In Karel Jahns' Bar Europa schmecken die Drinks so, wie sie schmecken sollen - daran hat sich auch am neuen Standort nichts geändert.

Seit zehn Jahren dient sie als feste Anlaufstelle für Cocktail-Freunde – die sich jetzt allerdings an eine neue Route gewöhnen müssen: Ende März bezogen Karel Jahns und sein Team neue Räume in der Inneren Laufer Gasse. Aber keine Sorge – es wird zwar alles anders, aber eigentlich bleibt alles gleich.

Schon länger sei die Situation in den bisherigen Räumen im Erdgeschoss des Krakauer Hauses insofern problematisch gewesen, so Jahns: „Unter der Woche finden die Leute da kaum hin, während wir am Wochenende Gäste wegen Überfüllung wegschicken mussten.“ Da kam die Lösung, und die trug Hut, und jetzt passt alles ganz wunderbar zusammen: Im Stammhaus der Traditions-Hutmacherei „Brömme“ fand die Bar Europa einen Platz, der, so scheint es, nur auf Karel Jahns gewartet hat, „weil der Stil des Hauses so gut zu unserem eigenen wertkonservativen passt“, sagt der Bar-Mixer, der sich nach siebenjähriger Barchef-Tätigkeit im „Gelben Haus“ 2004 selbstständig machte.

Von Denkmalschutz und freigelegtem Sandstein erzählt er, und dass eine Bar für ihn nicht primär zum Alkoholtrinken da ist, sondern um eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, um sich zu Hause und aufgehoben und beschützt zu fühlen von der gediegenen Atmosphäre. So ist auch die neue Bar mit 90 Quadratmetern zwar doppelt so groß wie die bisherige, was aber dank verwinkelter Aufteilung von Gastraum bis zum „Herrenzimmer“ kaum auffällt. Trotz des dunklen Holzes ist es dank verglaster Front gar nicht bedrückend, sondern hell und offen – im wahrsten Sinne des Wortes, können die Fenster doch bei gutem Wetter geöffnet und so die ebenfalls neue bestuhlte Außenfläche quasi nach innen hin erweitert werden.

Bereits ab 11.30 Uhr dürfen die Gäste hier Mittagspause machen oder den Nachmittag genießen, mit „einer Art von Küche, die aber eher so als Ergänzung dient“, so Jahns, und meint Tapas, Antipasti und süße Teilchen. Mit dem Kerngeschäft geht’s dann um 17 Uhr los, wenn der Maestro mit seinem erfahrenen Bar-Chef Saša Sarandoski (31) beginnt, das zu tun, wofür man ihn so schätzt: mixen, schütteln, rühren. Die 250 Drinks der Karte beherrscht Jahns „an guten Tagen auswendig“; manche, meint er, wehren sich, die muss er immer wieder nachgucken. Aber alle vornehmlich an Klassikern wie Trader Vic orientierten Drinks „schmecken so, wie sich das gehört, und nicht, wie halt der Eberhard aus dem Bistro Harlekin sich den Mai Tai überlegt“, schmunzelt Jahns. Und würde sich noch mehr freuen als ohnehin schon, wenn das Ordnungsamt ein kleines Zugeständnis macht: den herrlich romantischen Hinterhof zur Benutzung freizugeben.

Mehr Informationen über die Bar Europa in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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