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Neu in der Südstadt: Beim "Schrödl Wirt" gibt's Schäufele

Zurück in die 70er: Hinter dem Bahnhof treffen deftige Speisen auf uriges Ambiente - 08.04.2019 06:00 Uhr

Und es folgt der zweite Streich: Nach der "Silbernen Kanne" haben Jens Keßler (links) und Thomas Landherr das Gasthaus "Zum Schrödl Wirt" wiedereröffnet. © Stefan Hippel


Der "Schrödl Wirt" ist gerade etlichen  alteingesessenen Nürnbergern seit den 70er Jahren ein Begriff. "Es kommen Leute, die erzählen, dass sie hier schon mit ihrer Oma waren", sagt Thomas Landherr.

Georg Schrödl nämlich hat das Gasthaus viele Jahrzehnte erfolgreich geführt, mit fränkischer Küche nicht nur die Einheimischen, sondern auch viele Messegäste angelockt. Dann wollte er aufhören und versuchte sein Glück mit einem Pächter. Doch so richtig konnten die neuen Wirte nicht an den alten Erfolg anknüpfen.

Bis eben Thomas Landherr und Jens Keßler sich für das Wirtshaus interessierten. Und Schrödl mit ihrem Konzept überzeugen konnten. Denn die beiden Herren haben nicht nur der "Silbernen Kanne" zu neuem Glanz verholfen. Landherr ist darüber hinaus für das schöne "Zeltner" am Kirchenweg und das "Palais Schaumburg" verantwortlich.

Die Stammgäste kamen in Scharen zur (Wieder)Eröffnung – "ich glaube, die haben gar nicht gemerkt, was und wie viel wir verändert haben", sagt Landherr lachend. Und wirklich fühlt man sich beim Betreten in die 70er-Jahre versetzt. Die Pächter haben vorsichtig renoviert, zwar Vorhänge entsorgt, aber die bunten Glasfenster behalten, wie auch den großen Kachelofen und die alten Musikinstrumente von Georg Schrödl. Im ältesten Teil der Wirtschaft wurden die Polster der Bänke mit neuem Blümchen-Stoff (dem gleichen, wie in der "Silbernen Kanne") bezogen, man sitzt an blank gescheuerten Holztischen. Eine ganze Wand besteht aus Vollholz-Nischen, mit viel Herzblut damals von der Nürnberger Schreinerei Roppelt eingebaut, jede von einem Wandbild geschmückt.

Viele alte und neue Stammtische haben sich bereits eingefunden, dazu Familien und Hungrige, die gerne nachmittags um 15 Uhr einkehren und einen "Schrödlteller" mit Puten-, Schweine- und Rumpsteak bestellen, dazu Pommes und Salat (16,80 Euro). Oder ein Schäufele mit Kloß (9,90 Euro), frisch aus dem Ofen. Die Küche ist fränkisch-bodenständig, es gibt eine Tageskarte mit Mittagsgerichten, aber gegessen werden darf rund um die Uhr.

Das Fleisch kommt aus der Metzgerei Dürsch, das Wild aus dem Veldensteiner Forst. Das ist den Betreibern wichtig. Natürlich gibt es Bier zum Braten, aus diversen fränkischen Brauereien, wie Held oder Mahr, Schanzenbräu oder Zeltner. Demnächst soll auch der Hinterhof in einen Biergarten verwandelt werden. Dann kommen wir wieder und essen ein Pfannenschnitzel.

Mehr Informationen über den "Schrödl Wirt" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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