Donnerstag, 09.04.2020

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Festplatz Herodsberg: Gesamtsanierung verschoben

Die Arbeiten werden vorraussichtlich 2,2 Millionen Euro kosten - 14.01.2020 06:00 Uhr

Bei den Altlasten im Untergrund unter den vorderen Parkplätzen des Festplatzes in Heroldsberg handelt es sich um Verunreinigungen des Bodens mit sogenannten leicht-flüchtigen, halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW), die entfernt werden müssen. © Manfred Leuthel


Die Sanierung des gesamten innerörtlich gelegenen Festplatzes lehnte der Gemeinderat erst einmal einstimmig ab. Nach längerer Diskussion verständigte man sich, die mit rund 2,2 Millionen Euro geschätzte Maßnahme, die auch nicht im Haushalt enthalten war, erst einmal zu verschieben. Stattdessen werden nur im vorderen Teil Altlasten im Boden entsorgt.

Den Planungen nach war vorgesehen, erst den hinteren und zum Teil unbefestigten Abschnitt des Festplatzes und im Jahr 2022 den vorderen Teil zu sanieren. Da ein Teil des jetzt bereits befestigten vorderen Teils durch chemische Altlasten belastet ist und diese entfernt werden müssen, sollte gleich der gesamte vordere Festplatz umgestaltet und neu formiert werden.

Mit LHKW verunreinigt

Bei den Altlasten im Untergrund unter den vorderen Parkplätzen han-delt es sich um Verunreinigungen des Bodens mit sogenannten leicht-flüchtigen, halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW), die entfernt werden müssen.

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Da ohnehin danach der vordere Teil des Festplatzes wieder hergerichtet werden muss, hatten die Planer vorgeschlagen auch diesen Teil zusammen mit dem hinteren Festplatzareal neu zu gestalten und die Parksituation insgesamt zu verbessern.

Die Gesamtmaßnahme sah vor, dass der hintere Teil des Festplatzes befestigt und Stellplätze neu angelegt werden. Daneben sollte ein sicherer Fußweg für die Schüler geschaffen werden, die vom Oberen Markt kommend den Festplatz Richtung Schule queren müssen.

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Entlang des Fußweges an der Bebauungsgrenze des Festplatzes sollte ein Grünzug mit Bäumen entstehen. Zudem waren die Mäandrierung der Gründlach und ein Zugang bei den jetzigen Toiletten vorgesehen, der ein Verweilen an dem innerörtlichen Bachlauf ermöglicht hätte.

Über die Gestaltung hatte sich eine rege Diskussion entfacht, die allerdings unterbrochen wurde, als ein Redebeitrag die Kosten in Frage stellte und die Feststellung traf, die genannte Summe sei nicht im Haushalt für das nächste Jahr vorgesehen. Dem daraufhin gestellten Antrag, die Gesamtsanierungsmaßnahme noch nicht, und stattdessen nur die LHKW-Sanierung, vorzunehmen fand dann die Zustimmung der Gemeinderäte.

MANFRED LEUTHEL

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