Florian Gruber weltbester Slalom-Kitesurfer

29.12.2015, 09:50 Uhr
Florian Gruber, hier auf einem Foil-Board, demonstrierte in Australien seine Ausnahmestellung.

Florian Gruber, hier auf einem Foil-Board, demonstrierte in Australien seine Ausnahmestellung. © Jeff Crow

Bei fünf fantastischen Surfveranstaltungen des Verbandes „Virgin Kitesurf World Championships“ (VKWC) kämpften Kiter in der Saison 2015 um die Titel der World Tour. Nun wurden die Sieger in den verschiedenen Disziplinen bekannt gegeben. Wettbewerbe fanden in den Disziplinen Freestyle, Slalom, Wave und dem neu eingeführten „Big Air“ (für die höchsten Sprünge) statt. Die Disziplin „Slalom Men“ wurde in St. Peter-Ording durchgeführt, die optisch spektakulär war und von einem großen Publikum vom Strand guten Anklang fand.

Bei den Herren konnte Florian Gruber durch gute Leistungen in allen Einzelrennen mit 1000 Punkten die Führung in der Rangliste und somit den Titel 2015 erringen. Auf Platz zwei folgte Olly Bridge aus Großbritannien. Florians deutscher Konkurrent Jannis Maus aus Oldenburg wurde Vierter. Mit 280 Wertungspunkten ist Florians Vater Erwin Gruber aus Wehlenberg als 23. in der Weltbestenwertung. In der Jahresrangliste der Disziplin Freestyle lag Florian Gruber am Ende der Saison auf Rang 42.

Zum Saisonende hatte Florian Gruber noch einen Sieg aus Australien mitgebracht. Vor dem Strand von St. Kilda führten acht olympische Segelklassen, darunter 49er, Finn und Laser, sowie die Kiteboarder ihre Wettkämpfe durch. Bei Wind aus Südost bis Süd der Stärke von 15 Knoten fanden die Finalrennen statt. Bei seinem vierten Wettkampf an diesem Austragungsort gewann Gruber elf von 13 Einzelrennen und wurde zweimal Zweiter.

Nach dem Gesamtsieg freute er sich auch über die sehr gute Organisation vor Ort: „Ich genieße den australischen Lebensstil und die sehr freundlichen Menschen und ich habe immer großen Spaß bei diesem Turnier", sagte der Goldmedaillengewinner, dem der kroatische Meister Martin Dolenc und Ric Schwarz aus Australien auf den Plätzen folgten.

Gruber nahm auch an drei Foil-Rennen teil, dem seiner Meinung nach die Zukunft gehört: „Es lassen sich hohe Geschwindigkeiten erreichen und ich hoffe immer noch, dass Kitesurfen in irgendeiner Form 2020 als olympischer Wettbewerb aufgenommen wird.“ Bereits im Oktober 2013 hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) der International Kiteboarding Association (IKA) signalisiert, dass man sich Kitesurfen 2020 in Tokio als Medaillen-Disziplin vorstellen könne.

Allerdings machte das IOC sehr deutlich, dass die Wettbewerbe nicht wie beim Segeln als „Fleet-Race“ durchgeführt werden dürfen. Begrenztes Regattafeld, Kurzrennen, maximal 24 Starter, Einbau von Sprüngen während des Wettkampfes und neue Wertungsformate seien die vom IOC geforderten Grundbedingungen, die bei den nächsten Olympischen Sommerjugendspielen 2018 erprobt werden sollen.

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