Montag, 06.04.2020

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Fortsetzung, Play-offs oder doch Abbruch?

Der BFV hat bei einem groß angelegten Webinar rund 600 Ehrenamtliche umfangreich informiert - 24.03.2020 07:24 Uhr

Kommunikation via Computer: Darauf setzt der Bayerische Fußball-Verband. © Foto: BFV


Unter ihnen auch Markus Hutflesz, der Kreisspielleiter des Fußballkreises Neumarkt/Jura, in dem gut 200 der insgesamt 4600 bayerischen Fußballvereine zusammengeschlossen sind. Hutflesz zeigt sich von der Art und Weise, wie der Verband in der aktuellen Lage agiert, positiv beeindruckt: "Sowohl wir Funktionäre als auch die Vereine werden super informiert."

BFV-Präsident Rainer Koch, Schatzmeister Jürgen Faltenbacher und Geschäftsführer Jürgen Igelspacher standen bei dem Seminar via Netz Rede und Antwort zur momentanen Situation und zu den drängendsten Fragen. Sie kündigten an, dass weitere Webinare für Klubverantwortliche auf Bezirks- und Kreisebene folgen werden. Der BFV forciere zudem sein Schulungs- und Weiterbildungsangebot und wird allen Interessierten inhaltliche Online-Programme anbieten.

Spielleiter und Schiedsrichter-Obmänner, Verantwortliche der Ehrenamtsbewegung und Sportrichter, dazu die Mitglieder aller Ausschüsse, wie etwa der für Frauen und Mädchen, für Junioren, aber auch die Futsal-Kommission und viele mehr erhielten nun Infos aus erster Hand. Sie alle seien "die Gesichter des BFV in Bayern", betonte Koch, für den es in erster Linie darum geht, die Krise zu managen.

Verband setzt auf "breite Basis"

Ein Kernpunkt waren die möglichen Szenarien zur Fortsetzung des Spielbetriebs, der (vorerst) bis 19. April ausgesetzt wurde: "Vom Abbruch der Saison bis zu einer schnellen Fortsetzung oder einem Play-off-Modus, wenn es die Lage zulässt, spielen wir gerade alle Möglichkeiten durch. Aktuell ist der Abbruch in Bayern die allerletzte Option, wenngleich uns bewusst ist, dass diese eintreten kann", betonte der Präsident. Die Vereine werde man bei den Entscheidungen mitnehmen. Der Verband setzt "auf die breite Basis, die Stimme unserer Vereine".

Auch in finanzieller Hinsicht habe die Krise den Verband "mit voller Wucht" getroffen, stellte Schatzmeister Faltenbacher fest. Nach einer ersten Hochrechnung entstehe dem BFV ein finanzieller Schaden von mehreren Millionen Euro. "Dennoch verfügen wir aufgrund unseres soliden Wirtschaftens in den vergangenen Jahren durchaus über die Möglichkeit, durch ausreichende Liquidität diese Krise zu meistern – es bedarf aber eines überlegten und gemeinsamen Handelns aller Beteiligten."

Auch die AG Finanzen werde man mit ins Boot nehmen, um weiterhin handlungsfähig zu bleiben. Ausfälle gelte es – wie bei den anderen Verbände und Vereinen auch – über den BLSV beim Sportministerium zu melden. Welche Zuwendungen von dort kommen, werde sich zeigen. "Wichtig ist zunächst aber, die kommenden Wochen ohne allzu große finanzielle Schieflage zu überstehen", so Faltenbacher.

Die BFV-Sozialstiftung, so hieß es weiter, werden einen noch festzulegenden Sofortbetrag bereitstellen, der für besonders schwerwiegende Sonderfälle in der BFV-Familie in Zusammenhang mit der Corona-Krise verwendet werden soll. Weitere Informationen finden sich auch unter www.bfv.de.

bfv/um

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