Donnerstag, 19.09.2019

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Aus Slowenien: Mega-Sportwagen mit Hybridantrieb

Tushek TS 900 Apex: Superschnell, superstark, superteuer - 16.08.2019 17:02 Uhr

Flunder mit Flügeltüren: Der Tushek TS 900 Apex soll 2020 in einer Kleinserie von 12 Einheiten gebaut werden. © Tushek


Ferrari, Lamborghini, McLaren, Tushek. Tushek? Auch dieser Name kann in Zusammenhang mit dem Bau von Supersportwagen genannt werden. Brandneu entlässt die Kleinserien-Manufaktur den TS 900 Apex auf die Straße, einen in Slowenien gebauten, flunderflachen Flügeltürer, der einen Audi-V8 und zwei Elektromotoren zu einer überaus mächtigen Systemleistung von 1339 PS und 1600 Nm Drehmoment kombiniert.

Brachiales Potenzial

Die E-Maschinen steuern 480 kW (653 PS) und 1000 Nm zu diesem brachialen Potenzial bei, sie sind für die Vorderräder zuständig. Der 4,2-l-V8 von Audi mit seinen 505 kW (687 PS) hingegen treibt die Hinterräder an, gepusht wird er von einem Kompressor.

Brachial schnell: Maximal sind dem Tushek TS 900 Apex 380 km/h erlaubt. © Tushek


Dank seines Gitterrohrrahmens aus Chrom-Molybdän-Stahl und des Kohlefaser-Chassis bringt der TS 900 nur 1410 Kilogramm auf die Waage, trocken sind es 1305. Auch solch gewichtstechnische Askese befördert die Fahrleistungen ins Himmelhohe: In weniger als 2,5 Sekunden fegt der Tushek auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 380 Sachen abgeregelt. Rein elektrisch kommt der TS 900 bis zu 50 Kilometer weit.

Abnehmbares Dachelement

Das abnehmbare Dachelement macht den spacigen Renner zum Targa. Als "Schlappen" nutzt er Pirelli-Trofeo-R-Reifen, vorne haben sie die Dimension 235/35, hinten 305/30. Keramikbremsscheiben von Brembo – vorne mit Sechskolben-, hinten mit Vierkolbenzangen – holen den Megasportler sicher aus dem Geschwindigkeitsrausch zurück, dazu gibt es ein zwölfstufig verstellbares ABS und eine Auspuffanlage von Akrapovic.

Das abnehmbare Dachelement erlaubt diesen Blick ins Cockpit. © Hersteller


Wenn Tushek sich Anfang 2020 an die Produktion einer Kleinserie macht, dann soll diese auf 12 Fahrzeuge begrenzt werden. Eine exklusive Sache also, auch preislich, denn Käufern wird ein Stückpreis von 1,2 Millionen Euro abverlangt.

Schon 1970 hatte der slowenische Rennfahrer Aljosha Tushek die "Tushek Company" gegründet. Ab 2012 betrieb er mit Jacob Carl Spigel die im österreichischen Mureck beheimatete „Tushek & Spigel Supercars GmbH“, gegen die 2016 aber ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Das Nachfolgeunternehmen firmiert seit 2017 unter dem Namen Tushek Limited in Clanfield/England.

Elektrisches Supercar

Als nächstes Projekt hat Tushek ein rein elektrisches Supercar mit 400 kW (652 PS) angekündigt – nur halb so leicht wie die Konkurrenz und doppelt so reichweitenstark.   

ule 

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